Nachholspiele in der Bezirksliga Zwei Rote Karten und Hektik – Germania siegt 3:1 in Larrelt
In der Schlussphase wurde es in Emden turbulent. Es gab eine Rudelbildung. In einem anderen Spiel siegte Strudden in Wiesmoor. Der Gastgeber hatte Aluminium-Pech.
Wiesmoor/Larrelt - Fußball-Bezirksligist Germania Leer hat am Tag der Arbeit im Titelrennen durch einen 3:1-Auswärtssieg bei den Sportfreunden Larrelt den Abstand auf Spitzenreiter TV Bunde auf vier Punkte verkürzt. Der Tabellenzweite hat auch noch zwei Spiele weniger absolviert, trägt am Freitag gegen den TuS Middels schon das nächste Nachholspiel aus – am Sonntag steht dann beim SV Wallinghausen die dritte Partie in fünf Tagen an. Am Dienstagabend hatte Germania Wiesmoor schon das Kellerduell gegen den TuS Strudden 0:2 verloren.
SF Larrelt - Germania Leer 1:3 (0:1). Die spielstarken Germanen waren nach neun Minuten in Führung gegangen. Nach einer Flanke von Valeriu Gaiu köpfte Alizade Carmanov ein. Danach hatte Germania auch noch Möglichkeiten zum 2:0 gegen zunächst tief stehende Larrelter.
Die Spielverhältnisse änderten sich in Halbzeit zwei. Larrelt hatte nun auch mehr Aktionen. Das 0:2 nach einem tollen Konter stellte dann die Weichen nach 65 Minuten auf Germnia-Sieg. Eine scharfe Hereingabe von Piotr Gherman brauchte Gaiu nur noch über die Linie drücken. Doch Larrelt gab sich nicht auf und läutete mit dem 1:2 durch Jonas Nessen eine spannende, aber auch sehr hektische Schlussphase ein. Germania-Keeper Lucian Cebotari ließ den Ball nach einem Fernschuss von André Krzatala nach vorne abprallen, Nessen staubte ab (86.). Dann kam es zu einer Rudelbildung, in dessen Verlauf Germania-Stürmer Piotr Gherman wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte gesehen hatte. Es wurde hektisch, auch Personen von der Bank kamen aufs Spielfeld (89.).
Als sich die Szenerie gerade wieder beruhigt hatte und der Ball rollte, gab es wieder Rot. Bei einem Heber von Diamant Dreshaj parierte Larrelt-Keeper Keno Schmidchen den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand (91.). André Krzatala zog sich nun die Torwarthandschuhe an. Er musste dann auch nochmal hinter sich greifen, als Dreshaj eine klasse Aktion im Strafraum mit dem 1:3 abschloss. Bei der Bewertung des Ergebnisses waren die beiden Trainer nicht einer Meinung. „Schade, nach der zweiten Halbzeit war auch ein Punkt für uns drin“, meinte Larrelts Marten Sandmann. Erhan Colak sah das anders: „Wir haben hochverdient gewonnen.“
Tore: 0:1 Carmanov (9.), 0:2 Gaiu (65.), 1:2 Nessen (86.), 1:3 Dreshaj (96.).
Germania Wiesmoor - TuS Strudden 0:2 (0:1). Frust bei Germania, große Freude beim TuS. Die Friedeburger feierten am Dienstagabend einen Derbysieg im Abstiegskampf und verließen die Abstiegsplätze. „Es war ärgerlich. Wir hatten zwei große Chancen, machen sie nicht und laufen dann gegen stark verteidigende Gäste einem Rückstand hinterher“, sagte Germania-Trainer Jürgen Zimmermann.
Während die Germanen Leon Zimmermann, Niklas Homes und Alen Berisa (beide in einer Szene) nicht trafen, köpfte Patrick Breu die Gäste nach 35 Minuten in Führung. Andre Plorin gelang dann bei einem der wenigen TuS-Angriffe das 0:2 direkt nach der Pause. Die optisch überlegenen Wiesmoorer versuchten weiter viel, trafen durch Leon Zimmermann, Nils Lammers und Henning Schoon auch dreimal die Latte – aber eben nicht ins Tor. Viel Zeit zum Frustschieben bleibt den Germanen nicht. Sie erwarten zu einem Nachholspiel am heutigen Donnerstag den SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel um 20 Uhr zum nächsten Kellerduell.
Tore: 0:1 P. Breu (35.), 0:2 Plorin (50.).