Blick in die Fußball-Historie Ostfriesen in der Bundesliga – von Piontek bis Rosenboom
61 Jahre liegen zwischen den ersten Einsätzen des Leeraners und des Willmsfelders. Dazwischen spielten zwölf weitere Ostfriesen in der 1. Liga. Wir erzählen ihre Geschichte. Eine davon ist tragisch.
Ostfriesland - Um kurz nach 17 Uhr am vergangenen Samstag, 31. August, schrieb Lasse Rosenboom Fußball-Geschichte - für sich, aber auch für Ostfriesland. Mit seiner Einwechslung in der 86. Minute im Spiel zwischen Aufsteiger Holstein Kiel und dem VfL Wolfsburg (0:2) ist er nun einer von mehreren Spielern, der in Ostfriesland geboren und/oder aufgewachsen ist, der mindestens ein Bundesliga-Spiel bestritt.
Der 22-jährige aus Willmsfeld (Landkreis Wittmund) wagte als B-Jugendlicher den Sprung zu Werder Bremen und lebte im Werder-Internat direkt im Weserstadion. Doch auch Statistiken zeigen: nur für die wenigsten erfüllt sich der Traum von der Bundesliga, der für den Rechtsverteidiger vor einem Jahr auch noch weit weg war. Doch sein Wechsel von Werder Bremen II im Sommer 2023 zum Zweitliga-Außenseiter Holstein Kiel wurde zur Erfolgsgeschichte. Kiel stieg sensationell in die Bundesliga auf und der junge Herausforderer kämpft sich Stück für Stück näher ans Team heran. So ist davon auszugehen, dass dem Debüt gegen Wolfsburg noch weitere Einsätze folgen werden. Das sind die Geschichten der 13 anderen Ostfriesen, die vor ihm schon in der Bundesliga spielten.
Sepp Piontek
Josef Emanuel Hubertus Piontek, besser bekannt als Sepp Piontek, ist der erste ostfriesische Bundesliga-Spieler. Geboren 1940 in Breslau, kommt er mit seiner Familie nach 1945 als Kriegs-Flüchtling nach Leer – und zeigt in den folgenden Jahren als Jugendspieler des VfL Germania Leer sein großes Talent. In der Amateur-Oberliga der Männer macht er 1959/1960 auf sich aufmerksam und wechselt 1960 zu Werder Bremen. Bei Werder ist er als Verteidiger Stammspieler und steht auch bei der Bundesliga-Gründung 1963 auf dem Platz.
Bis zu seinem Karriereende spielt er nur für Werder, wird 1961 DFB-Pokalsieger, 1965 Deutscher Meister und sogar A-Nationalspieler. Eine schwere Knieverletzung stoppte Pionteks Karriere 1970. In den folgenden zwei Jahren kam er nur noch einmal in der Bundesliga zum Einsatz. Piontek nutzt die Zwangspause, um seinen Trainerschein zu machen. Von Oktober 1971 bis 1975 trainiert er Werder. Seine schönste und erfolgreichste Zeit hat er dabei als dänischer Nationaltrainer (1979 bis 1990). Dänemark ist seither auch seine private Heimat, sein privates Glück. Verbindungen nach Leer gibt es immer noch.
(203 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen, 1963 - 1972).
Eberhard Strauch
Eberhard Strauch ist ein Kind des Rheiderlandes: geboren 1948 in Bunde, aufgewachsen in Weener und das Fußballspielen beim TuS Weener unter dem legendären Jugendtrainer Ewald Hoppen gelernt. Er ist auch ein begnadeter Leichtathlet, soll die 100 Meter handgestoppt in 11,0 Sekunden gelaufen sein.
Aber auch beim Fußball hat er großes Talent. Als A-Jugendlicher wechselt er zu Germania Leer, in die 1. Herren und dann mit Trainer Horst Witzler 1967 zum SV Meppen. Von dort geht es 1972 zu Rot-Weiss Essen. Auch dort zeigt der Ostfriese als Defensivspieler sein Durchsetzungsvermögen, erkämpft sich nach Anlaufschwierigkeiten für viele Jahre einen Stammplatz. Direkt in der ersten Saison gelingt 1973 der Bundesliga-Aufstieg. Gegen Borussia Mönchengladbach bestreitet der Ostfriese am 18. August 1973 sein erstes Bundesliga-Spiel – und muss bitteres Lehrgeld zahlen. Gegenspieler Jupp Heynckes steuert vier Treffer zum 6:2-Erfolg in Essen bei und verpasst ihm eine blutende Lippe.
