Weiter BSV-Fan  Kickers-Pechvogel wechselte in die Oberliga Bremen

| | 28.08.2024 10:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bei diesem Zweikampf des Testspiels gegen Heerenveen im Sommer 2023 erlitt Efkan Erdogan den Kreuzbandriss, der ihn bei Kickers Emden stoppte. Selbst den Schiedsrichter (Hintergrund) schockte diese Aktion ganz offenbar. Foto: Imago
Bei diesem Zweikampf des Testspiels gegen Heerenveen im Sommer 2023 erlitt Efkan Erdogan den Kreuzbandriss, der ihn bei Kickers Emden stoppte. Selbst den Schiedsrichter (Hintergrund) schockte diese Aktion ganz offenbar. Foto: Imago
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Efkan Erdogan dachte kurz daran, seine Laufbahn zu beenden. Doch nun spielt er zusammen mit Freunden in einem Team. Er hat trotzdem noch kein Kickers-Spiel verpasst.

Emden - Seit einem Jahr gibt es bei den Fußballern des BSV Kickers Emden eigentlich nur strahlende Gesichter. Mit einer Ausnahme: Efkan Erdogan erlitt bereits in der Vorbereitung zur vergangenen Saison im Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten SC Heerenveen einen Kreuzbandriss. Der Pechvogel kämpfte sich nach der OP in nur gut einem halben Jahr zwar phänomenal zurück, aber eine tragende Rolle spielte er bei Kickers nicht mehr. So gab der Regionalliga-Absteiger in der Sommerpause die Trennung von Erdogan bekannt. Seit einer Woche schnürt der Lehramtsstudent nun bei einem neuen Klub die Fußballschuhe. Er wechselte zu Union 60 Bremen in die dortige Oberliga.

Bei beiden Emder Siegen in Oldenburg saß Efkan Erdogan im Kickers-Trikot auf der Tribüne. Foto: Doden
Bei beiden Emder Siegen in Oldenburg saß Efkan Erdogan im Kickers-Trikot auf der Tribüne. Foto: Doden

„Eigentlich hatte ich schon überlegt, ganz mit dem Fußball aufzuhören“, erzählt der 27-Jährige, der in Bremen aufgewachsen ist. Schließlich hat sein Körper neben zwei Kreuzbandverletzungen auch Schulterprobleme wegstecken müssen. „Aber dann haben ein paar Bremer Freunde angerufen, ob ich nicht mit ihnen bei Union 60 spielen möchte.“ Beim 2:2 gegen Habenhausen gab er kürzlich sein Debüt und stand sofort in der Startelf.

Kein freiwilliger Abschied

Noch lieber wäre Erdogan aber beim BSV Kickers geblieben. Da ist er ganz ehrlich. Und mit dem Sportlichen Leiter Henning Rießelmann war er sich eigentlich schon über den Verbleib einig. „Henning und ich hätten gerne weitergemacht. Aber die Trainer sagten mir, dass sie nicht mehr mit mir planen.“

Efkan Erdogan verabschiedete sich deshalb aber keineswegs im Groll aus Emden. „Im Herzen bleibe ich ein Fan von Kickers Emden“, versichert er. Und das nicht nur, weil seine Oldenburger Studienfreunde Kai Kaissis, Fabian Herbst, David Schiller und Pascal Steinwender immer noch für den BSV auflaufen. Erdogan empfindet große Sympathie für den Ostfriesen-Klub. Solch eine Aussage ist bei ihm keine Floskel. „Ich habe alle Kickers-Spiele in dieser Saison gesehen“, erzählt er. Im Pokal- und im Punktspiel beim VfB Oldenburg saß er ebenso im BSV-Trikot auf der Tribüne wie beim 5:1 im Emder Heimspiel über Werder Bremen II. „Die anderen Spiele habe ich online gesehen.“

Erdogan wird weiterhin in Oldenburg studieren und nun für Union 60 Bremen Fußball spielen. Aber das Fußballherz schlägt für Kickers. „Ich komme ganz sicher noch häufiger nach Emden ins Stadion.“

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