Kurz vor WM  Ostfriese Henrik Janssen rückt der Weltelite immer näher

| | 02.09.2025 15:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Henrik Janssen
Henrik Janssen
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Der Norder Diskuswerfer zeigte beim Diamond-League-Finale in Zürich eine starke Leistung. Der Abstand zu Platz zwei war äußerst gering.

Zürich/Norden - Der Ostfriese Henrik Janssen rückt der Weltspitze im Diskuswerfen immer näher. Das zeigte sich auch beim Finale der Diamond-League in Brüssel. Im Kreise der besten Diskuswerfer der Welt fehlte dem Norder, der mittlerweile in Potsdam lebt, nicht einmal ein Meter zu Platz zwei. Janssen belegte letztlich mit 66,37 Metern Rang sechs. Das Resultat stimmte den Hünen von der Nordsee aber nicht wirklich zufrieden. „Platz sechs ist nicht das, was ich erwartet habe, aber es haben nur 90 Zentimeter zu Platz zwei gefehlt.“

Die Unzufriedenheit über eine durchaus passable Platzierung zeugt vom neuen Selbstbewusstsein des Ostfriesen. In den vergangenen Jahren hinkte er als Achter oder Neunter immer vier, fünf oder sechs Meter hinter der Weltelite hinterher. In diesem Jahr hat er mit konstant großen Weiten den Anschluss hergestellt und will noch mehr. „Ich bin dran und hoffe, dass der Ausrutscher nach oben nun bei der WM in Tokio kommt.“ Über eine Weite von mehr als 66 Metern hätte der 27-Jährige in der Vergangenheit mächtig gejubelt. 2025 ist solch eine Leistung bei ihm zur Normalität geworden. Weil die Scheibe nicht noch weiter Richtung 70-Meter-Marke segelte, musste sich Janssen mit dem sechsten Rang begnügen und noch einmal den Favoriten den Vortritt lassen. Es siegte der Litauer Mykolas Alekna mit 68,89 Metern vor dem Slowenen Kristjan Ceh (67,18 Metern). Die Weite des Slowenen wäre auch für den Ostfriesen mit einem perfekten Versuch möglich gewesen.

Vielleicht hat Henrik Janssen bei der WM-Generalprobe aber noch nicht alles gezeigt und hebt sich den großen Wurf für den Saisonhöhepunkt auf. Am Sonntag fliegt er mit dem Nationalteam nach Tokio, wo vom 13. bis 21. September die Medaillen bei den Weltmeisterschaften vergeben werden. Mit dem richtigen Feinschliff, ein wenig Glück und perfekter Technik ist dort vielleicht ja sogar die erste WM-Medaille für einen Leichtathleten aus Ostfriesland möglich.

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