Sieg in Oldenburg  Wahnsinn von Kickers Emden – Torhüter Onken der Elferheld

| | 07.08.2024 23:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Moritz Onken lässt sich nach dem Drama vor der Emder Kurve feiern. Fotos: Doden/Emden
Moritz Onken lässt sich nach dem Drama vor der Emder Kurve feiern. Fotos: Doden/Emden
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Kickers Emden ist mit einem wahren Krimi ins Halbfinale des Niedersachsenpokals eingezogen. Beim VfB Oldenburg behielt der BSV nach einem Drama mit 6:3 nach Elfmeterschießen die Oberhand.

Oldenburg - Was für ein Spektakel in der ersten Runde des Niedersachsen-Pokals zwischen dem VfB Oldenburg und Kickers Emden. Die Ostfriesen gewinnen den Wahnsinn vor 3866 Zuschauern mit 6:3 nach Elfmeterschießen. Dabei sahen die Ostfriesen in der regulären Spielzeit nach einer 2:0-Führung schon wie die sicheren Sieger aus, doch Oldenburg kam in der 90. Minute noch zum Ausgleich. Dann schien alles auf den VfB hinauszulaufen, als er in der 99. Minute in Überzahl mit 3:2 in Führung ging. Doch Fabian Herbst (109.) glich dann noch aus und brachte Kickers ins Elfmeterschießen, in dem Moritz Onken zum großen Helden wurde.

Im Vergleich zum Auftaktsieg gegen den SV Meppen nahm Trainer Stefan Emmerling zwei Änderungen vor. Auf der Torhüterposition durfte Moritz Onken für Marcel Bergmann ran, in der linken Abwehrkette rückte Julian Stöhr in die Startelf. Bei den Emdern standen mit Pascal Steinwender, Dennis Engel, Fabian Herbst, Tobias Steffen, Moritz Onken und Kai Kaissis gleich sechs Spieler in der Anfangsformation, die einen Oldenburger Vergangenheit haben und schon für den VfB aufliefen.

Moritz Onken auf dem Zaun.
Moritz Onken auf dem Zaun.

Kaissis hebt knapp drüber

Und es gab schnell die ersten Szenen, allerdings zunächst für den Gastgeber. In der 6. Minute konnte sich gleich Moritz Onken auszeichnen, als er gegen Vjekoslav Taritas zum ersten Mal eingreifen musste. Direkt im Gegenzug gab es die erste Chance für den BSV, doch der Heber von Kai Kaissis war etwas zu hoch angesetzt. Es ging munter weiter. Oldenburgs Patrick Möschl (7.) schoss in guter Position drüber, Tido Steffens (14.) zielte auf der rechten Seite zu ungenau. Bei der nächsten Möglichkeit wäre Moritz Onken im Kickers-Tor machtlos gewesen. Aber der Schuss von Linus Schäfer (19.) nach einer Ecke landete nur am Pfosten.

Moritz Onken schreit seine Freude heraus.
Moritz Onken schreit seine Freude heraus.

Gut zehn Minuten später brandete dann großer Jubel im Kickers-Fanblock auf. Wie schon so häufig war David Schiller mit einem seiner gefährlichen Einwürfe der Vorbereiter. Die Oldenburger Abwehr konnte den Ball nicht klären, Pascal Steinwender (28.) schaltete am schnellsten und schob das Leder ohne Mühe zur Emder Führung ein. Die Oldenburger mühten sich zwar, doch auch zahlreiche Ecken brachten nicht den gewünschten Erfolg.

Kickers Emden: Onken, Stöhr, Herbst, Dietrich, Engel, Kaissis (71. Eilerts), Siderkiewicz, Steffen (68. Podolski), Steinwender (58. Igwe), Schiller (89.), Steffens (84. Schmidt).

Tore: 0:1 Steinwender (28.)., 0:2 Steffens (Foulelfmeter, 75.), 1:2 Taritas (85.), 2:2 Meier (90.), 3:2 Ziereis (99.), 3:3 Herbst (109.).

Elfmeterschießen: 3:4 Engel, Onken hält gegen Schröder, Dietrich scheitert, Onken hält gegen Meier, 3:5 Eickhoff, Onken hält gegen Ziereis, 3:6 Eilerts.

Kickers Emden erhöhte in Unterzahl

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie zunächst etwas dahin, aber das sollte sich noch ändern. Bitter für Julian Stöhr, dass er in der 66. Minute nach einem Foul an der Strafraumgrenze die Gelb-Rote Karte sah. Aber selbst in Unterzahl konnte Kickers sogar noch nachlegen. Nach einem Konter wurde der blitzschnelle Michael Igwe, der in der 58. Minute eingewechselt wurde, im Strafraum von den Beinen geholt, Kapitän Tido Steffens zeigte sich sicher vom Punkt. Doch Oldenburg schlug noch doppelt zurück und glich dann sogar in 90. Minute aus. Als Markus Ziereis (99.) die Gastgeber dann erstmals in Führung brachte, schien die Partie entschieden. Fabian Herbst schoss die Emder in den Elfmeterkrimi, wo Moritz Onken zum großen Helden wurde.

Die Emder Spieler stimmten mehrere Jubelgesänge mit den Anhängern an.
Die Emder Spieler stimmten mehrere Jubelgesänge mit den Anhängern an.

„Ich muss beiden Mannschaften zu diesem grandiosen Spiel gratulieren. Was beide Teams hier abgeliefert haben, war sensationell“, strahlte Trainer Stefan Emmerling über das ganze Gesicht. Er habe sich heute Nachmittag vor dem Pokalspiel auch das Handballspiel der deutschen Mannschaft angesehen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie nie aufgeben sollen.“ Das hat geklappt.

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