Tor-Video ging viral  Von „Stern“ bis „Bild“ – alle feiern einen Leeraner

| | 09.12.2025 15:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Wasem Al-Ali spielt bei den E-Junioren des VfR Heisfelde. Foto: DPA
Wasem Al-Ali spielt bei den E-Junioren des VfR Heisfelde. Foto: DPA
Artikel teilen:

Ganz Deutschland berichtet über das Fallrückzieher-Traumtor und Video vom Neunjährigen. Wir trafen uns nach einer aufregenden Woche mit dem Heisfelde-Kicker und seinem Trainer. Mit Video.

Heisfelde - Wenn Cristiano Ronaldo das Video von Wasem Al-Ali sehen würde, hätte der Superstar sicher seine wahre Freude am Treffer des neunjährigen Fußballers aus Ostfriesland. „Ich habe mir das mit dem Fallrückzieher in Videos von Cristiano Ronaldo abgeschaut“, sagt der Drittklässler beim Treffen mit unserer Zeitung und seinem Trainer Jan-Niklas Eickels. Eine Woche ist vergangen, seitdem der Clip vom Fallrückzieher-Traumtor des E-Jugend-Fußballers des VfR Heisfelde das Internet erreichte und zum viralen Volltreffer wurde.

Der Screenshot vom Video zeigt den Moment, als Wasem Al-Ali zum traumhaften Fallrückzieher ansetzt.
Der Screenshot vom Video zeigt den Moment, als Wasem Al-Ali zum traumhaften Fallrückzieher ansetzt.

Im Millionen-Bereich dürfte die Klick-Zahl für d as Video zum Traumtor im Finale des Hallenturniers in Wiesmoor am Sonntag, 30. November, längst liegen. Zunächst ging der Clip, den Co-Trainerin Nathalie Pauls von der Tribüne gedreht hatte, über die Social-Media-Kanäle von Jan-Niklas Eickels und den VfR Heisfelde viral. Und dann ging medial die Post ab. Erst regional – auch bei uns – und über diverse Internetportale oder Social-Media-Kanäle wie die vom Niedersächsischen Fußball-Verband.

Ganz Deutschland berichtet

Als dann die Deutsche Presse-Agentur am vergangenen Mittwoch nach Heisfelde reiste, nahm die Geschichte vom neunjährigen Fußball-Traumtorschützen auch eine bundesweite Dynamik an. Dutzende Medienhäuser, Zeitungen und Zeitschriften aus der ganzen Republik veröffentlichten vor allem online die DPA-Geschichte. Vom Bodensee bis zur Ostsee. Vom Ruhrgebiet bis in die Lausitz. Ob „Bild“, „Stern“ oder „FAZ“: Überall tauchte Wasem Al-Ali mit seinem Traumtor und dem Video auf, in dem er mit dem Rücken zum Tor stehend aus rund zehn Metern den Ball sensationell im Torwinkel versenkt.

Die DPA drehte auch noch einen Videobeitrag, den einige Fernsehsender zeigten. „Mein Handy stand gefüllt keine Minute mehr still. Das war schon eine Wahnsinnswoche für den Verein, für den Jungen, für mich als Trainer. Ein unfassbarer Moment, den wir alle nicht mehr vergessen werden“, sagt Trainer Jan-Niklas Eickels, der selbst auch bei NDR2 ein Radio-Interview geben musste.

Ansteckendes Lächeln

Wasem Al-Ali kam vor etwa vier Jahren mit seiner Familie aus Syrien nach Deutschland und schließlich nach Leer. Hier begann er beim VfR Heisfelde mit dem Fußballspielen und lernte bei seinem Hobby und nach der Einschulung in der Grundschule schließlich auch die deutsche Sprache. „Am Anfang war es noch etwas schwer“, sagt der Drittklässler.

Wasem Al-Ali kam vor vier Jahren nach Deutschland. Foto: DPA
Wasem Al-Ali kam vor vier Jahren nach Deutschland. Foto: DPA

Im Gespräch mit unserer Zeitung und seinem Trainer ist er manchmal verständlicherweise etwas schüchtern. Aber wenn es um den Fußball und sein Tor geht, kommt immer wieder sein großes und ansteckendes Lächeln durch. Was die Mitschüler, Lehrer und Freunde zu seinem Tor gesagt hätten? „Krass“, sagt der Neunjährige und älteste von drei Geschwistern. Sein Vater sei auch oft bei den Spielen und Turnieren dabei. Das Tor hat auch ihn stolz gemacht und die ganze Familie: „Meine Mutter hat es auch zu den Verwandten nach Syrien geschickt“, sagt der Traumtorschütze.

Noch ein Wunsch

Das Tor beim Hallenturnier in Wiesmoor zum 1:0 im Finale gegen den ESC Geestemünde II sorgte schon in der Sporthalle für Aufsehen und tosenden Applaus auf der Tribüne. „Schlitzohr“ Wasem hatte es in der Vergangenheit immer mal wieder versucht, einmal sogar schon per Fallrückzieher getroffen. Aber dieser Treffer nun war noch schöner, wie auch sein Trainer sagt. „Ich habe im Fallen gesehen, dass er reingeht“, sagt Wasem Al-Ali.

Beim Turnier in Wiesmoor feierte Wasem Al-Ali mit seinem Team und Trainer Jan-Niklas Eickels den Turniersieg. Foto: Privat
Beim Turnier in Wiesmoor feierte Wasem Al-Ali mit seinem Team und Trainer Jan-Niklas Eickels den Turniersieg. Foto: Privat

Nach dem großen Hype freut sich der Neunjährige mit seiner Mannschaft nun auf weitere Turniere und wieder etwas Ruhe. Einen großen Wunsch hat der Drittklässler aber noch, wie sein Trainer Jan-Niklas Eickels verrät: „Wasem würde sich natürlich freuen, wenn sein Vorbild Cristiano Ronaldo das Video von dem Fallrückziehertor mal sehen würde.“

Ähnliche Artikel