Podcast „Watt’n los?“ Ein Stück Ostfriesland bleibt immer
In der neunten „Watt’n los?“-Staffel stehen Butenostfriesen und Zugezogene im Mittelpunkt. Die vierte Folge der aktuellen Staffel ist nun überall verfügbar, wo es Podcasts gibt.
Leer - Warum verlassen viele junge Menschen Ostfriesland, obwohl sie ihre Heimat lieben? Und was bleibt von der ostfriesischen Identität, wenn das Leben Hunderte Kilometer entfernt stattfindet? Darüber sprechen Donia Rezkalla und Björn Klüver in der vierten Folge von „Watt'n los?“ mit Sontka Romaneessen. Die gebürtige Auricherin lebt heute im Ruhrgebiet und erzählt, warum sie Ostfriesland für ihre berufliche Zukunft verlassen musste.
Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Fahne in der Gemeinde Ihlow, verbindet Sontka mit ihrer Heimat vor allem Natur, Ruhe und eine unbeschwerte Kindheit. Gleichzeitig fehlten ihr als Jugendliche viele Freizeitangebote und berufliche Perspektiven. Für Veranstaltungen, Hobbys oder später den Beruf zog es sie deshalb immer häufiger in größere Städte.
Zwischen Karriere und Heimatgefühl
Nach mehreren Stationen in Süddeutschland lebt Sontka heute in Essen. Im Podcast berichtet sie, wie sich ihr Leben in der Großstadt von ihrem Aufwachsen in Ostfriesland unterscheidet und warum ihre Heimat dennoch bis heute einen festen Platz in ihrem Alltag hat. Ob plattdeutsche Begriffe, die ihr immer wieder herausrutschen, oder die Freude, wenn auf der Autobahn das Schild „Willkommen in Niedersachsen“ auftaucht: Die Verbundenheit zu Ostfriesland ist geblieben.
Außerdem erzählt sie von den kleinen kulturellen Unterschieden, die ihr erst außerhalb Ostfrieslands bewusst wurden. Warum ein gepflegter Vorgarten im Norden fast schon als Statussymbol gilt, weshalb ihr Mann regelmäßig über ostfriesische Ortsnamen schmunzeln muss und wieso das Martinisingen außerhalb Ostfrieslands für Verwirrung sorgte.
Warum junge Menschen Ostfriesland verlassen
Neben Sontkas persönlicher Geschichte geht es in der Folge auch um die strukturellen Gründe für die Abwanderung vieler junger Menschen. Gemeinsam ordnen die Hosts aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt ein und sprechen über Themen wie fehlende Karrierechancen in bestimmten Branchen, die Verkehrsinfrastruktur sowie den fehlenden Bahnanschluss der Kreisstadt Aurich.
Dabei wird auch deutlich: Viele verlassen Ostfriesland nicht, weil sie der Region den Rücken kehren wollen, sondern weil Ausbildung oder Beruf sie dazu zwingen. Gleichzeitig kehren viele nach einigen Jahren wieder zurück.
Podcast-Staffel über Weggehen und Ankommen
Seit 2025 gibt es den Podcast „Watt’n los?“ bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland. Darin vertiefen junge Journalistinnen und Journalisten Themen, die Ostfriesland bewegen. Das Audioformat ist in Staffeln gegliedert: Jeweils vier Folgen lang diskutiert ein Moderatorenpaar einen Themenkomplex, spricht mit Gästen und ordnet Entwicklungen in der Region ein. In Staffel neun geht es um Menschen, die Ostfriesland verlassen und um diejenigen, die neu hierherkommen.
Abschluss der neunten Staffel
Seit 2025 gibt es den Podcast „Watt'n los?“ bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland. Darin vertiefen junge Journalistinnen und Journalisten Themen, die Ostfriesland bewegen. Das Audioformat ist in Staffeln gegliedert: Jeweils vier Folgen lang diskutiert ein Moderatorenpaar einen Themenkomplex, spricht mit Gästen und ordnet Entwicklungen in der Region ein. In der neunten Staffel standen Menschen im Mittelpunkt, die Ostfriesland verlassen haben oder hier eine neue Heimat gefunden haben.
In der aktuellen Folge von „Watt'n los?“ erfahrt ihr, warum Sontka Romaneessen trotz ihres Lebens im Ruhrgebiet ihre ostfriesischen Wurzeln nie verloren hat, welche Herausforderungen junge Menschen in der Region sehen und weshalb Ostfriesland für viele ein Ort bleibt, zu dem sie immer wieder zurückkehren möchten.
Wer Antworten auf diese Fragen sucht, kann „Watt'n los?“ überall dort hören, wo es Podcasts gibt. Auch auf den Homepages oz-online.de, ga-online.de, on-online.de und borkumer-zeitung.de ist der Podcast unter dem Reiter „Podcasts“ zu finden. Hört gerne rein. Die Volontäre freuen sich außerdem über Feedback und Themenideen.