Corona-Pandemie
Volle Kraft bei Booster-Impfungen
Die Corona-Lage spitzt sich wieder zu. Die Bestellung von Impfstoff benötigt aber einen zweiwöchigen Vorlauf. Das muss schneller gehen.
Welcher Arzt, welches mobile Impfteam soll heute verlässlich sagen können, wie viel Impfstoff in zwei Wochen benötigt wird? Genau das aber macht das momentan extrem unflexible und schwerfällige Bestellsystem nötig. Sowohl die Arztpraxen als auch die mobilen Teams müssen ihren Impfstoff mit einem 14-tägigen Vorlauf ordern.
Angesichts der steigenden Corona-Infektionen und der corona-bedingten Einweisungen in Krankenhäuser aber haben wir keine Zeit zu verlieren. Da kann es nicht angehen, dass zwischen Bestellung und Lieferung ein halber Monat liegt. Andere Arzneimittel sind in Deutschland schließlich auch innerhalb weniger Stunden oder zumindest von einem auf den anderen Tag verfügbar, wenn sie vor Ort nicht vorrätig sind.
Hier muss Tempo rein, müssen bürokratische Hürden beiseitegeschafft und die Lieferketten überarbeitet und gestrafft werden. Außerdem dürfen die Arztpraxen mit den so wichtigen Auffrischungsimpfungen insbesondere für ältere und vorerkrankte Menschen nicht alleine gelassen werden. Darüber hinaus gehören mehr mobile Impfteams auf die Straße – und es ist völlig unverständlich und ein schwerer Fehler, dass das Land Niedersachsen nicht einmal über die Wiedereröffnung von Impfzentren nachdenkt, sondern diese Option kategorisch ausschließt.