Nach Esens-Spiel  Trotz Sperre gecoacht? Trainer Claudio Casto erneut gesperrt

| | 03.04.2025 15:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Claudio Casto (Zweiter von rechts) stand während der Partie gegen Esens hinter der Bande und sprach mit seinen beiden Co-Trainern. Fotos: Doden/Emden
Claudio Casto (Zweiter von rechts) stand während der Partie gegen Esens hinter der Bande und sprach mit seinen beiden Co-Trainern. Fotos: Doden/Emden
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Aurichs Coach Claudio Casto erhielt nach der 0:4-Niederlage gegen den TuS Esens in der Fußball-Bezirksliga eine erneute Sperre. Der Trainer geht in die Berufung, ob er am Sonntag coachen darf, ist offen.

Aurich - Der Aufstiegszug scheint für die SpVg Aurich in der Fußball-Bezirksliga nach dem 0:4 im Heimspiel gegen Tabellenführer TuS Esens abgefahren zu sein. Bei nun zehn Punkten Rückstand benötigen die Auricher schon ein kleines Fußball-Wunder. Und die schlechten Nachrichten für die Sportvereinigung reißen nicht ab. Denn Trainer Claudio Casto wurde nach dem Spiel gegen den TuS Esens erneut gesperrt, diesmal für zwei Bezirksliga-Partien.

Der Hintergrund: Der nach seiner Roten Karte aus dem Pewsum-Spiel bereits gesperrte Trainer hielt sich nicht an das Coaching-Verbot, wie Staffelleiter Frank Schulte gegenüber unserer Redaktion erklärte. „Der Schiedsrichter hat das in seinem Bericht so vermerkt, daher erhielt Claudio Casto diesmal eine Sperre von zwei Spielen, zudem hat er einen kleinen Obolus zu entrichten.“

Zunächst war Casto auf der Tribüne

Zu Anfang der Partie verfolgte Casto das Spiel von der Auricher Tribüne aus. Während der ersten Halbzeit ging er hinunter und stellte sich neben seinen ebenfalls gelb-rot gesperrten spielenden Co-Trainer Milad Faqiryar hinter die Bande und verfolgte von dort aus die Partie, unmittelbar neben der Spielerbank. Zudem tauschte er sich auch während des Spiels mit seinem anderen Co-Trainer Lucas Löschen aus, der ansonsten an der Seitenlinie die Auricher betreute.

Casto hatte nach dem Spiel in Pewsum noch länger mit dem Schiedsrichter diskutiert und dafür nach der Partie die Rote Karte erhalten. Der Auricher Trainer ist sich nach dem Heimspiel gegen Esens keiner Schuld bewusst. „Ich stand ganz klar hinter der Bande, in der Kabine war ich auch nicht. Was soll ich bei einem 0:4 auch noch coachen? Ich habe gegen die Sperre Berufung eingelegt“, so Casto. Der Fall liegt nun beim Bezirkssportgericht, Vorsitzender ist Lennart Dornrieden.

Zu Beginn des Spiels verfolgte Claudio Casto das Spiel von der Tribüne aus.
Zu Beginn des Spiels verfolgte Claudio Casto das Spiel von der Tribüne aus.

Tipp von Staffelleiter Frank Schulte

Wie Schulte erläuterte, besagt die Spielordnung, dass ein gesperrter Trainer keine Coaching-Aufgaben wahrnehmen und in der Halbzeit nicht die Kabine betreten dürfe. „Auf dem Staffeltag sage ich den Vereinen immer, dass sich die Trainer am besten in einem Vereinsheim oder auf der von der Spielerbank gegenüberliegenden Tribüne aufhalten sollten. Zudem sollten die Trainer eine halbe Stunde vorher keinen Kontakt mehr zur Mannschaft haben“, so Schulte, wobei er künftig diesen Passus in der Spielordnung noch etwas genauer formulieren lassen möchte.

Dass ein Coaching-Verbot nicht komplett kontrolliert werden kann, ist auch Schulte klar. Zum Beispiel ist ja kaum zu überprüfen, ob zwischen gesperrtem Trainer und Co-Trainer per Mobiltelefon Nachrichten ausgetauscht werden. „Das ist uns auch klar, aber wir spielen ja auch nicht in der Bundesliga“, so Schulte.

Darf Casto in Holtriem coachen?

Noch unklar ist, ob Casto nun am Samstag beim Auswärtsspiel beim TuS Holtriem (15 Uhr) coachen darf oder nicht. Der Auricher Trainer geht davon aus, dass er so lange bis zum Verfahrensende auch an der Seitenlinie stehen darf. Bezirkssportrichter Lennart Dornrieden hatte am frühen Donnerstagnachmittag die Unterlagen noch nicht komplett vorliegen und wollte sich daher noch nicht konkret dazu äußern.

Sportlich steht am Wochenende das Spitzenspiel am Sonntag zwischen dem TuS Esens und dem SV Großefehn (14 Uhr) im Blickpunkt. Schon am Freitagabend geht es los mit dem Abstiegskampf, wenn Concordia Ihrhove den direkten Konkurrenten Germania Wiesmoor erwartet (20 Uhr) und TuRa 07 Westrhauderfehn auf den SV Wallinghausen trifft (20 Uhr).

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