Traum erfüllt sich  Ex-Emder Nikky Goguadze wechselt in den Profifußball

| | 04.01.2025 15:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nikky Goguadze ist für artistische Einlagen bekannt. Foto: Imago
Nikky Goguadze ist für artistische Einlagen bekannt. Foto: Imago
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Der Stürmer startete 2018 in Deutschland bei Germania Leer. Über den Bremer SV und 18 Tore in der Hinserie hat er sich nun ins Schaufenster gestellt. Dieser Profiklub hat zugeschlagen.

Bremen - Er kam nach Deutschland, um Fußballprofi zu werden. Nun ist Nikky Goguadze an seinem Ziel angekommen. Der 26-Jährige wurde an diesem Samstag, 4. Januar 2025, vom Drittligisten VfL Osnabrück als sofortiger Neuzugang vorgestellt. Mit 31 Regionalliga-Toren im Kalenderjahr 2024 und 18 in der Regionalliga-Hinserie dieser Saison für den Bremer SV hatte der Niederländer mit georgischen Wurzeln eindrucksvoll für sich geworben. Der wegen seines ungewöhnlichen Werdegangs auch als „Mini-Undav“ titulierte Offensivspieler hat auch eine Verbindung nach Ostfriesland, spielte in der Region für Germania Leer, GW Firrel und Kickers Emden.

Im Oktober trat Nikky Goguadze noch mit dem Bremer SV in Emden traf, traf dabei auch Kickers-Manager Henning Rießelmann. Foto: Doden/Emden
Im Oktober trat Nikky Goguadze noch mit dem Bremer SV in Emden traf, traf dabei auch Kickers-Manager Henning Rießelmann. Foto: Doden/Emden

Sein Weg in Deutschland begann im Sommer 2018 in der Bezirksliga bei Germania Leer. Nun ist er über Umwege und einige Wechsel mehr als sechs Jahre später im Profifußball angekommen. Beim um den Klassenerhalt bangenden VfL ist er der vierte Winter-Neuzugang. Nach vier Punkten unter dem neuen Trainer Marco Antwerpen kurz vor Weihnachten herrscht wieder Aufbruchstimmung beim letztjährigen Zweitligisten, der den freien Fall in die 4. Liga noch verhindern will.

Ablösesummer war fällig

Auch mit Nikky Goguadze. „Wir sind froh, dass der Wechsel generell und auch zu diesem Zeitpunkt geklappt hat, so dass Nikky Goguadze am Montag direkt mit ins Trainingslager fahren kann, um einerseits die Mannschaft und das Trainer- bzw. Funktionsteam kennenzulernen und anderseits so viel gemeinsame Vorbereitungszeit auf die Rückrunde in der 3. Liga zu haben wie möglich. Nikky ist ein Spieler, der von einer hohen Intensität lebt, eine besondere Spielweise hat und damit eine beachtliche Scorerquote vorweisen kann. Gemeinsam trauen wir ihm den Sprung in die höhere Spielklasse zu“, sagt VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling in einem Statement des VfL Osnabrück.

Der Verein dürfte eine Ablösesumme bezahlt haben, da Goguadze noch einen Vertrag bis zum Sommer besaß. Über die Höhe ist nichts bekannt. Sie dürfte den Bremer SV aber sicher in die Lage versetzen, selbst noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. Goguadze war die „Lebensversicherung“ des BSV, der selbst gegen den Abstieg kämpft. Sportchef Ralf Voigt hatte aber bereits vor einigen Wochen gesagt, dass man bei einem entsprechenden Angebot gesprächsbereit sei. Auch, weil man um Goguadzes Profi-Traum wusste.

Das sagt Goguadze

Goguadze selbst wurde auch im VfL-Statement auf der Homepage zitiert. „Die Verantwortlichen des VfL haben sich wirklich sehr um mich bemüht, das hat mir ein gutes Gefühl bei der Entscheidung gegeben. Der VfL ist ein großer, aber gleichzeitig sehr menschlicher Klub, ich bin stolz darauf ab sofort für ihn spielen zu dürfen. Deshalb möchte ich nun so schnell wie möglich ankommen, alle kennenlernen und im Training auf mich aufmerksam machen.“

Nikky Goguadze spielte in Ostfriesland für Leer in der Bezirksliga, für Firrel in der Landesliga und für Emden in der Oberliga. Auch seine beiden Brüder George und David waren bei diesen Vereinen aktiv. Zuletzt spielte David noch bis zur Winterpause für GW Firrel. Nun endete aber die Zusammenarbeit.

Auch Regionalligist BSV Kickers Emden hatte schon vor Wochen wegen einer möglichen Rückkehr bei Nikky Goguadze angeklopft. Er sagte gegenüber unserer Zeitung aber auch nochmals, dass er nicht innerhalb der Regionalliga wechseln werde.

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