1:3-Pleite Firrel verliert Pokalfinale und verkündet neuen Stürmer
Grün-Weiß war vor 500 Zuschauern nicht chancenlos. Trotzdem war die Partie frühzeitig entschieden.
Firrel - Der Fußball-Bezirkspokal ist einfach kein Ostfriesen-Wettbewerb. Nach dem Triumph des TuS Pewsum vor 19 Jahren feierte kein Team aus der Region mehr einen Sieg im Weser-Ems-Finale. Auch Grün-Weiß Firrel schaffte es am Samstag im zweiten Endspiel-Versuch nach 2015 nicht, den Pott zu ergattern. Gegen den Landesliga-Vizemeister SV Holthausen/Biene unterlagen die Firreler vor knapp 500 Zuschauern auf eigenem Gelände mit 1:3 (0:2).
„Man hat heute prima gesehen, warum Biene oben in der Liga steht und wir weit unten“, erklärte GW-Trainer Bernd Grotlüschen nach der Partie. „Wir haben am Anfang erstklassige Chancen nicht genutzt. Und der Gegner hat die Dinger gleich reingemacht. Das ist der Unterschied.“ So gerieten die Gastgeber schon bis zur Pause 0:2 in Rückstand und damit auf die Verliererstraße.
Lange kommt nach Firrel
Firrels Coach hofft, die in dieser Saison so oft erlebte Abschlussmisere abzustellen und verkündete nach dem Abpfiff der Pokalpartie einen weiteren Neuzugang für den Angriff. Nach Julian Bennert (SSV Jeddeloh) wird auch Torben Lange von Blau-Weiß Papenburg künftig in Firrel auf Torejagd gehen. „Wir freuen uns, dass er uns die Zusage gegeben hat.“ Am Samstag bereitete die Mannschaft dem Trainer nur wenig Freude. Zwar gestalteten die Gastgeber die Anfangsphase ausgeglichen, lagen aber nach 39 Minuten durch Tore von Johannes Wintermann (12.) und Hedon Selishta (39.) schon fast aussichtslos mit 0:2 hinten.
Auf der anderen Seite schafften es die Firreler nicht, den SV-Torhüter zu überwinden. So scheiterte in der 19. Minute Felix Karius bei einer Großchance am Torhüter. Der akrobatische Nachschuss per Fallrückzieher von Lasse Härtel verfehlte nur um Zentimeter das Tor. Sieben Minuten später scheiterte Härtel in seinem Abschiedsspiel für die Grün-Weißen freistehend am Torhüter. Letztlich hätte es zur Pause aber auch 0:3 heißen können, wenn der Schiedsrichter bei einem weiteren Selishta-Treffer nicht ein Foulspiel des Gäste-Akteurs gesehen haben wollte.
Nach 56 Minuten alles klar
„Ich habe noch Hoffnung“, bewahrte der Firreler Vorsitzende Johannes Poppen seinen Optimismus zur Halbzeit. „Wir brauchen aber nach der Pause ein schnelles Tor.“ Nach 56 Minuten lag der Ball tatsächlich schon im Netz – aber aus Firreler Sicht auf der falschen Seite. Selishta bugsierte den Ball nach einem Eckball und anschließendem Chaos im GW-Torraum zum 0:3 über die Linie.
Statistik
Firrel: Hellmers, Schouwer (80. Steinheuser), Dierks, Karius (67. Bloem), Janßen (46. Suda), Gereke, Berghaus (46. J. Grotlüschen), Härtel (67. Borgmann), Olbrys, Koch, R. Grotlüschen. Tore: 0:1 Wintermann (12.), 0:2 Selishta (39.), 0:3 Selishta (56.), 1:3 Bloem (83.).
Damit war die Partie entschieden, obwohl die Firreler nie aufgaben. Nachdem die eingewechselten Manuel Suda und Steef Borgmann Riesenchancen vergeben hatten, verkürzte Sebastian Bloem in der Schlussphase auf 1:3. Die letzten Großchancen besaß aber der Gegner. GW-Torwart Jann Hellmers parierte noch zwei Bälle großartig. Mit dem Abpfiff begann eine blau-weiße Jubelparty des SV Holthausen/Biene. Die Gäste waren offenbar äußerst optimistisch angereist und hatten sogar Pokalsieger-Shirts im Gepäck.