Übernahme durch Forterro Jetzt gibt es Neuigkeiten zum Verkauf von Orgadata
Der Leeraner Softwareanbieter Orgadata wird Teil des europaweit agierenden Unternehmens Forterro. Bislang standen die Genehmigungen noch aus. Das hat sich jetzt geändert.
Leer - Verkündet wurde die Übernahme bereits im November, jetzt ist sie auch ganz offiziell: Orgadata gehört ab sofort zum europaweit agierenden Unternehmen Forterro. Damit beginne ein neues Kapitel für das Leeraner Softwarehaus, heißt es in einer Mitteilung. Im Herbst hatte das Unternehmen angekündigt, künftig unter dem Dach von Forterro zu agieren – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. „Diese liegen nun vor“, teilen die Beteiligten mit.
Orgadata-Chef Bernd Hillbrands informierte die Belegschaft am Montag, 3. März 2025, über den erfolgreichen Abschluss der Akquisition. „Jetzt können wir endlich gemeinsam durchstarten, Planungen finalisieren und Entscheidungen treffen“, wird er in der Mitteilung zitiert. Er habe allen Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement und ihre Unterstützung auf diesem Weg gedankt.
Forterro übernimmt 100 Prozent der Anteile
Die Orgadata AG wurde 1999 in Leer gegründet. Mehr als 600 Beschäftigte sind an 24 Standorten weltweit tätig. Orgadata entwickelt und liefert Software für den Fenster-, Türen- und Fassadenbau. Der Vorstandsvorsitzende und Gründer Bernd Hillbrands hatte dieser Zeitung erklärt, dass er als Mehrheitsgesellschafter sowie die weiteren Gesellschafter ihre Anteile verkauft haben. Forterro halte damit 100 Prozent der Anteile. Wie viel Geld für die Übernahme bezahlt wurde, wollte der Vorstandsvorsitzende im November auf Nachfrage nicht sagen. Er erklärte aber, dass er künftig Minderheitsteilhaber an Forterro sein werde.
Für den europäischen Softwareanbieter Forterro stelle die erfolgreiche Akquisition der Orgadata AG einen „bedeutenden Meilenstein“ in der Expansion des Unternehmens in die Fenster-, Türen- und Fassadenbranche dar, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Transaktion folgt auf die kürzliche Übernahme der BM Group und erweitere Forterros Marktpräsenz im Bereich der Fenstersoftware erheblich.
Mehr als 1600 Beschäftigte bei Forterro
Die Gruppe hat sich eigenen Angaben zufolge seit der Gründung 2012 zu einem der führenden Softwareanbieter für die Industrie entwickelt. Das Unternehmen besteht aus mehreren kleineren Firmen. Von mehr als 40 Standorten in ganz Europa aus stellten mehr als 1600 Beschäftigte Software-Lösungen für mehr als 13.000 Industrieunternehmen bereit.
Mit der abgeschlossenen Übernahme werde Forterro nun offiziell Logikal, Orgadatas marktführende Software für die Konstruktion, Kalkulation und Produktion von Fenstern, Türen und Fassaden, in sein Softwareportfolio integrieren. Gleichzeitig stärke die Ergänzung durch die BM Group, den führenden Anbieter von Fenstersoftware in Großbritannien und Irland, Forterros Position als dominierender Anbieter in dieser Branche.
Bernd Hillbrands wird die Geschäftssparte leiten
„Dies ist ein spannendes neues Kapitel für Forterro“, sagte Marcus Pannier, Präsident aller Geschäftsbereiche von Forterro. Mit Orgadata und BM Group an Bord sei man nun „in der einzigartigen Lage, die Fenster- und Türenbranche mit erstklassiger Software-Technologie zu bedienen“. Es würden starke Synergien geschaffen, die die Digitalisierung und Effizienz für die Kunden vorantreiben würden.
Geleitet werde die gesamte Geschäftssparte Forterro Windows and Doors nach Abschluss der Orgadata-Transaktion von Bernd Hillbrands. Im Grunde bedeute es, dass er die gleiche Funktion wie bisher haben werde, hatte der Vorstandsvorsitzende im November erklärt. „Die Zentrale der Sparte wird in Leer sein und soll hier auch wachsen“, betonte er. Auch der steuerliche Sitz werde weiterhin in der Stadt sein. Ob allerdings der Name Orgadata erhalten bleibe werde erst in den kommenden Wochen geklärt, sagte Pressesprecher Andreas Meinders auf Nachfrage. Dies gelte auch für die Frage, wie stark sich der Leeraner Softwareanbieter weiterhin im Sponsoring von lokalen Vereinen und Veranstaltungen engagieren werde.
„Gemeinsam schaffen wir ein stärkeres und vernetzteres Ökosystem für die Fensterbranche“, wird Bernd Hillbrands zitiert. „Unser Ziel ist es, weiterhin Innovationen voranzutreiben und unseren Kunden die besten Werkzeuge zur Digitalisierung ihrer Arbeitsabläufe bereitzustellen – für mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit in einem sich stetig wandelnden Markt.“