Sinneswandel beim Coach Klukowski und Wallinghausen gehen getrennte Wege
Fußball-Bezirksligist SV Wallinghausen benötigt ab dem Sommer einen neuen Trainer. Coach Jerzy Klukowski bleibt nun doch nicht, einen Kandidaten als Nachfolger hat der Vorstand schon im Auge.
Wallinghausen - Nach nur einer Spielzeit endet die Zusammenarbeit zwischen Fußball-Bezirksligist SV Wallinghausen und Trainer Jerzy Klukowski. Am Sonntag hatte der Coach den Vorstand informiert, dass er ab dem Sommer nicht mehr zur Verfügung stehen werde. „Ich gehe überhaupt nicht im Groll, das sind alles super Jungs. Aber hier in Wallinghausen haben wir eine Studentenmannschaft. Ich kann mit dieser Spontanität nicht gut umgehen“, erklärt Klukowski seine Beweggründe. Nach der Hinrunde lag Wallinghausen noch in der erweiterten Spitzengruppe, zuletzt gab es einige schwache Vorstellungen, darunter am letzten Freitag eine 2:5-Niederlage bei TuRa 07 Westrhauderfehn.
„Kurz danach bekomme ich die Nachricht, dass drei Spieler kurzfristig in den Urlaub fliegen. Klar, wer viel lernt und studiert, braucht dann auch seine Auszeiten, als ehrgeiziger Trainer nehme ich solche Entscheidungen aber auch mit nach Hause“, so Klukowski. Ihm sei auch klar, dass er den Verein nicht ändern könne und wolle. Teilweise sei auch die Trainingsbeteiligung nicht so gewesen, wie er sich das vorgestellt hätte. Jetzt hat er sich zum Ziel genommen, mit der Mannschaft mit einigen Siegen noch einen ordentlichen Abschied hinzulegen. Ob er im Sommer eine neue Aufgabe übernehmen wolle, könne er noch nicht sagen. „Die Gespräche mit dem Vorstand waren super, es ist ein toller Klub. Ich habe hier in Wallinghausen auch viel gelernt“, meinte Klukowski. Vor wenigen Wochen hatte er noch erklärt, auch über den Sommer hinaus in Wallinghausen trainieren zu wollen. Nun kam dann doch der Sinneswandel.
Das sagt der Vorstand
Völlig überrascht zeigten sich die Verantwortlichen darüber nicht. „Wir sind ein Dorfverein, das wird auch immer so bleiben. Die Spieler haben bei uns große Freiheiten, damit muss man umgehen können“, erklärte Jannes Hagena, Sportlicher Leiter des Klubs. Es sei schon durchgeklungen, dass Klukowski mit der ein oder anderen Struktur seine Probleme hatte. Wie es ab dem Sommer auf der Trainerposition nun weitergehen kann, ist noch nicht entschieden.
Der Vorstand hat sich bereits mit dem Mannschaftsrat, zu dem Julian und Kilian Ahlers, Jasper Mühlenbrock, Marvin Dahlke und Bent Bogena gehören, zusammengesetzt. „Bei uns werden solche Entscheidungen immer gemeinsam getroffen. Wir haben schon einen Kandidaten im Auge. Klar ist, dass wir wieder einen Trainer mit Wallinghausener Stallgeruch verpflichten möchten“, erklärte Hagena gegenüber der Redaktion.