Strahlende Kinderaugen Leeraner Citylauf wird wieder einmal zum Rekordlauf
Fast 2300 Teilnehmer erreichten das Ziel in den verschiedenen Wettbewerben. Den ganzen Sonntag war die Innenstadt eine „Rennstrecke“, besonders für Kinder. Ein Lehrer durfte sich über zwei Siege freuen.
Leer - Der Citylauf in Leer hat sich nach dem Emder Matjeslauf zum zweitgrößten Tageslauf in Ostfriesland entwickelt. Den zweiten Platz verteidigte die vor allem bei Kindern und Jugendlichen so beliebte Veranstaltung am Sonntag eindrucksvoll – und mal wieder mit einem neuen Rekord. 2622 Meldungen waren eingegangen. Ins Ziel kamen am Sonntag, 21. September, 2275 Läuferinnen und Läufer. Beide Zahlen sind Bestwerte in der langen Citylauf-Geschichte.
„Es hat alles wieder wunderbar geklappt. Wir sind sehr zufrieden und glücklich“, sagte Rüdiger Barten vom BSV Bingum, der den Stadtlauf zum neunten Mal nacheinander wieder liebevoll und perfekt organisiert hatte. Die Differenz zwischen Anmeldungen (2622) und Startern (2275) von fast 350 sei nicht ungewöhnlich, so Barten. Dieses Phänomen gibt es auch bei anderen Laufveranstaltungen. Krankheiten, Arbeit oder andere Verpflichtungen sorgen dafür, dass manche doch nicht an dem Tag zu Cityläufern werden. Und mancher schafft es dann doch nicht immer ins Ziel. „Das kann bei den Kindern natürlich auch mal vorkommen“, so Barten.
Lehrer siegt doppelt
Davon gibt es bei dem Stadtlauf sehr, sehr viele. 1474 Kindergartenkinder, Schüler und Schülerinnen gingen über 1,1 Kilometer (Jahrgang 2018 und jünger) und die doppelte Distanz bei den Teenyläufen (Jahrgang 2013 bis 2017) an den Start. Ab 11 Uhr gehörte die „Rennstrecke“ in der Innenstadt bei den verschiedenen Wettbewerben ihnen. Am späten Nachmittag folgten dann noch der 5- und abschließend der 10-Kilometer-Lauf – hier erreichten insgesamt 801, meist Erwachsene das Ziel. „Die Teilnehmerzahl von fast 600 über die fünf Kilometer war auch eine neue Bestmarke“, so Rüdiger Barten.
Bei den Frauen siegten Rebekka Gerdes aus Wilhelmshaven (VfL Wolfsburg) über fünf Kilometer (18:22 Minuten) und Frauke Buntjer (TV Bunde) über zehn Kilometer (42:51 Minuten). Bei den Männern gab es vergangenes Jahr einen Doppelsieg von Tammo Oldigs (Concordia Ihrhove). Der Ossiloop-Sieger verzichtete diesmal auf einen Start. Sein Nachfolger über die fünf Kilometer war mit Simon Krull ein Lokalmatador. Der Lehrer des Teletta-Groß-Gymnasiums lief nach 16:52 Minuten ins Ziel ein. Es war nicht sein einziger Sieg. Mit dem TGG-Team „Turbine TGG“ gewann er auch die Teamwertung. Zum dritten Mal in Folge wurde die Schule Stadtmeister. „Nun dürfen sie den Pokal behalten und wir müssen einen neuen kaufen“, so Barten. Über die zehn Kilometer setzte sich der Niederländer Rene Smith in 35:19 Minuten durch.
Die Teampreise
Beim Nachwuchs werden auch nochmal extra Teampreise ausgelobt. Dabei geht es nicht um Zeiten, sondern um Begeisterung. Je mehr Schüler und Schülerinnen einer Schule starten, desto größer die Gewinnchance. „Der 1. Platz bekommt 150 Euro, der 2. Rang 100 Euro und der 3. Platz 50 Euro“, so Barten.
Insgesamt wurden so 900 Euro ausgeschüttet. In der Stadtwertung siegte wieder mal die Grundschule Bingum mit einer Beteiligung von 69 Prozent – 51 der 74 Grundschüler machten mit. Es folgten die Ludgeri und die Plytenberg-Schule. In der Landkreis-Wertung hatte die Grundschule Warsingsfehn Ost mit 44 Prozent die Nase vorn (56 von 126 Schülern), vor den Grundschulen aus Veenhusen und Holtland. Bei den Kindergärten setzte sich die Einrichtung „Kunterbunt“ die Krone auf. 32 von 42 Kindern machten mit (74 Prozent). Über Geldpreise freuten sich noch die „Rasselbande“ und Pagels Kindergarten.
Von 7 bis 20 Uhr
Rüdiger Barten betonte den großen Zusammenhalt beim BSV Bingum, der dieses Laufereignis erst immer möglich macht. Zum Haupt-Organisationsteam würden sieben Personen zählen.
„Am Citylauf-Tag helfen dann 80 bis 100 Ehrenamtliche aus dem Verein. Das ist richtig klasse“, so Barten. Deren Tag begann für die ersten um 7 Uhr mit dem Aufbau und endete für die letzten nach dem Abbau und einem gemeinsamen Grillen gegen 20 Uhr.