Sanierung geplant Weitere Straßen in der Leeraner Weststadt werden ausgebaut
Die Weststadt von Leer ist ein Sanierungsgebiet. Nach und nach werden Straßen, aber auch Gebäude erneuert. Jetzt wurden die Pläne für zwei weitere Straßen vorgestellt.
Leer - Die Weststadt von Leer wird nach und nach saniert. Seit ein paar Jahren fließen dafür Fördermittel in den Bereich zwischen Ubbo-Emmius-Straße, Stadtring und Heisfelder Straße. So werden Straßen erneuert und auch für die Sanierung von Gebäuden steht Geld zur Verfügung. In diesem Jahr erfolgt beispielsweise der Ausbau der Torumer Straße, der Wynhamer Straße, der Dollartstraße und der Enno-Ludwig-Straße. Für zwei weitere Straßen wurden jetzt die Planungen vorgestellt: den Königskamp und die Olthaverstraße.
Königskamp
Der Königskamp ist eine Sackgasse, die nur für die Anlieger frei ist. Durch einen Geh-/Radweg ist er mit der Ohthaverstraße verbunden und wird häufig von Fußgängern und Radfahrern als Verbindung von der Weststadt zur Ubbo-Emmius-Straße und den dort befindlichen Einkaufsmöglichkeiten genutzt, schildert die Stadtverwaltung die Lage. Der Vorschlag ist nun, die Fahrbahn auf einer Breite von 5,50 Metern zu asphaltieren. An vier Stellen solle rotes Pflaster zur optischen Auflockerung benutzt werden. Das gilt auch für die Entwässerungsrinnen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit soll auf 30 Stundenkilometer reduziert werden. Zwei Pflanzbeete sollen zudem die Fahrbahn einengen. Auf einen Gehweg wird zugunsten von Grünflächen verzichtet. Das Kanalnetz solle durch besonders versickerungsfähigen Boden entlastet werden.
Olthaverstraße
Die Olthaverstraße befindet sich in einer Tempo-30-Zone. Wegen des Stadtbusses ist zwischen dem Hermann-Tempel-Ring und dem Pastorenkamp eine 5,50 breite Fahrbahn vorgesehen. Im übrigen Bereich bis zum Hermann-Lange-Ring soll sie 5 Meter breit sein. Dort solle dadurch den vorhandenen Bäumen der nötige Raum gegeben werden, begründet dies die Stadt. Hinzu komme eine 2,50 Meter breite Nebenanlage. Der hinter den Bäumen verlaufende Gehweg werde in einer Breite von 1,80 Meter erneuert.
Eine abwechselnde Anordnung von Parkflächen auf der einen oder anderen Seite der Fahrbahn solle dafür sorgen, dass langsam gefahren werden müsse. Diese Intention werde auch durch eine platzähnliche Gestaltung in den Kreuzungsbereichen verfolgt. Die Befestigung der Fahrbahn und der Nebenanlagen solle analog zu den bereits sanierten Straßenzügen mit rotem und grauem Betonsteinpflaster erfolgen.
Der bestehende, mit Schotter befestigte, etwa 1,80 Meter breite Geh-/Radweg zwischen der Ohlthaverstraße und dem Königskamp wird mit grauem Betonsteinpflaster befestigt. Die Breite beträgt zukünftig 2,50 Meter.
Sonstige Planungen und Beschluss
Die Anlieger wurden laut der Verwaltung bei Begehungen mit einbezogen. Dadurch seien beispielsweise die Anzahl der Pflanzbeete im Königskamp reduziert worden. Neben den Straßen wird auch die Beleuchtung auf LED umgestellt. Die Mitglieder des Ausschusses für Energie, Klima, Umwelt und Verkehr (EKUV) haben diesem Vorentwurf zur Sanierung und Umgestaltung der beiden Straßen einstimmig zugestimmt. Auch der Verwaltungsausschuss stimmte im Anschluss zu. Das Kanalnetz werde von den Stadtwerken per Inliner-Verfahren erneuert, das heißt, dass die alten Rohre von innen abgedichtet werden, hieß es in der EKUV-Sitzung.
Verfügungsfond der Weststadt
Im vergangenen Jahr wurde auf Vorschlag der Verwaltung die Bürgerbeteiligung in der Weststadt umgestellt. Der Runde Tisch und die Sanierungskommission wurden abgeschafft, stattdessen sollen die Anlieger jeweils anlassbezogen einbezogen werden. Um Maßnahmen, Projekte und Aktionen innerhalb der Weststadt zu fördern, wurde die Einrichtung eines Verfügungsfonds beschlossen. Damit können beispielsweise Projekte zur Stärkung von Beteiligung, Selbsthilfe und Eigenverantwortung von Bewohnerinnen und Bewohner sowie Projekte zur Verbesserung des Freizeitangebotes oder zur Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders finanziell unterstützt werden, so die Verwaltung. Der Zuschuss beträgt maximal 2000 Euro.
Bisher wurden die Entscheidungen zum Verfügungsfonds von der Sanierungskommission gefällt – nach Vorstellung im Runden Tisch und Abgabe eines Votums des Rundes Tisches, erläutert die Verwaltung. Für diesen Verfügungsfond soll jetzt ein neues Gremium gegründet werden. In diesem sollen der Verein Weststadt, der Förderverein Pagels’ Garten, der Förderverein der Plytenbergschule und gegebenenfalls weitere Vereine, die sich für die Bevölkerung des Stadtteils engagieren, jeweils eine Stimme haben. Beschlüsse sollen mit einfacher Mehrheit gefasst werden. Die Antragstellung erfolge weiterhin über die Stadt Leer beziehungsweise das Sanierungsmanagement.