Nach Rückzug von fünf Klubs So soll es bei Eintracht Emden ab Sommer weitergehen
Der Jugendförderverein hat intensive Monate hinter sich. Die drei verbliebenen Stammvereine blicken nun optimistisch in die nahe Zukunft. Für diese haben sie nun erste Fakten geschaffen.
Emden - Beim JFV Eintracht Emden geht es im Sommer weiter – trotz des Abschiedes von fünf der acht Stammvereine. „Wir sind zuversichtlich für die Zukunft“, sagte Eintracht Vorsitzender Thomas Sprengelmeyer auf Nachfrage. Zuvor hatte die Eintracht offiziell verkündet, mit welchen Teams man ab dem Sommer an den Start geht.
Anfang des Jahres hatten zunächst Blau-Weiß Borssum und kurz darauf SF Larrelt, Frisch Auf Wybelsum, TB Twixlum und SV Petkum ihren Rückzug für den Sommer angekündigt. Die Vereine wollten ihren Jugendfußball ab der C-Jugend wieder ganz alleine (BW Borssum) oder in anderen Spielgemeinschaften (JSG Emden-West) organisieren und fortsetzen. Die Zukunft des ganzen Konstrukts Eintracht stand dabei auf dem Spiel.
Drei Vereine bleiben
Doch die verbleibenden Vereine SuS Emden, Amisia Wolthusen und FT 03 Emden haben nach vielen Gesprächen nun Fakten für die nahe Zukunft präsentiert. Eintracht Emden wird in der kommenden Saison mit einer B-Junioren-Mannschaft und einer C-Junioren-Mannschaft am Punktspielbetrieb teilnehmen. „Beide Teams sind sowohl personell, als auch vom Coaching sehr gut aufgestellt. Besonders glücklich zeigen sich die Vereine über die jeweiligen Trainerteams. Jedem Team stehen drei qualifizierte und lizenzierte Übungsleiter zur Verfügung“, heißt es in einer Pressemitteilung. In der C-Jugend gibt es sogar internationale Unterstützung. Der ukrainische Kriegsflüchtling Aleksandre Medvedev wird Teil des Trainerteams der C-Jugend. Laut Eintracht hat der 31-Jährige in seiner Heimat auch in höheren Ligen gespielt.
„Durch die Reduzierung der Stammvereine erfolgt eine deutliche Verschlankung der Strukturen. Die Stammvereine binden sich verstärkt in die Jugendarbeit mit ein und sorgen so für die gewünschte Identifikation ihrer Jugendlichen sowohl zum JFV als auch zu den Heimatvereinen“, teilte die Eintracht mit.
Die Sportplatz-Situation
Auch finanziell stehe das Konstrukt auf sicherem Fundament. Beiden Teams stehen vier Rasenplätze und ein Kunstrasenplatz für den Spiel-und Trainingsbetrieb zur Verfügung. „Der Pachtvertrag mit dem Stadtsportbund für den Kunstrasenplatz läuft noch bis Mitte 2028“, sagt Vorsitzende Thomas Sprengelmeyer. Auch die im Sommer austretenden Vereine werden den Kunstrasen weiter nutzen können, wie Sprengelmeyer auf Nachfrage mitteilte. Sie würden auch weiterhin ihre finanziellen Anteile zahlen. Die Lichtverhältnisse auf dem Kunstrasenplatz würden durch den Bau einer neuen Flutlichtanlage optimiert und somit die Energiekosten gesenkt werden.
In dieser Saison geht die Eintracht mit acht Stammvereinen mit einer A-Jugend, einer B-Jugend, drei C-Jugend-Teams und zwei Juniorinnen-Teams (C- und B) an den Start. In der nächsten Saison geht es nun mit einer C und einer B weiter. „Mittelfristig hoffen wir natürlich auch wieder auf eine A-Jugend“, sagt Thomas Sprengelmeyer, der auch von einem „Gesundungsprozess“ spricht und die Neuaufstellung auch als Chance sieht. In diesem Jahr sollen auch noch Vorstandswahlen stattfinden. Dafür gebe es laut der Eintracht aus auch ausreichend Kandidaten.