Doch das soll nicht das Ende der Bundesliga-Laufbahn sein – im Gegenteil. Der Verteidiger ist Stammspieler und kommt in vier Jahren auf 89 Bundesliga-Einsätze (1 Tor). Einer seiner Mitspieler, mit dem er heute noch befreundet ist: der legendäre Willi „Ente“ Lippens. Strauch lebt seit dem Karriereende wegen einer schweren Knieverletzung (1977) und Trainer-Stationen im Emsland (VfL Herzlake, TuS Lingen) seit Jahrzehnten in Herzlake. Der 76-Jährige hat noch familiäre Verbindungen nach Weener.
(89 Bundesliga-Spiele für Rot-Weiß Essen, 1973 - 1977)
Volker Ohling
Der Rhauderfehner kommt über den VfB Rajen und TuRa 07 Westrhauderfehn Anfang der 70er-Jahre in die A-Jugend des SV Werder Bremen. Als er als 19-jähriger Amateur im April 1974 kurzfristig in den Bundesliga-Kader berufen wird, nutzt er die Chance: Als Joker erzielt er unter Trainer Sepp Piontek den 3:3-Ausgleich gegen Hannover 96, eine Woche später das 1:1 bei Eintracht Frankfurt.
Als „Belohnung“ gibt es einen Profi-Vertrag für den Nachwuchsstürmer, der für die Bremer in den folgenden drei Spielzeiten noch sechs Tore in weiteren 51 Bundesliga-Partien erzielt. Nach seiner Werder-Zeit ist Ohling noch bei den Zweitligisten OSC Bremerhaven und VfB Oldenburg aktiv. Bei SpVg Aurich und STV Barßel lässt der Fehntjer seine Karriere schließlich ausklingen. Der 69-Jährige lebt noch immer in Ostfriesland.
(53 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen, 1974 - 1977).
Albert Voß
Torwart Albert Voß aus Ihlowerfehn kickt in der Jugend für den TSV Riepe und die SpVg Aurich und kommt über die Männer-Stationen Kickers Emden und VfB Oldenburg 1975 zu Werder Bremen. Mit Nationalspieler Dieter Burdenski (12 Länderspiele) sind die Rollen klar verteilt. „Budde“ ist die Nummer eins, Voß der Ersatzmann. Nur einmal in der gemeinsamen Bundesliga-Zeit fehlt Burdenski krank. So kommt Voß am 16. Spieltag der Saison 1977/1978 beim 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern zu seinem einzigen Bundesligaspiel.
Nach dem „Unfall“ Bundesliga-Abstieg steht er beim direkten Wiederaufstieg 1980/1981 unter Rehhagel immerhin achtmal im Zweitliga-Tor. In der Saison danach hütet er das Tor des Zweitligisten VfB Oldenburg und lässt in unteren Klassen seine Laufbahn ausklingen. Der inzwischen 72-Jährige lebt seit 1976 mit seiner Frau in Sandkrug (Landkreis Oldenburg).
(1 Bundesliga-Spiel für Werder Bremen, 1977/1978).
Hermann Rülander
Mit „nur“ zwei Bundesliga-Spielen hat sich der aus Burlage stammende Hermann Rülander dennoch einen Platz in den Bundesliga-Geschichtsbüchern gesichert. Nach seinem 14-Minuten-Debüt am 7. November 1981 beim 1:1 des SV Werder Bremen gegen den 1. Köln gibt es eine Woche später die große Chance für den 21-jährigen Ersatzkeeper. Stammkeeper Dieter Burdenski hat sich gegen Köln den Kiefer gebrochen, der Ostfriese steht in Frankfurt im Tor. Doch der 14. November ist nicht nur die „Chance seines Lebens“ – dieser Tag ist auch das Ende seiner Bundesliga-Zeit. Werder verliert im Waldstadion 2:9, bei zwei Gegentoren sieht der Ostfriese nicht gut aus. Trainer Otto Rehhagel wechselt den jungen Mann beim Stand von 2:7 aus – und ignoriert ihn fortan. Wenige Wochen später wird der Vertrag aufgelöst. Dann unterschreibt er einen Kontrakt beim Oberligisten SV Meppen und wird dort bis 1992 satte 250 Spiele bestreiten – ab 1987 in der 2. Bundesliga. Später wird er in die Meppener Jahrhundertelf gewählt.
