Sonntag gegen Firrel Ostfriesland-Cup – Mühlenbrock köpft Wallinghausen ins Finale
Der Ostfriesland-Cup-Sieger von 2023 greift erneut nach dem Titel. Der SV Wallinghausen setzte sich im zweiten Halbfinale am Donnerstagabend gegen den TuS Middels mit 1:0 (0:0) durch.
Wallinghausen - Der SV Wallinghausen folgt GW Firrel ins Finale des Ostfriesland-Cups. Im zweiten Halbfinale behielt Wallinghausen im Heimspiel gegen den TuS Middels vor knapp 300 Zuschauern mit 1:0 (0:0) die Oberhand. Siegtorschütze Jasper Mühlenbrock freut sich schon aufs Endspiel: „Ich stand bei meinem Treffer einfach goldrichtig. Ich glaube, wie wir uns hier heute alle vor der Wahnsinnskulisse den Hintern aufgerissen haben, darauf können wir richtig stolz sein. Ich hoffe, dass wir mit der gleichen Leistung am Sonntag gegen Firrel spielen und dem Favoriten vielleicht ein bisschen Paroli bieten können.“
Die erste Halbzeit verlief insgesamt gesehen recht verhalten, beide Mannschaften erspielten sich nur selten gute Möglichkeiten. Bei Wallinghausen lief nach vorne zunächst nur sehr wenig zusammen. Die Gäste aus Middels hatten in der 24. Minute die erste nennenswerte Szene. Kedin Muwenge tauchte plötzlich alleine vor SVW-Keeper Philip Grensemann auf, sein Schuss ging allerdings genau auf den Torhüter. Zwei Minuten später schnappte sich Lucas Freese den Ball, der Freistoß aus gut 25 Metern ging aber auch am Wallinghausener Tor vorbei.
Spieldaten
SV Wallinghausen: Grensemann, Ahlers, Bogena (58. Conde), Alberts (44. Konda), Günsel (73. Ackermann), Dahlke, Mühlenbrock, Kramer, Bender, Toufaili, Genske (56. Janßen).
TuS Middels: Hamud, Freese, Muwenge (73. Schmauder), Abgodoh, Edu, Michael (80. Tam), Rasim (86. Sokoli), Tierbach, Kübler, Omar, Grünjes.
Tore: 1:0 Mühlenbrock (66.).
Rote Karte: Tierbach (65./TuS Middels)
Rote Karte für Tierbach
Interessanter wurde es dann schon in der zweiten Halbzeit. Zunächst sah Dimitri Tierbach (65./TuS Middels) nach einer Notbremse als letzter Mann an Joel Janßen die Rote Karte. Der Führungstreffer für die Gastgeber fiel dann aber doch sehr glücklich. TuS-Torhüter Ali Malla Hamud verschätzte sich böse, Jasper Mühlenbrock sagte danke und köpfte Wallinghausen (66.) zur 1:0-Führung. In der Schlussphase hätte Wallinghausen bei zwei Großchancen alles klar machen können, es blieb aber beim 1:0-Sieg. Im großen Finale des Ostfriesland-Cups erwartet GW Firrel am Sonntag (18 Uhr) nun den SV Wallinghausen.
„Es war ein umkämpftes und hitziges Spiel, normal für ein Derby. Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser sind wir geworden, daher war es aus meiner Sicht ein verdienter Sieg. Wenn wir unsere Konter in der Schlussphase noch etwas konsequenter ausspielen, hätten wir die Partie schon früher entscheiden können. Chapeau an die Mannschaft, eine reife Leistung“, freute sich SVW-Trainer Max Beccard über den Einzug ins Finale.
So sieht es Tobias Ryl
„Für mich war entscheidend, dass wir aus unserer Überlegenheit in der ersten Halbzeit keine zielführenden Torchancen erarbeiten konnten. Man hatte das Gefühl, dass eine Szene das Spiel entscheiden könnte. Die Rote Karte kam dann leider auch unnötigerweise“, so Middels-Coach Tobias Ryl.