Wirtschaft  Leeraner Softwareunternehmen Orgadata ändert Namen

| | 12.01.2026 15:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Noch steht Orgadata am Firmengebäude auf der Leeraner Nesse. Foto: Klaus Ortgies/Archiv
Noch steht Orgadata am Firmengebäude auf der Leeraner Nesse. Foto: Klaus Ortgies/Archiv
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Seit knapp einem Jahr gehört das Leeraner Softwareunternehmen Orgadata zur Forterro-Gruppe. Das hat jetzt auch Auswirkungen auf den Namen und die Außendarstellung.

Leer - Im November 2024 wurde bekannt, dass das Leeraner Softwareunternehmen Orgadata vom europaweit agierenden Unternehmen Forterro übernommen wird. Im März 2025 lag auch die Genehmigung der Behörden vor. Die Übernahme wurde vollzogen. Der Name Orgadata blieb – bis jetzt. Orgadata heißt künftig Forterro. Das teilt das Softwareunternehmen aus Leer am Montag, 12. Januar 2026, mit.

„Der andere Name steht für die Zugehörigkeit zu dem international tätigen Softwareanbieter Forterro und wird nun schrittweise im Außenauftritt sichtbar“, heißt es. Dazu zählen unter anderem die Gestaltung der Produkte, die Kommunikation, die Website sowie die Präsenz am Standort.

„Beide Seiten ergänzen sich hervorragend“

Die Orgadata AG wurde 1999 in Leer gegründet. Mehr als 600 Beschäftigte sind an 24 Standorten weltweit tätig. Orgadata entwickelt und liefert Software für den Fenster-, Türen- und Fassadenbau. „2025 hat deutlich gemacht, dass sich beide Seiten hervorragend ergänzen“, blickt Bernd Hillbrands, Vorstandsvorsitzender von Orgadata, laut der Mitteilung auf das erste gemeinsame Jahr zurück. „Es hat sich schnell eine starke Gemeinschaft entwickelt – mit dem Höhepunkt unserer großen We-are-one-Party im Sommer bei uns im Leeraner Zollhaus.“

Marcus Pannier, Regional President Central Europe bei Forterro (links), und Bernd Hillbrands, Vorstandsvorsitzender von Orgadata, gaben im November 2024 die neu gegründete Sparte Forterro Windows & Doors bekannt. Foto: Orgadata
Marcus Pannier, Regional President Central Europe bei Forterro (links), und Bernd Hillbrands, Vorstandsvorsitzender von Orgadata, gaben im November 2024 die neu gegründete Sparte Forterro Windows & Doors bekannt. Foto: Orgadata

Die Entwickler der Fensterbau-Software Logikal blieben mit mehreren Hundert Mitarbeitenden in Leer ansässig. Bernd Hillbrands bleibe dem Unternehmen ebenfalls erhalten und verantwortet bei Forterro den Geschäftsbereich für digitale Lösungen im Fenster-, Türen- und Fassadenbau mit Zentrale in Leer, heißt es weiter.

Forterro-Gruppe ein führender Softwareanbieter für die Industrie

Der neue Name und der veränderte Außenauftritt sollen laut Mitteilung ein deutliches Signal senden: „Wir sind Teil eines einheitlichen Unternehmens mit gemeinsamen Ressourcen und einer klaren Vision“, so Hillbrands. Für Kunden, Mitarbeitende und Partner stehe dabei vor allem Verlässlichkeit und Kontinuität im Vordergrund.

Mehrere Hundert Beschäftigte hat Orgadata. Foto: Klaus Ortgies/Archiv
Mehrere Hundert Beschäftigte hat Orgadata. Foto: Klaus Ortgies/Archiv

Die Forterro-Gruppe hat sich eigenen Angaben zufolge seit der Gründung 2012 zu einem der führenden Softwareanbieter für die Industrie entwickelt. Das Unternehmen besteht aus mehreren kleineren Firmen. Von mehr als 40 Standorten in ganz Europa aus stellten mehr als 1600 Beschäftigte Software-Lösungen für mehr als 13.000 Industrieunternehmen bereit.

Man wolle weiterhin in regionalen Netzwerken aktiv sein

Forterro stehe für Investitionskraft, internationale Vernetzung und verlässliche Perspektiven, heißt es jetzt in der Mitteilung des Unternehmens. Diese Grundlage stärke den Standort Leer und schaffe Möglichkeiten für neue Impulse: „Wir verbinden unsere tiefgreifende Branchenerfahrung mit zusätzlichen Kompetenzen von Forterro“, erklärt Hillbrands. „So können wir Investitionen beschleunigen und unsere Lösungen konsequent weiterentwickeln. Das ist ein wichtiger Schritt für nachhaltiges Wachstum.“

Orgadata ist in regionalen Netzwerken aktiv, unter anderem im Software-Netzwerk Leer. Der Verein befasst sich seit 2011 mit digitalen Themen in der Region, kooperiert mit Schulen und will jungen Menschen den Weg in die Informatik ebnen. „Daran wird das Unternehmen künftig anknüpfen“, heißt es weiter. „Unter dem Namen Forterro bleibt es das, was es für viele in Leer seit Jahren ist: ein verlässlicher Arbeitgeber, ein wirtschaftlicher Impulsgeber und ein aktiver Teil des gesellschaftlichen Lebens.“

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