Neuzugang aus Sambia  Ex-Profi sieht Wiesmoorer 3:0-Sieg bei Germania Leer

| | 03.08.2025 19:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das ist das 1:0 für Germania Wiesmoor: Janek Swyter (Zweiter von links) steht goldrichtig, die Leeraner Kevin Böse (ganz links) und der ansonsten starke Kay Gijsen kommen zu spät. Torhüter Florian Demhartner hatte keine Abwehrchance. Fotos: Lohmann
Das ist das 1:0 für Germania Wiesmoor: Janek Swyter (Zweiter von links) steht goldrichtig, die Leeraner Kevin Böse (ganz links) und der ansonsten starke Kay Gijsen kommen zu spät. Torhüter Florian Demhartner hatte keine Abwehrchance. Fotos: Lohmann
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Das Germanen-Duell war eine klare Sache für Wiesmoor. Deutlich mit 3:0 behielten die Blumenstädter in Leer die Oberhand. Die Leeraner hatten einen Neuzugang aus Sambia in der Startelf.

Leer - Aufmunternde Worte vom Ex-Profi, ein strahlender Neu-Trainer bei Germania Wiesmoor: Im Germanen-Duell am ersten Spieltag der Fußball-Bezirksliga tanzten am Ende die Wiesmoorer nach einem hochverdienten 3:0-Erfolg in Leer. Nach einem großen Umbruch bei beiden Mannschaften im Sommer stellte sich vor der Partie die große Frage, wer diesen zum Start besser meistern würde. Die Antwort war eindeutig.

„Das haben die Jungs heute super gemacht. Wir haben in der Kette gut verschoben und mit Nico Pallasdies einen super Anführer gehabt“, freute sich Wiesmoors Trainer Timo Pohling über den Start nach Maß. „Wir haben uns heute Morgen gesagt, das kleine gallische Dorf fährt nach Rom, genauso wollten wir spielen. Unser Ziel war es, fünf, sechs Nadelstiche pro Halbzeit zu setzen. Dass es dann so gut klappt, war dann auch überraschend“, gab Pohling zu.

Nur selten konnte sich Kassem Mdayhli durchsetzen.
Nur selten konnte sich Kassem Mdayhli durchsetzen.

Edward Mwale kam erst am Samstag

Germania Leer hatte noch einen weiteren Neuzugang in der Startformation. Mit Edward Mwale stand ein defensiver Mittelfeldspieler in der Anfangself. Wie Leers Sportlicher Leiter Erhan Colak erklärte, sei der Spieler aus Sambia erst am Samstag angereist und stand ohne Training gleich in der Startelf. In den Anfangsminuten stand Wiesmoor sehr kompakt. Die Gastgeber hatten vor rund 150 Zuschauern zwar mehr Ballbesitz, allerdings fanden die Leeraner überhaupt keine Mittel, um sich gegen die kampfstark agierenden Wiesmoorer Chancen zu erspielen. Mit den ersten Ecken näherten sich die Gäste dann dem Leeraner Gehäuse. Nach einer Standardsituation rappelte es dann erstmals.

Germania Leer: Demhartner, Gijsen, Böse, Wellnitz (46. Eden), Taneni, Mwale, Godwin, Slacki, Mdayhli, Cebula (80. Abdalla), Alabdullah (66. Klapp).

Germania Wiesmoor: Rahmann, Oejen, Schott, Pallasdies (69. Trinh), Eschen, Swyter, Schoon, Otto, Leerhoff, Aden (69. Meyer), Maness (75. Vieler).

Tore: 0:1 Swyter (26.), Pallasdies (42.), 0:3 Leerhoff (59.).

Nico Pallasdies beförderte das Leder mit einem ganz weiten Einwurf in den Leeraner Strafraum. Der Ball tupfte noch einmal auf, auch über Abwehrboss Kevin Böse. Janek Swyter stand goldrichtig und spitzelte den Ball unhaltbar an Leers Torhüter Florian Demhartner vorbei ins Netz. Kurz vor der Pause kam es noch besser für die Gäste. Nach einem Leeraner Fehlpass im Aufbauspiel ging es schnell, Nico Pallasdies setzte sich noch gegen seinen Gegenspieler durch und schloss sehenswert mit einem ebenfalls unhaltbaren Flachschuss in die lange Ecke zur 2:0-Halbzeitführung ab.

Groß war der Jubel bei Germania Wiesmoor.
Groß war der Jubel bei Germania Wiesmoor.

Mit einem Leeraner Feuerwerk gerechnet

„Nach dem Wechsel hatten wir mit einem Feuerwerk von Leer gerechnet, das haben sie zum Glück nicht so hinbekommen. Wir konnten also unser Ding durchspielen“, atmete Pohling spätestens nach dem dritten Treffer auf. Wieder war die Ausgangssituation ein langer Einwurf von Nico Pallasdies, diesmal sprintete Fabian Leerhoff an der Leeraner Abwehr vorbei und erzielte die Entscheidung (59.).

Leers Trainer Jan-Niklas Eickels freute sich über den Besuch seiner Eltern Angelika und Konrad. Conny Eickels ist ehemaliger Bundes- und Zweitligaspieler. Foto: Herzog
Leers Trainer Jan-Niklas Eickels freute sich über den Besuch seiner Eltern Angelika und Konrad. Conny Eickels ist ehemaliger Bundes- und Zweitligaspieler. Foto: Herzog

„Jetzt müssen wir erst einmal durchatmen, das war sehr enttäuschend für uns. Es war eine verdiente Niederlage, Wiesmoor hat uns alles abverlangt, die Gäste waren zweikampfstärker und aggressiver. Aus meiner Sicht waren wir heute nicht reif genug. Die Treffer nach den Einwürfen dürfen nicht passieren, da fehlte auch noch die Abstimmung“, meinte ein enttäuschter Leeraner Trainer Jan-Niklas Eickels.

Ex-Profi Conny Eickels mit Aufmunterung

Sein Vater und Ex-Profi Conny Eickels, der auf Familienbesuch in Leer weilte, verabschiedete sich mit positiven Worten in Richtung Düsseldorf. „Aller Anfang ist schwer. Und wenn Du meine Hilfe brauchst, ziehe ich mir noch einmal das Trikot über“, meinte er augenzwinkernd. Neue Trikots werden die Leeraner noch brauchen, denn wie Sportchef Erhan Colak erklärte, sollen spätestens in zehn Tagen noch weitere Verstärkungen hinzukommen.

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