Unterwegs mit Hund  Was bei der Leinenpflicht auf Borkum zu beachten ist

| | 28.03.2025 06:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Dieser vierbeinige Borkum-Gast fühlt sich am Südstrand sichtlich wohl. Foto: Ferber
Dieser vierbeinige Borkum-Gast fühlt sich am Südstrand sichtlich wohl. Foto: Ferber
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Wer auf Borkum mit seinem Vierbeiner unterwegs ist, muss sich an einige Regelungen halten. Und das nicht nur während der nun anstehenden Brut- und Setzzeit. Ein Überblick.

Borkum/Landkreis Leer - Der Landkreis Leer hat kürzlich in einer Pressemitteilung auf die vom 1. April bis 15. Juli geltende Leinenpflicht für Hunde hingewiesen. Die gilt dann ebenso auf Borkum – wobei Menschen, die mit Vierbeinern auf der Insel unterwegs sind, auch zu anderen Zeiten einiges in Sachen Anleinen beachten müssen.

Welche Anleinregeln gelten für Hunde auf Borkum?

Laut Gefahrenabwehrverordnung der Stadt sind Hunde generell ganzjährig auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen anzuleinen. Darauf weist die Nordseeheilbad Borkum GmbH (NBG) auf ihrer Internetseite hin. Diese Regelung gelte ebenso an der Promenade sowie auf den Rad- und Wanderwegen. Weiter heißt es: „In der Ruhezone und Zwischenzone des Nationalparks (Zone 1 und 2) besteht eine ganzjährige Leinenpflicht. In der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli herrscht eine Leinenpflicht für Hunde in der freien Landschaft, also auch in der Erholungszone des Nationalparks (Zone 3 = Strandbereiche). Danach ist diese Regelung aufgehoben.“ Nur in den als Hundestrand oder Auslauffläche gekennzeichneten Bereichen dürfen Hunde, mit Ausnahme der Brut- und Setzzeit, frei herumlaufen.

Gerade in Wäldern sollte die Leine mit dabei sein. Symbolfoto: Pixabay
Gerade in Wäldern sollte die Leine mit dabei sein. Symbolfoto: Pixabay

Was hat es mit Anleinpflicht und Brut- und Setzzeit auf sich?

Dazu heißt es vom Landkreis Leer: „Wälder und auch die übrige freie Natur und Landschaft sowie Parks und Grünanlagen werden im Frühjahr zur Kinderstube für viele frei und wild lebende Tierarten. Streunende, wildernde oder auch nur stöbernde Hunde können in dieser Zeit zur tödlichen Gefahr insbesondere für Jungtiere werden, denn im Falle einer empfindlichen Störung stellen wildlebende Tiere vielfach die Versorgung ihres Nachwuchses ein.“

Auch schon ein weites Entfernen vom Besitzer auf Wegen könne zu einer Stressreaktion von Wildtieren führen, so der Landkreis. Hundehalter werden daher gebeten, in der Zeit vom 1. April bis 15. Juli ihre Vierbeiner im Wald, in der freien Natur und Landschaft, aber auch in innerstädtischen Parks und Grünanlagen nicht frei laufen zu lassen und besonders aufmerksam zu sein. Ausnahmen gelten unter anderem für Hunde, die zur rechtmäßigen Jagdaus­übung, als Rettungshunde oder von der Polizei eingesetzt werden.

Wer mit dem Hund unterwegs ist, sollte an die Leine denken. Symbolfoto: Pixabay
Wer mit dem Hund unterwegs ist, sollte an die Leine denken. Symbolfoto: Pixabay

Wer legt die allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit vom 1. April bis zum 15. Juli fest?

Das Niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung. Paragraf 33 verpflichtet „Personen in diesem Zeitraum dafür zu sorgen, dass ihrer Aufsicht unterstehende Hunde in der freien Landschaft nicht streunen oder wildern und nur noch angeleint in der freien Landschaft geführt werden“. Zur freien Landschaft, informiert der Landkreis weiter, gehören neben den Flächen des Waldes die der übrigen freien Landschaft, auch wenn die Flächen innerhalb bebauter Ortsteile liegen.

Wo gibt es Hundestrände auf Borkum?

An drei Stellen. Zum einen am Nordbad auf Höhe der Toiletten-Anlage in der Nähe des Trampolins, am Südbad im östlichen Teil auf Höhe der Greune Stee und im Abschnitt zwischen FKK-Strand und Aufgang Ostland. Wenn der Vierbeiner dort frei herumläuft, „kann es vorkommen, dass der Hund von seinem Insel-Erlebnis so fasziniert ist, dass er sich verläuft bzw. seinem Besitzer entläuft“, heißt es vom Tierschutzverein Borkum. Frei herum streunende Hunde würden bei der Polizei (Telefon 04922/91860) gemeldet und anschließend der Halter ermittelt.

Auch am Nordstrand dürfen sich Hunde in einem bestimmten Bereich aufhalten. Foto: Ferber
Auch am Nordstrand dürfen sich Hunde in einem bestimmten Bereich aufhalten. Foto: Ferber

Wo heißt es für Hunde auf Borkum: Wir müssen draußen bleiben?

Zu den Orten zählen nach NBG-Angaben das Gezeitenland, Schul-, Kinderspiel- und Bolzplätze; Badestrände, die nicht als Hundestrände ausgewiesen sind, sowie Restaurants und Geschäfte, die mit dem ECARF-Siegel als allergikerfreundlich gekennzeichnet sind.

Was gilt es mit Hund auf Borkum sonst noch zu beachten?

Wie die Stadt auf ihrer Homepage informiert, ist das Liegenlassen von Hundekotbeuteln, ebenso wie das Wegschnippen von Zigarettenkippen, gemäß Gefahrenabwehrverordnung verboten. „An zahlreichen Orten stehen weiße Boxen mit Hundebeuteln zur Verfügung. Die benutzten Beutel sollen aber nicht in der Landschaft oder bei den Tütenspendern abgelegt werden, sondern in öffentlichen Mülleimern oder im Hausmüll entsorgt werden“, teilt die NBG mit. Die Nicht-Entsorgung in einem Mülleimer stellt laut Stadt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

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