Sein Heimatverein ist der SV Burlage, den der talentierte Torwart 1977 als 16-Jähriger Richtung Werder Bremen verlässt. Der heute 63-Jährige ist seiner Heimatregion treu geblieben, arbeitet als Versicherungsmakler in Papenburg.
(2 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen, 1981/1982).
Dieter Eilts
Er ist „DER“ Ostfriese in der Bundesliga: Dieter Eilts. Seine Geschichte ist eine, die heute kaum noch denkbar ist. Bis einschließlich zur A-Jugend (!) trägt er das Trikot seines Heimatvereins SV Hage und wechselt als bald 20-Jähriger 1984 zu Werder Bremen. Über die Amateure schafft der große Blondschopf es zu den Profis, wird ab der Rückrunde der Saison 1988/1989 ein wichtiger Teil der legendären Werder-Jahre unter Otto Rehhagel (Trainer) und Willi Lemke (Manager). Für Eilts stehen am Ende der Laufbahn (2002) 390 Bundesligaspiele (7 Tore), zwei Deutsche Meisterschaften (1988, 1993), drei DFB-Pokalsiege (1991, 1994, 1999), der Europapokalsieg der Pokalsieger (1992) und der Europameistertitel 1996. Bei der EM in England wird der Mittelfeldmalocher und 31-fache Nationalspieler sogar ins All-Star-Team berufen.
Nach seiner Spielerlaufbahn wird Eilts für einige Jahre Trainer, arbeitet dann noch für Werder (Fußballschule). 2018 zieht er sich vom Fußball zurück. Der Ehrenspielführer von Werder (einer von acht) ist seither pädagogischer Mitarbeiter an einer Grundschule in Bremen, hilft Kindern unter anderem bei den Hausaufgaben.
(390 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen, 1986 - 2002).
Ralf Ewen
Der SV Hage brachte neben Dieter Eilts noch einen weiteren Bundesligaspieler hervor. Als Jugendlicher wechselt der 14 Jahre jüngere Ewen 1988 zu den A-Junioren von Bayer Leverkusen. Von den Bayer-Amateuren geht es zum Zweitligisten VfL Wolfsburg, den der Mittelfeldspieler ein Jahr vor dem Bundesliga-Aufstieg (1997) Richtung SC Paderborn in die drittklassige Regionalliga verlässt. Doch für den Ostfriesen soll sich der Bundesliga-Traum noch erfüllen. Frank Pagelsdorf, Trainer von Hansa Rostock, entdeckt ihn in Paderborn und lotst ihn an die Ostsee. Zum Pech von Ewen wechselt Pagelsdorf dann zum Hamburger SV und Rostock-Nachfolger Ewald Lienen „konnte nichts mit mir anfangen“, wie Ewen einml erzählte.
Dennoch wird er Bundesligaspieler, bringt es auf fünf Kurzeinsätzen. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm die sechs Minuten am 7. Februar 1998. Da darf er im Münchener Olympiastadion noch ein bisschen gegen Stefan Effenberg, Mehmet Scholl und Oliver Kahn und den FC Bayern München spielen.
Die Spielerlaufbahn lässt der 36-fache Jugendnationalspieler beim BV Cloppenburg und VfL Oythe ausklingen, ehe er einige Amateurvereine in der Region Vechta/Cloppenburg trainiert. Dort lebt der 52-Jährige noch heute.
(5 Bundesliga-Spiele für Hansa Rostock, 1997 - 1999).
