Wahl in Europa Bündnis ruft in Leer zu Demo für Vielfalt und Demokratie auf
Drei Protestaktionen hatte das Bündnis für Vielfalt und Demokratie bereits organisiert. Anlässlich der anstehenden Europawahl soll nun erneut demonstriert werden.
Leer - Anlässlich der bevorstehenden Europawahl ruft das Leeraner Bündnis für Vielfalt und Demokratie zum Protest gegen Rechtsextremismus auf. Am Sonnabend, 1. Juni 2024, soll es eine Demonstration durch die Stadt geben, um den Protest zu verstärken und mehr Bürgerinnen und Bürger zu mobilisieren, kündigen die Veranstalter an. Zentraler Punkt sei die Europawahl am 9. Juni. „Wir möchten alle dazu aufrufen, demokratische Parteien zu wählen und auf die Gefahren durch die AfD aufmerksam zu machen“, heißt es in der Ankündigung.
Auch die „Omas gegen rechts“ rufen dazu auf, an der Demo teilzunehmen. „Wenn rassistische Gesänge, ob auf Sylt, bei einer privaten Feier in Emden oder bei Schützenfesten in der Umgebung, schon zu einer Art Normalität werden, wird es höchste Zeit, dass alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Leer – wie im vergangenen Februar - wieder ein deutliches Zeichen für Demokratie setzen“, schreibt Mechtilde Schratz von den „Omas gegen rechts“ im Landkreis Leer.
Die Demonstration beginnt um 15 Uhr auf dem Ernst-Reuter-Platz mit einer kurzen Ansprache. Ab 15.15 Uhr geht es über die Kupenwarf, die Leda- und Georgstraße und den Bahnhofsring zum Lisel-Außen-Platz. Gegen 16 Uhr soll es dort eine Abschlusskundgebung mit Redebeiträgen und Musik von DJ Marco geben. Die Veranstaltung endet um 17 Uhr.
Plakate sollen selbst mitgebracht werden
Teilnehmer werden dazu aufgerufen, eigene Plakate zu gestalten, die zur Wahl aufrufen und sich klar gegen die AfD positionieren. „Unsere Bewegung darf kein Strohfeuer bleiben. Wir müssen weiterhin laut und bunt für Freiheit, Weltoffenheit, Menschenwürde, Demokratie und Vielfalt demonstrieren“, heißt es seitens der Organisatoren. Das „Bündnis für Vielfalt und Demokratie Leer“ ist eigenen Angaben zufolge eine lose Vereinigung von Menschen, Vereinen und Parteien, die sich für Toleranz, Respekt und Offenheit gegenüber unterschiedlichen Lebensweisen und Weltanschauungen einsetzen.
Zur ersten Demonstration waren Anfang Februar rund 2000 Menschen auf den Denkmalsplatz gekommen. Es folgten weitere Aktionen am 6. April und am 4. Mai. Die kommende Demonstration für Demokratie und Vielfalt am 1. Juni solle nun an diesen Erfolg anknüpfen und „das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Werte schärfen und ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen“.