Vorwurf der Tiermisshandlung  Landwirt aus Leer angezeigt – das ist der Ermittlungsstand

| | 12.02.2025 07:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine Kuh soll misshandelt worden sein. Symbolfoto: Pixabay
Eine Kuh soll misshandelt worden sein. Symbolfoto: Pixabay
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Ein Landwirt soll im Herbst 2023 eine Kuh in Leer misshandelt haben. Die Tierrechtsorganisation Peta erstattete Anzeige. So ist der Stand der Ermittlungen.

Leer - Im Herbst 2023 soll ein Landwirt aus Leer eine Kuh misshandelt haben. Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) war der Vorfall gemeldet und entsprechendes Videomaterial zugesandt worden. Die Tierrechtsorganisation erstattete daraufhin Anzeige gegen den Landwirt. Ein Mann habe eine Kuh an einen Transporter gebunden und mit einem Traktor gezogen, so Peta. Ein weiteres Video solle zeigen, wie er das Tier körperlich angehe. Staatsanwaltschaft und Veterinäramt untersuchten daraufhin den Fall. Peta forderte auch ein Tierhaltungsverbot für den Landwirt.

Laut der Tierrechtsorganisation sei das Verfahren im Sommer 2024 von der Staatsanwaltschaft allerdings eingestellt worden. Peta legte dagegen Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft ein und forderte die Behörde auf, „Tiermisshandlungen nicht billigend in Kauf zu nehmen“.

Verfahren wurde nach Beschwerde wieder aufgenommen

Staatsanwältin Anna Hoormann, bei der Staatsanwaltschaft Aurich Pressesprecherin für den Bezirk Leer, teilt dazu mit: „Hinsichtlich der Anzeige von Peta kann mitgeteilt werden, dass die Ermittlungen zunächst eingestellt wurden, da eine Straftat nicht nachzuweisen war.“ Der Fall wurde daher an das Veterinäramt des Landkreises Leer zurückgegeben.

Das entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren war laut Landkreis-Sprecher Philipp Koenen aber noch nicht abgeschlossen. Denn auf eine Beschwerde von Peta hin, sei die Wiederaufnahme geprüft und schließlich das Verfahren wieder aufgenommen worden, teilt die Staatsanwaltschaft mit. „Dies erfolgte jedoch nicht bei der Generalstaatsanwaltschaft“, so Hoormann. „Die Wiederaufnahme wurde hier im Hause geprüft und das Verfahren sodann hier wieder aufgenommen.“ Die Ermittlungen seien nach der Wideraufnahme noch nicht abgeschlossen.

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