Überraschung in der Bezirksliga  Trainer Marten Sandmann verlässt Larrelt am Saisonende

| | 18.07.2024 14:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Marten Sandmann trägt die Sportfreunde Larrelt nicht nur als Wappen auf dem Pullover, sondern auch im Herzen. Foto: Doden/Emden
Marten Sandmann trägt die Sportfreunde Larrelt nicht nur als Wappen auf dem Pullover, sondern auch im Herzen. Foto: Doden/Emden
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Eigentlich war der Coach noch bis 2026 an die Sportfreunde gebunden. Er verlässt den Verein in einem Jahr im Guten und nennt zwei entscheidende Gründe für den Abschied nach zehn Jahren bei SF.

Larrelt - Der Verein weiß es seit einigen Monaten, die Öffentlichkeit darf es nun auch erfahren: Marten Sandmann wird die Sportfreunde Larrelt nach der kommenden Saison im Sommer 2025 verlassen. „Es ist dann an der Zeit für neue Impulse. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, sie ist aber gut überlegt“, sagt der 44-Jährige. Er ist seit 2019 Cheftrainer beim Fußball-Bezirksligisten und damit nach Ralf Backhaus (TuS Esens) und Mario Look (SV Hage) der drittdienstälteste Trainer der Liga.

Bei den Sportfreunden Larrelt ließ Marten Sandmann zunächst seine Spielerkarriere ausklingen. Archivfoto: Ortgies
Bei den Sportfreunden Larrelt ließ Marten Sandmann zunächst seine Spielerkarriere ausklingen. Archivfoto: Ortgies

„Wenn ich in einem Jahr aufhöre, war ich dann zehn Jahre in Larrelt aktiv. Erst als Spieler, dann als Co-Trainer unter Bernd Nessen und sechs Jahre dann als Trainer“, erzählt der Lehrer. Er hatte den Verein, der ihm so ans Herz gewachsen ist, schon vor Monaten über seinen Entschluss informiert. Auch die Mannschaft weiß natürlich längst Bescheid. Der Klub habe nun genügend Zeit, in Ruhe einen Nachfolger zu finden. Vielleicht ist der derzeitige Co-Trainer Patrick Bygus ja auch ein Kandidat.

Auch Familie war ein Grund

Marten Sandmann hat das Gefühl, dass es bald an der Zeit sei für ein anderes Gesicht an der Seitenlinie, eine andere Ansprache, auch mal andere Ideen. Ein schon eingeleiteter Kader-Umbruch wird nach und nach fortgesetzt. „Es macht Sinn, wenn diesen dann jemand anderes weiter begleitet. Mir macht die Arbeit hier großen Spaß, sie ist aber auch kräftezehrend.“

In Patrick Bygus hat Marten Sandmann schon seit längerem einen starken und engagierten Co-Trainer. Foto: Doden/Emden
In Patrick Bygus hat Marten Sandmann schon seit längerem einen starken und engagierten Co-Trainer. Foto: Doden/Emden

Eine neue Aufgabe will der frühere Mittelfeldspieler dann erstmal nicht übernehmen. Ein ebenfalls wichtiger Punkt bei seiner Entscheidung sei nämlich auch die Familie gewesen. Alle drei Töchter (17 Jahre, 13, 9) spielen leidenschaftlich Handball.

Das wird er vermissen

Die älteste Tochter Nieke ist in inzwischen in Jever schon sehr hochklassig unterwegs. „Ich freue mich darauf, das als Vater alles mitzuerleben und viel mehr Spiele zu sehen.“ Als Bezirksliga-Trainer kommt es da doch zu vielen Terminkollisionen.

Diese Saison nimmt er diese nochmals bewusst in Kauf. Schließlich verbindet ihn viel mit dem Verein und auch der Mannschaft, die für Spektakel-Spiele und große Kameradschaft bekannt ist. „Ich weiß jetzt schon, dass ich das Kabinengequatsche vermissen werde“, sagt der 44-Jährige, der dieses Jahr nun noch eine Saison lang genießen und erleben darf. Das Ende in einem Jahr sei nun ein ordentlicher Abschied, ein sauberer Übergang. „Ich freue mich jetzt auch auf meine letzte Saison und will auch nochmal alles geben.“

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