Christian Alder
Christian Alder wird am 3. September 1978 in Wittmund geboren und wächst bis zu seinem sechsten Lebensjahr in Ostfriesland auf. Vater Andreas ist für die Luftwaffe in Wittmund stationiert. Danach zieht es die Familie wieder zurück in die Heimat nach Geseke (Ostwestfalen). Neben Arminia Bielefeld läuft er unter anderem für den VfL Osnabrück, den FC Augsburg, Jahn Regensburg und einige weitere Vereine auf.
Sein erstes von acht Bundesligaspielen in drei Jahren bestreitet er im September 1997 gegen den MSV Duisburg, kurz nach seinem 19. Geburtstag. Drei Jahre später verlässt er Bielefeld und ist danach einige Jahre überwiegend in der Drittklassigkeit aktiv. Inzwischen lebt und arbeitet er in Südafrika, in der Nähe von Kapstadt.
(8 Bundesliga-Spiele für Arminia Bielefeld, 1997 - 2000).
Ferydoon Zandi
Der in Emden geborene und aufgewachsene Zandi ist der einzige Ostfriese, der auch an einer Weltmeisterschaft teilnimmt – für das Geburtsland seiner Eltern, den Iran. So darf der Mittelfeldspieler bei der WM 2006 in Deutschland drei Vorrundenspiele bestreiten. Zu diesem Zeitpunkt hat der in der Jugend in Borssum, Esens, Meppen und bei Werder Bremen spielende Zandi schon 55 Bundesligaspiele absolviert – nach der WM wird keines mehr dazukommen. Bis zum Karriereende 2015 ist er bei Klubs auf Zypern, im Iran und in Katar am Ball. Danach ist er einige Zeit Co-Trainer bei St. Pauli II und Dynamo Dresden.
Die meisten seiner Bundesliga-Spiele absolviert er für den 1. FC Kaiserslautern, der ihn nach starken Jahren beim VfB Lübeck (samt Halbfinal-Einzug im DFB-Pokal) 2004 an den Betzenberg lotst.
(55 Bundesliga-Spiele für SC Freiburg und 1. FC Kaiserslautern, 2000 - 2002 und 2004 - 2006).
Karsten Fischer
Von SuS Berumerfehn bis in die Bundesliga – das ist der beeindruckende Weg von Karsten Fischer. Als Jugendspieler zieht es ihn 2001 von der SpVg Aurich ins Internat des VfL Wolfsburg. Über die U19 und Reserve des VfL arbeitet er sich in den Bundesliga-Kader hoch, wird erstmals bei einem Heimspiel gegen Borussia Dortmund im Februar 2004 eingewechselt. Der kurzzeitige Durchbruch gelingt ihm ein Jahr später. Ab Februar 2005 wird auf den Mittelfeldspieler aus Ostfriesland gesetzt, der in Norden geboren ist. Sein letztes Bundesliga-Spiel bestreitet Fischer im März 2006 gegen Bayern München.
Im Januar 2007 geht es dann zum SC Paderborn in die 2. Bundesliga. Wuppertal, Kiel, Goslar, Northeim und Gifhorn heißen seine weiteren Stationen bis zum Laufbahnende 2018. Da ist er schon längst kein Profi mehr. In Ostniedersachsen ist der heute 40-Jährige heimisch geworden und arbeitet dort als Verkaufsberater in einem Autohaus.
(20 Bundesliga-Spiele für VfL Wolfsburg, 2003 - 2006).
Timo Schultz
Der Bundesliga-Traum von Timo Schultz ist eigentlich schon ausgeträumt, als der Esenser 2005 als fast 28-Jähriger zum finanziell und sportlich am Boden liegenden FC St. Pauli wechselt. Doch was dann folgt, ist ein Fußballmärchen. „Schulle“ und das Millerntor passen einfach zusammen. Erst erreicht der Kultklub aus der 3. Liga mit einer unglaublichen Pokalserie das DFB-Pokal-Halbfinale, dann gelingen in wenigen Jahren zwei Aufstiege bis in die Bundesliga. Dort ist der Mittelfeldmalocher im Herbst seiner Karriere kein Stammspieler mehr. Vier Erstliga-Einsätze darf er vor dem Profi-Karriereende im Sommer 2011 noch sammeln, den ersten gegen Borussia Dortmund – und Trainer Jürgen Klopp.
