Stürmer muss sich gedulden  Warum Nikky Goguadze gerade keine Rolle spielt

| | 23.04.2025 17:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nikky Goguadze schmiss beim Testspiel gegen FC Twente Enschede verärgert sein Trikot weg. Fotos: Imago
Nikky Goguadze schmiss beim Testspiel gegen FC Twente Enschede verärgert sein Trikot weg. Fotos: Imago
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Nach seinem tollen Start beim Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück stand Nikky Goguadze zuletzt fünfmal in Folge nicht im Kader. Ein Auftritt vor gut einem Monat gefiel seinem Trainer überhaupt nicht.

Osnabrück - Das Drehbuch war ja eigentlich schon viel zu kitschig, um wahr zu sein. Im Winter wurde der große Traum von Nikky Goguadze Wirklichkeit. Der niederländische Angreifer, der in der Vergangenheit unter anderem auch für Germania Leer, GW Firrel und Kickers Emden auflief, entschied sich zu einem Wechsel vom Fußball-Regionalligisten Bremer SV zum abstiegsbedrohten Drittligisten VfL Osnabrück und unterschrieb einen Profi-Vertrag ligenunabhängig bis Ende der Saison 2026. In der Regionalliga Nord war er bis zum Winter der überragende Torjäger, erzielte insgesamt 18 Treffer und liegt mit seiner Quote immer noch hinter Omar Sillah (Hamburger SV II, 20 Tore) auf dem zweiten Platz.

Goguadze flog auch gleich mit den Osnabrückern Anfang des Jahres ins Trainingslager nach Alicante und durfte sich in den ersten Meisterschaftspartien direkt über Kurzeinsätze in einigen Partien freuen und erhielt gute Kritiken. Seinen ersten ganz großen Auftritt hatte der 26-jährige Angreifer dann am 15. Februar, als er beim 5:1-Auswärtssieg der Osnabrücker beim direkten Konkurrenten Hannover 96 II gleich zwei Treffer beisteuern konnte.

Was war passiert?

Auch in den folgenden Partien kam er hin und wieder zum Einsatz, doch nach einer Einwechslung in der 66. Minute im Derby gegen Arminia Bielefeld am 15. März fand sich Goguadze danach fünfmal in Folge auf der Tribüne wieder und stand auch nicht mehr im Kader. Was war passiert? Bei einem Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten kurz nach der Bielefeld-Partie am 19. März konnte Goguadze die Vorgaben von Trainer Marco Antwerpen offenbar überhaupt nicht umsetzen.

Nach einem 0:0 nach 45 Minuten wurde Goguadze zur zweiten Halbzeit eingewechselt und nach 23 Minuten direkt wieder ausgewechselt. „Wenn wir mit einem Spieler nicht mehr so zufrieden sind und er die Dinge nicht so auf den Platz bringt, wie wir es gerne haben möchten, müssen wir einem anderen Spieler die Chance geben“, sagte Trainer Marco Antwerpen damals gegenüber der NOZ zur frühen Auswechslung von Goguadze.

Nikky Goguadze möchte sich wieder in den Kader kämpfen.
Nikky Goguadze möchte sich wieder in den Kader kämpfen.

Danach nicht mehr im Spieltagskader

Seit dieser Partie stand Goguadze nicht mehr im Kader. Das mag natürlich auch damit zusammenhängen, dass die Osnabrücker sehr erfolgreich spielten, sich mittlerweile auf Platz 13 (45 Punkte) vorkämpften und mittlerweile schon sechs Zähler Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz haben. Derzeit gibt es für Trainer Marco Antwerpen keinen Grund, am erfolgreichen Kader etwas zu ändern. Auch wenn der VfL über keinen Toptorjäger im Angriff verfügt, vertraut Antwerpen derzeit in der Startformation auf Marcus Müller und Lars Kehl, von der Bank kommen im Laufe des Spiels dann häufig Joel Zwarts und Ba-Muaka Simakala.

Für Goguadze dürfte die aktuelle Lage kein Grund sein, den Kopf in den Sand zu stecken. Der fitte Stürmer wird im Training versuchen, sich wieder aufzudrängen. Vielleicht bekommt er im Abstiegskampf ja schon bald die nächste Chance, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Weiter geht es für den VfL Osnabrück am Sonntag auf dem Tivoli beim direkten Konkurrenten Alemannia Aachen.

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