Kriminalität
Polizei findet bei Bingumer 21 Schusswaffen – und noch mehr
Am Donnerstag vor zwei Wochen durchsuchten Beamte in Bingum ein Einfamilienhaus samt Grundstück. Ein Hinweis aus der Bevölkerung hatte den Verdacht auf einen 55-Jährigen gelenkt.
Bingum - Bereits am Donnerstag vor zwei Wochen haben Polizeibeamte bei einem 55-Jährigen in Bingum 21 Schuss-, mehrere Hieb- und Stichwaffen sowie „Werkzeuge zur Herstellung von Munition“ sichergestellt. Das teilt die Polizeiinspektion Leer/Emden mit. Außerdem seien Betäubungsmittel und ein sogenannter „Teletac“, ein verbotenes Elektro-Reizgerät für Hunde, sichergestellt worden, heißt es. An der Durchsuchung beteiligt waren fünf Polizeibeamte und ein unabhängiger Zeuge der Stadt Leer.
Durchsucht wurde nach einem Beschluss des Amtsgerichts Aurich drei Stunden lang ein Einfamilienhaus inklusive Grundstück. Dabei waren auch Diensthundeführer mit ihren Tieren im Einsatz. Nach Angaben der Polizei hatte ein Hinweis aus der Bevölkerung den Verdacht auf den alleinlebenden 55-Jährigen gelenkt. Gegen den Hauseigentümer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
„Froh, dass die Gefahr gebannt ist“
Weil vor Ort nicht immer direkt eingeschätzt werden könne, welche der gefundenen Waffen grundsätzlich verboten, erlaubnispflichtig oder erlaubnisfrei seien, hätten die Beamten erst einmal alle Objekte sichergestellt, sagt Polizeisprecherin Frauke Bruhns auf Nachfrage der Redaktion. „Das hängt auch damit zusammen, dass eigentlich erlaubnisfreie Waffen so umgebaut werden könnten, dass sie das nicht mehr sind“, sagt die Beamtin. Die Polizei prüfe nun jede sichergestellte Waffe individuell.
Der Bingumer Ortsvorsteher Sönke Eden (SPD) hat eigenen Angaben zufolge erst durch den Anruf der Redaktion von dem Polizeieinsatz erfahren. Er lobt das Engagement des Hinweisgebers und die Konsequenz der Polizeibeamten. „Ich bin froh, dass die Gefahr durch diese Waffen gebannt ist“, sagt Eden.