Enttäuschung beim Landesligisten Ende der Aufholjagd – TuS Esens ist nach 2:3-Pleite abgestiegen
In der zweiten Halbzeit gingen die Esenser durch ein Wechselbad der Gefühle. Am Ende stand der direkte Wiederabstieg in die Bezirksliga fest. Für die neue Saison hat der Trainer aber gute Nachrichten.
Schüttorf - Der Abstieg des TuS Esens aus der Fußball-Landesliga ist seit Samstag besiegelt. Nach dem 2:3 beim FC Schüttorf ist das rettende Ufer nicht mehr zu erreichen, da auch Mitkonkurrent Viktoria Gesmold in Firrel gewann. „Natürlich waren wir enttäuscht. Aber unsere Chancen waren vor dem Spieltag leider auch nur noch minimal“, sagte Trainer Ralf Backhaus, der den Blick am Tag danach auch schon auf die neue Saison in der Bezirksliga richtete. „Unsere Mannschaft bleibt fast komplett zusammen, dann wollen wir wieder angreifen.“
Spieldaten
Esens: Havemann; Ahrends (53. Sukowski), R. Til, F. Til. Janssen (68. Bamezon), Rosenbohm. I. Stainbank (90. Classen), Meints (85. Freudenberg), Pinkernell, Taddigs, S. Stainbank (73. Schuil).
Tore: 1:0 Neesen (25.), 1:1 Meints (57.), 1:2 Sukowski (65.), 2:2 Cremers (70.), 3:2 Groothus (71.).
Die Esenser hatten in den vergangenen Wochen fleißig gepunktet und nach dem 0:4-Rückschlag in Firrel danach direkt das Kellerduell gegen den VfL Oythe gewonnen. Doch da auch Gesmold an dem besagten Spieltag noch gewonnen hatte, waren die Chancen vor der Partie in Schüttorf weiterhin gering. Nun sind sie nach dem Pfingstwochenende nicht einmal mehr theoretischer Natur. Vor der Sommerpause stehen jetzt noch das Auswärtsspiel beim designierten Meister SV Wilhelmshaven und die Heimpartie am 1. Juni gegen Viktoria Gesmold an.
Ärger vor Freistoßtor zum 2:2
In Schüttorf lagen die Esenser zur Pause verdient mit 0:1 in Rückstand, obwohl sie auch nochmal alles in die Waagschale warfen. „Die Moral der Jungs stimmte“, so Backhaus. Mit der Einwechslung von Niklas Sukowski wenige Minuten nach Wiederanpfiff änderte Esens seine Taktik und wurde wesentlich offensiver. „Das ist auch direkt voll aufgegangen.“ Erst traf Manuel Meints zum Ausgleich (57.), dann Sukowski zur Führung (65.).
Fünf Minuten später erhielt Schüttorf einen Freistoß. Olivier Cremers schoss den Ball dann ins Tor, obwohl laut Backhaus der Schiedsrichter die Situation nochmal zurückgepfiffen hätte. Die aus Esenser Sicht gewünschte Gelb-Rote Karte für den schon verwarnten Spieler blieb aus. Und Zauberfuß Cremers schoss den Ball bei der Wiederholung nochmal ins Tor – 2:2 (70.). Per Konter fiel dann direkt danach das 3:2. Dann sah Klaas Taddigs nach einer Notbremse auch noch Rot (77.). Nach den bitteren sieben Minuten kam Esens nicht mehr zurück, eine Ausgleichschance gab es nicht mehr gegen gute Schüttorfer.