Neuer Job in Aussicht? Zuidema über Goguadze-Einladung und Zukunftspläne
Trainer Michael Zuidema freute sich sehr über die Einladung der Goguadze-Brüder nach Osnabrück. Seine sportliche Zukunft entscheidet sich in Kürze, er nimmt auch Stellung zu Germania Leer.
Leer - Seit knapp einem Jahr dauert schon die Auszeit von Trainer Michael Zuidema. Im April 2024 erklärte der Coach seinen überraschenden Rücktritt beim Fußball-Bezirksligisten TuRa 07 Westrhauderfehn. Seit dem ist der Werder-Fan ohne Aufgabe im Fußballbereich und genießt die Zeit als Familienvater. Neben regelmäßigen Besuchen im Weserstadion machte er am vergangenen Sonntag einen ganz besonderen Ausflug. Denn die Goguadaze-Brüder haben ihre Anfangszeit bei Germania Leer nicht vergessen und luden ihren ehemaligen Trainer zum Heimspiel des VfL Osnabrück gegen Waldhof Mannheim (Endstand 1:1) ein.
Bekanntlich wechselte Angreifer Nikky Goguadze in der Winterpause vom Regionalligisten Bremer SV zum Drittligisten VfL Osnabrück und sorgte bei seinen ersten Auftritten schon mächtig für Furore. Beim 5:1-Auswärtssieg in Hannover traf er gleich doppelt, auch gegen Mannheim hatte er unter den Augen von Zuidema nach seiner Einwechslung in der 73. Minute einige gute Szenen.
Mario Rauch hatte Kontakt zu den Goguadzes
„Ich habe mich über die Einladung richtig gefreut und bin natürlich auch sehr erfreut darüber, was für einen tollen Weg Nikky eingeschlagen hat“, meinte Zuidema. Er könne sich noch gut an die Anfangszeit der drei Brüder bei Germania Leer erinnern. Über die Kontakte vom damaligen Vorstandsmitglied Mario Rauch sei zunächst nur George im Sommer 2018 aus den Niederlanden zum Probetraining gekommen.
„Der hat damals im Probetraining eigentlich gar nicht überzeugt, dann kam David mal dazu, und zum Schluss mit Nikky der beste und talentierteste“, muss Zuidema schmunzeln. Am Ende der Saison stand für Germania der Aufstieg in die Landesliga, Nikky zog aber schon im Winter weiter zum Bremer SV und schaffte dann in den sieben Jahren mit der Zwischenstation auch über Kickers Emden den Weg in de Profifußball.
Der Zweite nach Marek Janssen
„Er hat in den letzten 20 Minuten gegen Mannheim noch einmal für richtig Dampf gesorgt. Es zeigt ja auch schon das Vertrauen vom Trainer, wenn er ihn in so einem wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten dann noch bringt“, lobt Zuidema die Entwicklung. Er habe Nikky damals gesagt, dass er vor allem im Zweikampfverhalten besser werden müsse. „Damals hat Nikky von zehn Zweikämpfen gegen Lukas Koets zehn verloren.“
Auf das gemeinsame Abendessen in Osnabrück musste Nikky Goguadze aufgrund von Vereinsterminen zwar verzichten, aber mit einer netten Nachricht hat er sich dann noch bei Zuidema bedankt. „Nikky ist somit nach Marek Janssen der zweite Spieler, den ich früher mal betreuen durfte und der es in die Dritte Liga geschafft hat“, beobachtet Zuidema die weitere Entwicklung seiner Ex-Spieler schon sehr genau.
Zuidema über seine Zukunft
Ob der Coach in naher Zukunft möglicherweise die nächsten Profi-Fußballer in Ostfriesland wieder mit entwickelt könnte, ist noch nicht entschieden. „Ich denke, dass in den nächsten drei Wochen eine Entscheidung fallen wird, ob und wenn ja wo ich wieder einsteigen werde. Es hat schon einige Gespräche gegeben, es könnte sein, dass es wieder auf den Trainingsplatz geht. Eine Aufgabe als Sportlicher Leiter ist aber auch denkbar“, so Zuidema.
Fest steht allerdings schon jetzt, dass er nicht zu seinem Ex-Verein Germania Leer zurückkehren wird. Nach dem Trainer Erhan Colak vor wenigen Tagen erklärte, dass er in der kommenden Saison nicht mehr als Trainer zur Verfügung stehen wird, war auch über eine Rückkehr des ehemaligen Leeraner Erfolgstrainers spekuliert worden. Daraus wird aber nichts.