Sportgericht verhandelt Ärger um Spielabsage – Ihlow klagt Uplengen an
Anfang November wurde das Ostfrieslandliga-Spitzenspiel nach der Remelser Hallensperrung und Regenfällen vom VfB abgesagt. Spitzenreiter Ihlow vermutet auch andere Hintergründe. Das „stinkt“ dem VfB.
Ostfriesland - Auf dem Fußballplatz begegneten sich der VfB Uplengen und Eintracht Ihlow in der Fußball-Ostfrieslandliga diese Saison noch nicht. Genau das sorgt nun aber für ein „Treffen“ vor dem Sportgericht des Fußballkreises Ostfriesland. An diesem Donnerstagabend, 8. Januar, verhandelt dieses in einer mündlichen Verhandlung in Hesel einen Protest von Tabellenführer Ihlow. Der war mit den Umständen der Spielabsage am Sonntag, 2. November, nicht einverstanden, wie er auf Anfrage unserer Zeitung am Donnerstagmittag durch den 1. Vorsitzenden Bernd Emkes erklärte. „Wir finden, dass das Ganze vom Sportgericht geklärt werden muss. Wir haben uns etwas verarscht gefühlt, um es mal umgangssprachlich zu sagen.“ Offiziell ist die Partie für Sonntag, 22. Februar 2026, vom Staffelleiter neu angesetzt.
Das war passiert: Wenige Tage vor dem Duell der beiden Aufstiegsaspiranten sperrte der Landkreis Leer die Sporthalle in Remels bis auf weiteres aufgrund diverser Mängel für sämtlichen Schul- und Sportbetrieb. Der VfB Uplengen nutzt die Kabinen und Sanitäranlagen auch für die Fußballer, die auf dem direkt angrenzenden Kunstrasenplatz hauptsächlich ihre Spiele austragen. „Wir haben daraufhin das Spiel dann auf unseren B-Platz, einen Rasenplatz, verlegt“, berichtet VfB-Fußballobmann Heino Müller. Der B-Platz mit eigenen Umkleiden sei einen langen Fußweg entfernt vom Kunstrasenplatz. „Wir hätten am Kunstrasenplatz auch keine Sanitäranlagen für die erwarteten bis zu 300 Zuschauer gehabt“, sagt Müller. Zur Toiletten-Thematik sagt Ihlows Vorsitzender Bernd Emkes: „Das kann aber kein Grund sein, dass ein Spiel ausfallen muss. Dann muss man den Zuschauern vorher Bescheid geben.“
Die Goosmann-Thematik
Letztlich konnte die Partie auch nicht auf dem B-Platz stattfinden. Nach Regenfällen in der Nacht vor dem Spiel sei der Platz nicht bespielbar gewesen, so der VfB. „An dem besagten Wochenende fielen einige Spiele in Ostfriesland aus. Wir waren nicht die einzigen“, so Müller.
Die Ihlower sind wegen der Gesamtumstände der Absage angefressen und gehen deshalb den Weg vors Sportgericht. VfB-Leistungsträger Matthias Goosmann wäre in dem Topspiel gelbgesperrt gewesen. Indirekt stellen die Ihlower auch einen Zusammenhang mit der Spielabsage her. „Samstag wurde uns noch gesagt der Platz sei in einem hervorragenden Zustand und Sonntag kam dann die Absage. Auch auf unser Angebot eines Heimrechttausches ist man nicht eingegangen“, sagt Ihlows Vorsitzender Bernd Emkes.
Dazu sagt Heino Müller: „Es war ein Spiel der Hinserie. Wir sind nicht dazu verpflichtet, das Heimrecht zu tauschen. Wir sind auch stinkig, dass wir uns wegen der Spielabsage nun vor dem Sportgericht treffen und diese Vorwürfe im Raum stehen.“