Großes Wiedersehen Ex-Firrel-Spieler Härtel freut sich auch aufs Schouwer-Baby
Seit Beginn dieser Spielzeit schnürt Lasse Härtel für den VfL Wildeshausen die Fußballschuhe. Am Samstag gibt es ein großes Wiedersehen mit GW Firrel. Bei Germania Leer gab es eine positive Meldung.
Leer - Nach sieben erfolgreichen Jahren verließ Lasse Härtel vor der Saison schweren Herzens GW Firrel und schloss sich dem Fußball-Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen an. „Jeder in Firrel hatte ja vollstes Verständnis für den Wechsel, es gab gar kein böses Blut. Das Verhältnis ist nach wie vor prächtig. Ich freue mich riesig auf das Wiedersehen“, erklärte der 25-Jährige vor dem Gastspiel von Firrel am Samstag (15.30 Uhr) in Wildeshausen. Härtel zog es beruflich nach Bremen, seit zwei Jahren wohnt er im nahe gelegenen Elmeloh und pendelte bis zum letzten Sommer dann immer zu den Trainingseinheiten und Spielen nach Ostfriesland.
„Die Entscheidung war völlig richtig. Ich kann jetzt an jeder Trainingseinheit teilnehmen, zudem ist der Zeitaufwand fürs Fahren natürlich gar nicht zu vergleichen.“ Der Verein in Wildeshausen sei ähnlich familiär geprägt wie Firrel, die Spielweise komme ihm auch entgegen. Nach elf Spielen hat Wildeshausen elf Punkte auf dem Konto, auch dank der sechs Treffer von Lasse Härtel. „Den ein oder anderen Zähler wie zum Beispiel beim Remis gegen Leer haben wir liegengelassen, aber ich denke, dass wir gute Chancen auf den Klassenerhalt haben“, so Härtel.
Familie Schouwer und Gereke zu Besuch
Vor dem großen Wiedersehen gab es natürlich schon einen regen Nachrichten-Austausch, und vor dem Spiel schauen auch noch seine ehemaligen Mitspieler Tim Schouwer und Nico Gereke in seiner Wohnung auf einen Kaffee vorbei. „Tim bringt auch noch seinen Sohn Matti mit, den habe ich bisher auch noch nicht kennengelernt. Hoffentlich hauen sie mich danach auf dem Platz nicht so dolle um“, muss Härtel lachen und weist schon darauf hin, dass er die drei Punkte natürlich gerne in Wildeshausen behalten würde.
Die Grün-Weißen möchten nach dem Sieg gegen Bad Bentheim gerne nachlegen und ob des dann kommenden Programms (Leer, Vechta) eine kleine Serie starten. Die Personalsituation sieht wesentlich besser aus, es fehlen nur noch der verletzte Michael Olbrys und der verhinderte Felix Karius. Auch Reinhard Grotlüschen konnte in der Woche wieder voll mittrainieren und könnte eine Option sein. „Unser erstes Ziel ist es, so schnell wie möglich die 20 Punkte zu holen. Danach nehmen wir gerne dann noch so viel mit wie möglich“, hofft Trainer Bernd Grotlüschen, das kleine Zwischenziel mit einem Erfolg schon am Samstag erreichen zu können.
Tipps
VfL Wildeshausen - GW Firrel 1:3.
Der grün-weiße Kader ist fast komplett, jetzt kann der Angriff in die oberen Regionen beginnen. Einen Treffer von Lasse Härtel könnten die Firrel zulassen, ansonsten sollte es mit dem Auswärtssieg beim Aufsteiger klappen.
Germania Leer - SC Melle 03 2:1.
Germania Leer hat schon oft gut mitgehalten. Spielt das Team diszipliniert durch, kann es am Sonntag einen Grund zum Feiern geben.
Germania Leer mit positiver Meldung
Von solchen Punkteständen ist Germania Leer (2) meilenweit entfernt. Der Tabellenletzte hofft von Woche zu Woche, den ersten Saisonsieg einzufahren. Kann das gegen den SC Melle am Sonntag (15 Uhr, Hoheellern-Stadion) klappen. „Wir sind in jedem Spiel der Außenseiter. Irgendwann werden wir den ersten Sieg einfahren, dafür brauchen wir aber mal eine konstant gute Leistung“, so Trainer Erhan Colak. Trotz des deprimierenden Tabellenstandes habe er keine Sorge, dass seine Mannschaft die Lust verlieren könne. „Jeder Spieler möchte sich in dieser brutal starken Liga weiterentwickeln. Unser erster Saisonsieg wird dann schon kommen.“
Verzichten muss er auf den verhinderten Torhüter Florian Demhartner, den gelb-gesperrten Daniel Butau und den erkrankten Marvin Walocha. Positiv ist zu vermelden, dass Salim Schick seit einiger Zeit wieder mittrainiert und erstmals nach langer Verletzungspause zum Einsatz kommen könnte.