Wichtiges Projekt Das passiert als nächstes beim Neubau der Ledabrücke in Leer
Die Ledabrücke in Leer soll neugebaut werden. Das steht schon lange fest. Mittlerweile gibt es eine Genehmigung, aber auf der Baustelle tut sich nicht viel. Wir haben nachgefragt, wie es weitergeht.
Leer - Wer in diesen Tagen auf der Bundesstraße 70 die Leda quert, sieht auf der Baustelle für den Neubau der Ledabrücke keine Bauarbeiten. Nördlich der Brücke waren im Frühjahr Probebohrungen gemacht worden, um zu schauen, wie tief später die Gründung für das neue Bauwerk sein muss. Doch seitdem herrscht Ruhe. Wir haben bei der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich nachgefragt, was der Grund dafür ist.
Wie geht es mit dem Neubau jetzt weiter?
„Voraussichtlich Ende dieses Jahres erfolgt die öffentliche Ausschreibung“, teilt Behördensprecher Johannes Booken mit. Bis dahin werde in den nächsten Wochen auf der Seite des Einkaufszentrums weiter Sand aufgeschüttet. „In die Ausschreibung einfließen werden dabei auch die Ergebnisse des Probebelastungsfeldes, sodass die Ausschreibung so konkret wie möglich erstellt werden kann“, hatte der Sprecher im Frühjahr mitgeteilt. Dann könnten auch frühestens verlässliche Zeitangaben zum weiteren Bauablauf gemacht werden. Eine grobe Übersicht über die Bauphase bietet der Planfeststellungsbeschluss – die Genehmigung des Neubaus. Der Zeitplan sei aber abhängig von dem bauausführenden Unternehmen sowie der Witterung, betont Booken.
Der Sprecher hatte vor den Sommerferien noch mitgeteilt, dass die weitere Planung vorsehe, noch in diesem Jahr auf der südlichen Seite der Leda mit den bauvorbereitenden Maßnahmen zu beginnen. Dazu gehörten die technische Planung und das Aufschütten von Sand für die Erstellung der Arbeitsebene. „Wir sprechen hierbei von etwa 25.000 Kubikmeter Sand“, so Booken. „Das ist nicht innerhalb weniger Wochen zu schaffen, sondern benötigt deutlich mehr Zeit.“
Wann werden die Aufträge für den Neubau vergeben?
„Wir rechnen mit einer Auftragsvergabe bis Ende des ersten Quartals 2025“, teilt Booken mit. Dann stehe auch erst fest, wo die Brückenkonstruktion (vor-)produziert werde. Insgesamt geht die Behörde von 47 Monaten Bauzeit aus – knapp vier Jahre.
Ist die Genehmigung für den Neubau jetzt endgültig rechtskräftig?
Ja, teilt Johannes Booken mit. Man habe offiziell mitgeteilt bekommen, dass keine Klage eingereicht wurde. Die Genehmigung für den Neubau der Ledabrücke – der sogenannte Planfeststellungsbeschluss – wurde vom zuständigen Landkreis Leer am 4. April erlassen. Im Anschluss wurde dieser öffentlich ausgelegt. Bis zu diesem Mittwoch – 29. Mai 2024 – waren Klagen beziehungsweise Eilanträge gegen die Genehmigung möglich. Diese musste beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg erhoben werden. Außerdem konnte man beim Landkreis Leer bis zum 29. April noch Widerspruch gegen die für den Neubau notwendige „wasserrechtliche Genehmigung“ einlegen.
Wie wird die neue Ledabrücke aussehen?
Das neue Bauwerk wird als sogenannte Stabbogenbrücke gebaut. Der Brückenbogen soll laut der Straßenbaubehörde fast 28 Meter hoch sein. Insgesamt solle das Bauwerk 209 Meter lang werden. Die neue Ledabrücke soll rund 15 Meter westlich der vorhandenen Querung – in Richtung Multi Süd – errichtet werden. Die Fahrbahn soll zwölf Meter breit werden – mit zwei Spuren stadteinwärts und einer stadtauswärts. Außerdem soll es auf beiden Seiten einen Rad- und Gehweg geben.
Wann steht die nächste Überprüfung der alten Brücke an?
Voraussichtlich Mitte Oktober erfolgt laut Booken die turnusmäßige Überprüfung der bestehenden Ledabrücke. In dieser Zeit werde zudem die Asphaltdeckschicht vor der Brücke auf Leeraner Seite erneuert. „Aufgrund der dann sowieso bestehenden Brückensperrung entstehen also keine weiteren Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer“, betont der Sprecher.
Seit Anfang März gilt wegen des Zustands der alten Brücke die verschärfte Gewichtsbeschränkung von 7,5 Tonnen. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Leuchttafeln weisen mittlerweile auf die Sperrung für schwere Fahrzeuge hin.
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