Firrel mit Mini-Kader Esens verpasst Titel gegen Jeddeloh knapp
Beim Hallenevent in Wilhelmshaven verlor der TuS das Endspiel gegen den SSV knapp. In der Vorrunde sah es anders aus. Bei Titelverteidiger Firrel mussten Spieler von einem Turnier in Leer nachreisen.
Wilhelmshaven - 800 Euro Siegprämie aus Wilhelmshaven wären am Samstag, 3. Januar 2026, im dritten Jahr in Folge fast nach Ostfriesland gegangen. Nachdem 2024 und 2025 Fußball-Landesligist Grün-Weiß Firrel das Hallenevent des WSC Frisia Wilhelmshaven gewonnen hatte, war diesmal der Ligakonkurrent TuS Esens ganz nah dran. Erst im Endspiel wurden die Esenser vom SSV Jeddeloh gestoppt. Mit 2:1 setzten sich die Ammerländer durch, die mit einer Mischung aus Männer-Regionalliga- und U19-Mannschaft antraten. Als „Trost“ für den TuS gab es immerhin 500 Euro für Platz zwei.
GW Firrel kam für den Titel-Hattrick vor 800 Zuschauern in der Nordfrost-Arena, der Heimat der Drittliga-Handballer, nicht infrage. Die Firreler gingen nach kurzfristigen Absagen und aufgrund der parallel stattfindenden Kreismeisterschaften in Leer mit einem Mini-Kader ins Rennen. Um überhaupt antreten zu können, beendeten Julian Bennert und Lukas Koch das Kreismeisterschaftsturnier in Leer nach der Vorrunde am Samstagnachmittag vorzeitig, stiegen ins Auto und fuhren ins 70 Kilometer entfernte Wilhelmshaven.
Nur sechs Firreler
Dort begann das Turnier um 18 Uhr – eine Stunde später stand für Firrel das erste Spiel gegen Frisia Wilhelmshaven (Bezirksliga) an. Wenige Minuten vor dem Anpfiff erhielten Torwart Felix Bohe, Henning Röbke, Michael Olbrys und Arif Özsimsek die erhoffte Verstärkung. Aus vier Firrelern wurden sechs. Mit nur einem Auswechselspieler schlug sich Grün-Weiß beim 3:3 gegen Frisia und 0:0 gegen den VfL Oldenburg II (Bezirksliga), der von Landesliga-Akteuren verstärkt wurde, noch passabel. Doch das 1:2 gegen die A-Junioren von Frisia (Landesliga) bedeutete das Ende aller Halbfinal-Träume.
Daran änderte auch das abschließende 8:2 gegen FC Ezidxan Wilhelmshaven nichts. Das Team aus der 2. Kreisklasse war wenige Stunden vor Turnierbeginn kurzfristig für Germania Wiesmoor eingesprungen. Der ostfriesische Bezirksligist verzichtete aufgrund der Witterungslage auf eine Anreise und Teilnahme.
Esenser Weg ins Finale
Viel besser als für GW Firrel lief es für den TuS Esens, der mit drei Siegen und einem abschließenden Remis gegen den Ostfrieslandligisten TuS Strudden (2:2) souverän die Gruppe A gewann. Zuvor gab es ein 3:1 gegen Frisia Wilhelmshaven II (Kreisliga), 5:2 gegen TuS Sillenstede (1. Kreisklasse) und ein überraschendes 4:0 gegen den SSV Jeddeloh. Der TuS Strudden wurde mit sieben Punkten Dritter in der Gruppe.
Im Halbfinale besiegte Esens nach Treffern von Luca Janssen und Frank Til den VfL Oldenburg II 2:1. Im Finale führte der TuS durch Sam Stainbank 1:0 gegen das Jeddeloher Team um Max Wegner, das die Partie aber noch drehte. Für den TuS Esens spielten Jarik Heyen (Tor), Finn Rosenboom (2 Tore), Frank Til (3 Tore), Brian Behrens (1), Luca Janssen (5), Justin Dombrowski (2), Sam Stainbank (2) und Isaiah Stainbank (1).