Colak zweiter Vorsitzender Vorstand von Germania Leer mit einigen neuen Gesichtern
Germania Leer hat sich neu aufgestellt. Auf der Jahreshauptversammlung am Montagabend wählten die Mitglieder einstimmig den neunköpfigen Vorstand. Zum Vorsitzenden wurde Ferhat Özdemir gewählt.
Leer - Germania Leer geht mit einem neuen Vorstand die kommenden Aufgaben an. Auf der Jahreshauptversammlung am Montagabend wurden einige neue Gesichter in das neunköpfige Gremium für die nächsten zwei Jahre gewählt. Erstmals seit 2018 richtete der Mehrspartenverein wieder eine Mitgliederversammlung aus. An die Spitze wählten die rund 30 Mitglieder Ferhat Özdemir. Der bisherige zweite Vorsitzende wird von Erhan Colak vertreten, der in der vergangenen Spielzeit noch die erste Herrenmannschaft trainierte und derzeit auch als Sportlicher Leiter der Bezirksliga-Mannschaft fungiert. Michael Zimmermann, der dem Verein bisher vorstand, ist nun Schriftführer.
Der Vorstand setzt sich nun zusammen aus: Ferhat Özdemir (1. Vorsitzender), Erhan Colak (2. Vorsitzender), Michael Zimmermann (Schriftführer), Necmettin Celik (Jugendwart), Sebastian Kroll (Sozialwart), Lutz Fiedler (Spartenleiter Fußball), Arnd Watzema (Kassenwart), Natalie Pauls und Jan Onken (beide Beisitzer). Bis auf Jan Onken (Leichtathletik) setzt sich auch der neue Vorstand des Gesamtvereins komplett aus der Fußball-Abteilung zusammen.
Özdemir erklärt Verspätung
„Zunächst war es coronabedingt, warum wir keine Versammlung durchgeführt haben. Danach haben wir uns sehr schwer getan, neue Mitglieder für das Ehrenamt zu gewinnen. Daher haben wir erst in diesem Jahr wieder eine Jahreshauptversammlung durchführen können“, versuchte sich Ferhat Özdemir, der als zweiter Vorsitzender und starker Mann schon bisher die Geschicke des Klubs leitete, mit einer Erklärung für die jahrelange Verspätung.
Einen Verein wie Germania Leer ehrenamtlich zu führen, sei eine Mammutaufgabe, so Özdemir. Daher freute sich sein Stellvertreter Erhan Colak, dass auch neue Mitglieder für den Vorstand gewonnen werden konnten und dieser auch stark verjüngt wurde. „Viele Alt-Germanen haben zuletzt immer wieder ihr Interesse bekundet, sich verstärkt zu engagieren, dann aber doch noch einen Rückzieher gemacht“, so Özdemir. Daher habe er sich dazu entschlossen, auch weiterhin an vorderster Front mitzumachen. Schon als F-Jugendlicher habe er das Germania-Trikot getragen, der Verein liege ihm weiterhin stark am Herzen.
Mitglieder meldeten sich in der Redaktion
Einige Mitglieder meldeten sich im Laufe der Woche in der Redaktion, dass sie von dem Termin der Jahreshauptversammlung keine Kenntnis gehabt hätten. Eine Leserin fragte am Montag noch eigens nach, ob der Termin denn auch wirklich stimme. Der Verein hatte im Vorfeld fristgerecht Ende Juli mit einer Zeitungsanzeige zur Mitgliederversammlung eingeladen. Auf übliche Kommunikationsmaßnahmen über die Homepage oder die sozialen Netzwerke wurde aber verzichtet. „Der Termin war vielen bekannt, wir haben es neben der Anzeige auch über die Abteilungen in den Verein kommuniziert“, äußerten sich Özdemir und Colak zur Kritik.
Erfreuliche Finanzzahlen wurden laut Özdemir den Mitgliedern präsentiert. Der Verein sei schuldenfrei und schreibe schwarze Zahlen. Zudem kündigte er an, dass der Klub in Kürze einen neuen Hauptsponsor präsentieren könne, der auch Namenssponsor des Hoheellern-Stadions werden soll. Neben der Fußball-Abteilung präsentierten auf der Jahreshauptversammlung laut Colak noch die Box- und die Leichtathletik-Abteilung ihre Jahresberichte, die Sparten Judo und Karate hatten sich entschuldigt.
Weitere Neuzugänge denkbar
Klar, dass sich die Fußballer Özdemir und Colak auch intensiv mit der Zukunft der Bezirksliga-Fußballer befassen. Am letzten Wochenende feierte die Mannschaft von Neu-Trainer Jan-Niklas Eickels mit dem 4:1-Erfolg beim Aufsteiger TuS Hinte nach drei Niederlagen in Folge den ersten Saisonsieg. „Da uns bekanntlich fünf Spieler in der Vorbereitung nach Zusage noch verlassen haben, mussten wir improvisieren, um konkurrenzfähig zu sein. Vielleicht wird sich bis zum 1. September auch noch etwas tun“, meinte Erhan Colak vor der Partie am Sonntag in Larrelt. Da sich die Personalsituation weiterhin entspannt, geht er davon aus, dass er auch nicht selber wieder die Fußballschuhe schnüren wird wie zuletzt noch beim Dreier in Hinte.