Abschiede beim Fußball-Regionalligisten  Spieler-Trio verlässt Kickers – Konda geht in die Bezirksliga

| | 17.12.2024 17:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Yanic Konda (Mitte) feierte in den vergangenen Jahren einige Erfolge mit Kickers Emden, spielte diese Saison sportlich aber keine Rolle mehr. Archivfoto: Doden/Emden
Yanic Konda (Mitte) feierte in den vergangenen Jahren einige Erfolge mit Kickers Emden, spielte diese Saison sportlich aber keine Rolle mehr. Archivfoto: Doden/Emden
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Der drittdienstälteste Akteur, Yanic Konda, geht zur SpVg Aurich, wie schon lange gemunkelt wurde. Wir sprachen mit den anderen beiden Spielern über die Gründe und neue Klubs.

Emden - Einer der dienstältesten Spieler im Kader von Fußball-Regionalligist Kickers Emden hat seinen Vertrag aufgelöst. Yanic Konda verlässt den Viertligisten in der Winterpause. Was hinter den Kulissen schon seit einigen Tagen die Runde machte, hat der Verein nun am Dienstagnachmittag, 17. Dezember, bestätigt. Kurz darauf bestätigte die SpVg Aurich durch Trainer Claudio Casto auf Nachfrage, dass der 28-jährige Konda zum ambitionierten Bezirksligisten wechselt. Neben Konda haben noch Niklas von Aschwege und Felix Boelter ihre Verträge bei Kickers aufgelöst.

Fast 100 Pflichtspiele absolvierte Yanic Konda für Kickers Emden. Archivfoto: Doden/Emden
Fast 100 Pflichtspiele absolvierte Yanic Konda für Kickers Emden. Archivfoto: Doden/Emden

Konda spielte sportlich in dieser Saison keine Rolle mehr, kam auch auf keine Einsatzminute. Der im Team und bei den Fans beliebte Außenspieler war 2018 vom VfL Ockenhausen zum damaligen Landesligisten gewechselt und stieg mit den Emdern 2019 in die Oberliga und 2022 und 2024 in die Regionalliga Nord auf. Im ersten Regionalliga-Jahr 2022/2023 kam der Gute-Laune-Bär, dessen Zwillingsbruder Bertony beim SV Wilhelmshaven unter Vertrag steht, noch auf 15 Einsätze.

Keine sportliche Perspektive

Nach den massiven Transferaktivitäten im Sommer 2023 wurde es sportlich schwieriger. In der Oberliga-Meistersaison kam Konda noch auf zwölf Einsätze, meist als Joker. Sein Vertrag wurde im vergangenen Sommer dennoch verlängert. „Auch wenn wir Yanic in einer sehr starken Regionalliga keine Einsatzzeiten garantieren können, ist er einfach mega wichtig für unser Innenleben. Er lebt diesen Verein wie kaum ein zweiter und genießt bei uns allen einfach einen besonderen Stellenwert. Darauf wollen wir auch in der kommenden Saison auf keinen Fall verzichten“, erklärte Kickers-Macher Henning Rießelmann im Mai.

Yanic Konda spielte mehr als sechs Jahre für Kickers. Foto: Doden/Emden
Yanic Konda spielte mehr als sechs Jahre für Kickers. Foto: Doden/Emden

Nach einer Halbserie ohne Einsatzminute war bei Konda offensichtlich der Wunsch gereift, wieder selber auch in Spielen gegen den Ball zu treten. Auf der Weihnachtsfeier nach dem 3:2-Sieg gegen Ottensen am Freitag, 13. Dezember, wurde Konda dann auch schon intern von der Mannschaft verabschiedet. „Yanic ist eine Legende im Verein und hat uns immer die Treue gehalten“, erklärte Henning Rießelmann nun nach der Vertragsauflösung. In Aurich freut man sich nun über eine echte Verstärkung mit rund 100 Pflichtspielen für Kickers Emden im Gepäck.

Konda war noch im Oktober zu Gast im Kickers-Podcast

Das sagt von Aschwege

Auch die Verträge von Niklas von Aschwege und Felix Boelter wurden aufgelöst. „Alle drei Spieler waren mit ihren Einsatzzeiten nicht zufrieden, was wir auch total nachvollziehen können“, erklärte Henning Rießelmann. Niklas von Aschwege kam im Sommer als gestandener Spieler von Regionalliga-Konkurrent Jeddeloh, saß in der Hinserie lange Zeit auf der Bank und kam auf sechs Einsätze. „Ich hatte mir das natürlich anders vorgestellt. Deshalb habe ich auch das Gespräch gesucht“, sagt der 26-Jährige auf Nachfrage unserer Zeitung. In der Innenverteidigung waren meist Tim Dietrich und Fabian Herbst gesetzt.

Auf sechs Einsätze kam Niklas von Aschwege. Zu wenig für seine Ansprüche. Foto: Doden/Emden
Auf sechs Einsätze kam Niklas von Aschwege. Zu wenig für seine Ansprüche. Foto: Doden/Emden

Der Oldenburger möchte weiterhin hochklassig spielen und strebt einen Verbleib in der Regionalliga an. „Erste Gespräche haben stattgefunden. Bis Ende des Jahres wird es, denke ich, eine Entscheidung geben.“ Aus dem Nordwesten spielen noch Jeddeloh, VfB Oldenburg, Bremer SV und BW Lohne in der Regionalliga Nord. In der Oberliga könnten Atlas Delmenhorst oder der VfL Oldenburg Interessenten sein.

Boelter in die Nord-Ost-Staffel?

Noch weniger Einsatzzeiten hatte Felix Boelter. Der 19-Jährige wurde beim 3:1-Sieg in Flensburg in der 79. Minute eingewechselt und stand im darauffolgenden Heimspiel gegen den SV Drochtersen/Assel (0:1) in der Startelf und 79 Minuten auf dem Feld. „Klar, auch ich habe mir mehr Einsatzzeiten erhofft, hatte es mir im Sommer anders vorgestellt“, sagt der Außenverteidiger. Der Hamburger hatte vergangene Saison für Carl-Zeiss Jena in der A-Junioren-Bundesliga gespielt und auch schon erste Einsätze bei den Regionalliga-Männern gesammelt.

Das Gastspiel von Felix Boelter in Emden dauerte nur ein halbes Jahr. Foto: Doden/Emden
Das Gastspiel von Felix Boelter in Emden dauerte nur ein halbes Jahr. Foto: Doden/Emden

Er wird nun in den nächsten Tagen seine Wohnung in Emden auflösen, sondiert derzeit mit seinem Berater den Markt. Momentan ist er bei seiner Familie in Hamburg. Dass er in der Nord-Regionalliga bleibe, sei er unwahrscheinlich. Eine Rückkehr in die Nordost-Staffel ist dagegen durchaus möglich. „Mal schauen, wo es mich hinführt.“

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