Statement veröffentlicht  Henning Rießelmann geht nicht zum SV Meppen

| | 16.04.2025 17:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Henning Rießelmann (links) und Stefan Emmerling könnten auch in der kommenden Saison weiterhin zusammenarbeiten. Fotos: Doden, Emden
Henning Rießelmann (links) und Stefan Emmerling könnten auch in der kommenden Saison weiterhin zusammenarbeiten. Fotos: Doden, Emden
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Kickers Emden atmet auf. Henning Rießelmann wird nicht zum SV Meppen wechseln. Der Sportliche Leiter erklärte in einer Mitteilung, dass er verschiedene Optionen geprüft habe.

Emden - Die Fußball-Interessierten in Ostfriesland stellten sich dieser Tage die bange Frage: Wie geht es beim Fußball-Regionalligisten Kickers Emden in der neuen Saison weiter? Geht die Ehe zwischen Henning Rießelmann und dem BSV möglicherweise sogar zu Ende und wechselt er zum Liga-Konkurrenten SV Meppen?

Diese Spekulationen hat der Unternehmer aus Dinklage am späten Mittwochnachmittag in einer Mitteilung beendet: „In den letzten Wochen habe ich mir viele, auch sehr intensive Gedanken gemacht. Es gab Gespräche und verschiedene Optionen. Aber eines steht für mich fest: Ein Vereinswechsel ist für mich keine Option. Wenn es weitergeht, dann nur in Emden. Und daran arbeiten wir gerade alle zusammen.“ Auch die Mannschaft und Fans hätten in seinen Überlegungen eine wichtige Rolle gespielt: „Wir haben eine tolle Mannschaft – sportlich als auch menschlich. Die Jungs, unsere Fans als auch die Region haben es sich verdient, dass es hier in Emden weitergeht.“

Lob von Meppener Verantwortlichen

Auch durch die Aussagen der Meppener Verantwortlichen rissen die Spekulationen um Rießelmann nicht ab. Sowohl Vorstandssprecher Andreas Kremer als auch Sportvorstand Heiner Beckmann lobten Rießelmann in den höchsten Tönen. Dieser nutzte die letzten Tage offenbar dazu, sich noch einmal genauer Gedanken über seine Zukunft zu machen. Wie er nun selber in seinem Statement bestätigte, gab es Gespräche und demnach wohl auch die Möglichkeit, beim SV Meppen als Sportlicher Leiter einzusteigen. Nun also seine Entscheidung gegen den SV Meppen und für einen Verbleib bei Kickers Emden.

Nils Janzen (links) tauschte sich am Mittwoch mit dem Kickers-Vorstand aus.
Nils Janzen (links) tauschte sich am Mittwoch mit dem Kickers-Vorstand aus.

Am Mittwochmittag gab es einen Termin zwischen dem Kickers-Vorstand (Hendrik Poppinga, Eckhard Sanders) sowie Nils Janzen (Marketingleiter des BSV), der Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH werden soll und hauptberuflich Director Marketing in der Firma „Onside“ von Henning Rießelmann ist. Zudem war mit Thimo Brockhaus (Director Finance & Controlling) noch der Finanzfachmann mit dabei, Rießelmann selber konnte an diesem Termin nicht persönlich teilnehmen, wurde aber teilweise dazugeschaltet.

Ausstieg wäre eine „Katastrophe“ gewesen

„Wir sind noch einmal alle Punkte gemeinsam durchgegangen und arbeiten jetzt daran, dass wir nach der Ausgliederung gut zusammenarbeiten“, meinte Nils Janzen nach dem Gespräch. Auch Kickers-Vorsitzender Hendrik Poppinga lobte die gute Gesprächsatmosphäre. „Ein Ausstieg von Henning Rießelmann wäre für uns eine Katastrophe gewesen. Daher sind wir natürlich überglücklich, dass er weiterhin mit uns an einer positiven Zukunft von Kickers arbeiten wird.“

Klar dürfte aber auch sein, dass die Unsicherheit und Spekulationen um die Zukunft nicht spurlos am Vorstand vorübergegangen sind und für schlaflose Nächte gesorgt haben dürften. Denn obwohl der Spielbetrieb offiziell noch nicht ausgegliedert ist, läuft er praktisch schon über Rießelmann und seine Mitarbeiter. Das fängt beispielsweise beim Ticketingsystem oder der Webseite an und hört bei Spieler- und Sponsorenverträgen auf.

Kickers Emdens Vorstandchef Hendrik Poppinga ist erleichtert über die Entscheidung von Henning Rießelmann
Kickers Emdens Vorstandchef Hendrik Poppinga ist erleichtert über die Entscheidung von Henning Rießelmann

Einen „Plan B“ in der Tasche

Wie es ohne Rießelmann in der Regionalliga hätte weitergehen können, wäre völlig unklar gewesen. In seiner Mitteilung lässt sich Rießelmann aber weiterhin noch ein Hintertürchen für einen Ausstieg offen. Ein Vereinswechsel sei keine Option mehr. „Wenn es weitergeht, dann nur in Emden.“ Damit bezieht er sich wohl auf die von ihm bis Mai geforderte Ausgliederung.

Dieses Thema liegt weiterhin beim Oberlandesgericht in Oldenburg. Sollte sich das noch etwas hinziehen, gibt es aber auch einen „Plan B“. „Auch den haben wir durchgesprochen. Die Entscheidung ist gut für den gesamten Fußball in Ostfriesland“, freute sich Poppinga.

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