Fünf Spiele in neun Tagen  Wiesmoorer Spiele-Not – Saisonverlängerung problematisch

| | 10.04.2024 15:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wiesmoor (links Leon Zimmermann) hat sieben Ligaspiele weniger ausgetragen als Pewsum (rechts Malte Risto). Am Sonntag treffen die Klubs aufeinander. Foto: Doden, Emden
Wiesmoor (links Leon Zimmermann) hat sieben Ligaspiele weniger ausgetragen als Pewsum (rechts Malte Risto). Am Sonntag treffen die Klubs aufeinander. Foto: Doden, Emden
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Wenn es denn nur mal „englische Wochen“ wären. Fußball-Bezirksligist Germania Wiesmoor hat bald Spiele im Zwei-Tages-Rhythmus. Eine Verlängerung der Saison ist nicht so einfach durchführbar.

Wiesmoor - Beim Fußball-Bezirksligisten Germania Wiesmoor sind alle am Anschlag: Trainer, Spieler und auch Vereinsverantwortliche. Als dann auch noch am Sonntag bei Sonnenschein das Auswärtsspiel bei BW Borssum abgesagt werden musste, war die Frustration besonders groß. Trainer Jürgen Zimmermann setzte kurzerhand eine Trainingseinheit an, der Blick auf den Spielplan sorgte dann aber schnell wieder für große Sorgenfalten.

Nach dem Heimspiel am Mittwochabend gegen den TuS Middels stehen für die Germania aufgrund der vielen Spielverlegungen bis zum Saisonende noch 16 Partien an. Dass englische Wochen zu absolvieren sind, war für die Mannschaft schon lange klar. Aber eine Phase mit dem nun angesetzten Borssumer Nachholspiel hat es ganz besonders in sich. Auf die Mannschaft warten nach jetzigem Stand fünf Spiele in neun Tagen, das hat ja schon Dimensionen von einer Handball-WM oder den Eishockey-Playoffs, allerdings sind dort Profisportler am Ball beziehungsweise Puck.

Der Germania-Kalender

So sieht der Wiesmoorer Kalender aus: Mittwoch, 17.4. Heimspiel gegen Aurich; Freitag, 19.4., Heimspiel gegen TuS Hinte; Sonntag, 21.4., Auswärtsspiel in Aurich, Dienstag, 23.4., Auswärtsspiel in Borssum; Donnerstag, 25.4., Heimspiel gegen TuS Strudden. Dass bei solch einem Terminplan sämtliche Alarmglocken schrillen, ist verständlich.

„Ich hätte mir wirklich nicht träumen lassen, dass ich in meiner Abschiedssaison noch einmal vor solch einer Herausforderung stehe. Teilweise haben wir auch ganz wirre Überlegungen diskutiert“, berichtet Mirko Hellmers, der nach dieser Saison das Amt des Sportlichen Leiters in Wiesmoor abgeben wird. So führte er Anfang der Woche auch ein „sehr gutes Gespräch“ mit Staffelleiter Frank Schulte, der sich verständnisvoll zeigte.

Saisonverlängerung - so ist die Lage

Hellmers sprach auch die Möglichkeit einer Saisonverlängerung an. Die wäre aber nicht so einfach umsetzbar. Laut der Statuten könnte Schulte nicht einfach eine Partie nach hinten verlegen. Wie der Staffelleiter erklärte, müsste eine Mehrheit der 16 anderen Vereine einer Verlängerung zustimmen. Solch eine Abfrage müsste dann aber auf Initiative der Wiesmoorer gestartet werden. Dieser Prozess ist bisher aber noch nicht angestoßen. Sollte Wiesmoor zum Ende der Saison noch „bedeutungslose“ Spiele, also Partien ohne Auf- beziehungsweise Abstiegsrelevanz zu absolvieren haben, wäre in Absprache mit dem anderen Verein eine Verlegung in die Woche nach Saisonende durch den Staffelleiter möglich.

„Egal, wo ich das Nachholspiel gegen Borssum hingelegt hätte, es wäre immer zu Engpässen gekommen. Wiesmoor hat natürlich noch mit den anderen Vereinen die Möglichkeit, andere Termine zu finden“, erklärte Schulte. Er hofft nun inständig, dass in den kommenden Wochen auch das Wetter stabil bleibt. Denn nicht auszudenken wäre, wenn noch weitere Partien in den kommenden Wochen abgesagt werden müssten. Sollte die Situation zu kritisch und noch viele Partien verlegt werden, könnte Schulte die Saison auch um eine Woche nach hinten verlängern. Das hat er den Vereinen auf dem Staffeltag Anfang des Jahres auch bereits mitgeteilt.

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