Schaukel, Rutsche, Sandkasten Borkum bekommt einen weiteren Spielplatz
Der Planungs- und Bauausschuss hat sich dafür ausgesprochen, dass an der Boeddinghausstraße ein neuer Spielplatz entsteht. Dabei gingen die Meinungen in der Sitzung zunächst auseinander.
Borkum - Alle Kinder an Deck: Auf dem beliebten Spielplatz an der Deichstraße ist ein neues Klettergerüst in Form eines Holzschiffes errichtet worden. Darüber berichtete Stadtbaumeister Volker Hosemann jüngst im Planungs- und Bauausschuss. Kosten: rund 25.000 Euro.
Björn Leidheiser (CDU/Grüne) merkte an, das neue Spielgerät sehe „super“ aus; er warf aber die Frage auf, warum der übrige Teil so gelassen worden sei, wie er ist. Es sehe nicht schön aus, wenn etwa die alten Bänke weiter verwitterten. „Ich würde es für die Zukunft bevorzugen, dass, wenn man so etwas plant, man komplett den ganzen Bereich neu macht, damit es einheitlich neu aussieht“, so Leidheiser. Er könne dies verstehen, räumte Volker Hosemann ein. Der Stadt sei es aber wichtig gewesen, erstmal die großen Spielgeräte, die abgängig waren und weggenommen werden mussten, zu ersetzen.
Nicht geeignet für größere Anschaffungen
Während laut Stadtbaumeister bereits ab dieser Woche auch auf dem Spielplatz in der Kiebitzdelle ein neues Klettergerüst (Kosten etwa 24.000 Euro) aufgebaut werden soll, wird es in Zukunft im nördlichen Bereich einen weiteren Spielplatz geben – auf einem städtischen Eckgrundstück an der Boeddinghausstraße. Hier war die Verwaltung beauftragt worden, Vorschläge für eine Nutzung der laut Hosemann 320 Meter großen Fläche mit kleinen Spielgeräten vorzulegen.
Wie der Beschlussvorlage zu entnehmen ist, wurde dies mit drei Spielgeräte-Herstellern besprochen. Ergebnis: Die Bestückung mit einer Schaukel, einer Rutsche und einem Sandkasten ist möglich. „Für größere Anschaffungen ist die Fläche, auch aufgrund der notwendigen Sicherheitsabstände, nicht geeignet“, heißt es weiter. Die Verwaltung empfiehlt, die Ausstattung über die Firma Sauerland Spielgeräte zu beschaffen – „aufgrund der Optik und des günstigsten Angebotes“ (knapp 5800 Euro).
SPD-Antrag reicht ins Jahr 2012 zurück
Dem folgten die Ausschussmitglieder, ebenso dem generellen Beschluss, dass auf dem Grundstück überhaupt ein Spielplatz errichtet wird. Das kam etwas überraschend, war doch das Meinungsbild zu dem Vorhaben – vorausgegangen war ein SPD-Antrag aus dem Jahr 2012 und einer von der BfL Anfang 2024 – im Ausschuss keinesfalls einheitlich. Er halte es angesichts der prekären finanziellen Situation der Stadt und der Tatsache, dass man in absehbarer Zukunft einen Spielplatz in der Nähe geschenkt bekomme, für überflüssig, ließ Albertus Akkermann (SPD) wissen. Mit Letzterem spielte er auf Pläne des Investors Burkhard Walter an. Der will im Zuge des Neubaus einer Wohnanlage auf dem Gelände der alten Kuranstalt auch einen neuen Spielplatz errichten lassen. Wann genau, ist unklar.
Für ihn, ergänzte Björn Leidheiser (CDU/Grüne), sei das kleine Grundstück direkt an der Straße nicht als Spielort geeignet. Wenn man schon Geld ausgebe, könne man damit besser vorhandene Spielplätze aufwerten. Jens Thun (BfL) betonte indes, dass es bewusst ein Spielplatz für kleine Kinder werden solle. Überdies werde etwa die Deichstraße, an der der eingangs erwähnte Spielplatz liegt, weitaus mehr befahren. Und für die Spielgeräte gebe es durchaus Spielraum im Haushalt.
Gibt es Sponsoren für die Spielgeräte?
Während sich Leidheiser schließlich kompromissbereit zeigte, aber einen vernünftigen Vorschlag samt Visualisierung, wie der Spielplatz künftig aussehen wird, verlangte, erneuerte Dr. Monika Harms (CDU/Grüne) ihre Anregung aus dem Jahr 2012, sich nach möglichen Sponsoren für die Spielgeräte umzuschauen.