Regionalliga-Titelrennen Jeddeloh beantragt keine Lizenz für die 3. Liga
Die Ammerländer spielen eine herausragende Saison, haben als Vierter noch Meisterschaftschancen. So begründet der Verein seinen Entschluss, keine Unterlagen beim DFB eingereicht zu haben.
Jeddeloh - Der SSV Jeddeloh hat keine Lizenz für die 3. Liga beantragt. Das gab der Tabellenvierte der Fußball-Regionalliga Nord am Dienstagvormittag, 3. März, bekannt. „So groß der sportliche Erfolg ist, so klar müssen wir auch die Rahmenbedingungen benennen. Als kleiner Dorfverein stehen wir aktuell vor strukturellen Herausforderungen, die einen Schritt in die 3. Liga nicht zulassen“, so der SSV.
Bis zum 2. März konnten die Vereine eine Lizenzantrag beim DFB stellen. Tabellenführer SV Meppen, SV Drochtersen/Assel (2.) und VfB Oldenburg (3.) reichten die Lizenz-Unterlagen dagegen ein. Der Nord-Meister steigt diese Saison direkt auf, ohne Umweg über Aufstiegsspiele. „Der Brand unserer Sporthalle und der für uns so wichtigen Nebengebäuden vor fast anderthalb Jahren sowie der sehr schleppende Wiederaufbau haben unsere Infrastruktur stark beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass unsere Arena die umfangreichen Anforderungen der 3. Liga in keiner Weise erfüllen kann. Ein dauerhafter Umzug in ein anderes Stadion wäre organisatorisch, logistisch und wirtschaftlich nur sehr schwer zu realisieren. Darüber hinaus wären die wirtschaftlichen Risiken enorm“, teilte der SSV mit.
Neue Regionalliga das Ziel
„Darüber hinaus wären die wirtschaftlichen Risiken enorm. Nicht nur eine Saison in der 3. Liga könnte den Verein nachhaltig gefährden – bereits das Stellen des Lizenzantrages ist mit einem zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwand verbunden, der für den SSV Jeddeloh II aktuell kaum zu stemmen ist. Diese Entscheidung ist daher kein Mangel an sportlichem Ehrgeiz, sondern Ausdruck von Verantwortung gegenüber unserem Verein.“
Der Verein wolle die Strukturen weiter professionalisieren, die Bedingungen Schritt für Schritt verbessern. Dabei steckt sich der Verein ein realistischeres Ziel für die nahe Zukunft. Sollte der DFB bei der angestrebten Regionalliga-Reform aus fünf Staffeln vier machen, will auch der SSV eines von 80 Teams sein, das dann weiter in der vierthöchsten deutschen Spielklasse dabei ist. Und diese Saison will der Klub so weit wie möglich vorne landen.