Schultz spielt bis zur A-Jugend beim TuS Esens und wechselt dann 1995 zu Werder Bremen. Nach einem Jahr A-Jugend geht es über die Amateure zum VfB Lübeck, zu Holstein Kiel und schließlich nach St. Pauli. Dort startet er direkt nach der Spielerlaufbahn auch seine Trainerlaufbahn: Co-Trainer bei den Profis, Trainer in der Jugend, Fußball-Lehrer-Ausbildung und schließlich Cheftrainer beim Zweitligisten. Weitere Stationen sind FC Basel und 1. FC Köln. Derzeit ist der dreifache Familienvater und Wahl-Hamburger ohne Verein. St. Pauli-Blut fließt weiter in der Familie – Sohn Paul spielt in der U17 des Bundesligisten. Die Familie hat noch familiäre und freundschaftliche Verbindungen in die ostfriesische Heimat.
(4 Bundesliga-Spiele für FC St. Pauli, 2010/2011).
Jens Wemmer
Jens Wemmer ist einer von einigen Ostfriesen, die als Talent irgendwann in den Nachwuchs des SV Werder Bremen wechseln. Im Trikot vom TuS Sandhorst und der SpVg Aurich macht der am 31. Oktober 1985 geborene Ostfriese auf sich aufmerksam. Aber er wird einer von ganz wenigen, die es dann auch zum Profi schaffen – und kurzzeitig sogar in die Bundesliga. Der Weg dahin ist aber wie so oft über Umwege verbunden. Ab der B-Jugend bei Werder, hat er nach der Jugendzeit noch nicht das körperliche „Rüstzeug“ für mehr. Auch bei der Werder-Reserve ist es schwer. Mit 19 Jahren geht er zum VfL Wolfsburg II und holt körperlich auf. Der Wechsel zum Drittligisten SC Paderborn ist 2008 ein Volltreffer.
Nach dem Aufstieg und einigen Jahren in der 2. Liga folgt 2014 sensationell der Sprung in die 1. Liga – mit Stammspieler Wemmer, wie er es auch in der Bundesliga sein wird und erzielt auch ein Bundesligator. Nach dem direkten Abstieg 2015 wechselt der Außenspieler zum griechischen Top-Klub Panathinaikos Athen und lässt seine Laufbahn dann bei zwei Klubs aus Malta ausklingen. Nach dem Karriereende zieht er mit seiner Frau nach Bremen – in den Ort, wo sich beide kennenlernten. Übrigens: Auch sein ein Jahr älterer Bruder Jörn ist einige Jahre Profi. Größter Erfolg: Zweitliga-Aufstieg mit Aue.
(21 Bundesliga-Spiele für SC Paderborn, 2014/2015).
Lennart Thy
Lennart Thy wird in Frechen (Nähe von Köln) geboren und zieht mit seiner Familie als Siebenjähriger nach Norden. Beim FC, PSV und JFV Norden ist sein großes Talent nicht zu übersehen. Mit 15 Jahren geht es ins Werder-Internat, zwei Jahre später wird der Stürmer mit der U17-Nationalmannschaft Europameister (drei Thy-Treffer). Bekannteste Mitspieler: Marc-Andre ter Stegen und Brasilen-Weltmeister Mario Götze. Sein Bundesliga-Debüt als Joker gibt Thy mit 18 Jahren, im Dezember 2010 beim Auswärtsspiel in Dortmund. Bei Werder spielt er in den kommenden Jahren überwiegend im Drittliga-Team. Beim Zweitligisten FC St. Pauli verbringt er ab 2012 seine längste Zeit.
Bei seinem zweiten Werder-Versuch 2016 gelingt auch nicht der Bundesliga-Durchbruch (1 Tor in sechs Spielen). Sein sportliches und privates Glück findet er dann in den Niederlanden bei mehreren Vereinen, in der 1. und 2. Liga. In diesem Sommer wagt er nach 13 Toren für Zwolle in der Ehrendivision den Sprung nach Singapur zu den Lion City Sailors. Seine Eltern leben noch immer in Norden.
(11 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen, 2010 - 2012 und 2016/2017).