Spielumwertungen in der A-Klasse Titel futsch? Kickers/Germania Leer II verliert sechs Punkte
Einen Rückschlag im Aufstiegsrennen hat die SG erlitten. Die beiden Siege gegen Stapelmoor und Loga sind in 0:5-Pleiten umgewandelt worden. Es wurde gegen eine Regel verstoßen.
Leer - Unmittelbar vor dem Topspiel der Fußball-Ostfrieslandklasse A (Staffel II) zwischen dem TV Bunde II und der SG Kickers Leer/Germania Leer II am Sonntag haben die Leeraner einen herben Rückschlag im Titelrennen erlitten. Staffelleiter Reno Harms wandelte die jüngsten beiden SG-Siege bei Teutonia-Stapelmoor (5:1) und gegen Frisia Loga (2:0) in jeweils 0:5-Pleiten um. Somit trifft am Sonntag nicht mehr der Erste auf den Zweiten, sondern der Spitzenreiter auf den Tabellensechsten
„Die Faktenlage ist eindeutig. Die Leeraner haben in beiden Partien einen Spieler eingesetzt, der nicht spielberechtigt war. Der Akteur war noch bei Germania Leer in der Bezirksliga festgespielt“, erklärte Reno Harms am Dienstag auf Nachfrage. Aus zwei Siegen mit 7:1 Toren wurden somit am grünen Tisch zwei Niederlagen mit 0:10 Toren. Statt bei einem Spiel weniger nur einen Punkt hinter Bunde II zu liegen, beträgt der Abstand nun sieben Zähler. „Die Nachricht mit den Punktabzügen ist niederschmetternd“, sagte SG-Trainer Arndt Watzema. „Das ist im Titelrennen fast der Todesstoß. Uns ist da leider ein blöder Fehler unterlaufen. Wir haben den Spieler nicht bewusst ,falsch´ eingesetzt.“
Der Grund für die Umwertungen
Und darum geht es: Malte Eden kam in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause für Germania Leer in der Bezirksliga zum Einsatz. Er wurde bei den Siegen gegen den SV Hage am 6. Oktober (2:1) und bei der SpVg Aurich am 19. November (3:1) jeweils in der 86. Minute eingewechselt. Dazwischen waren alle Germania-Spiele ausgefallen. Eden kam zwar in der ersten Bezirksliga-Partie nach der langen Winterpause am 1. März gegen den SV Holtland (4:0) nicht zum Einsatz. Um für eine „niedrigere“ Mannschaft des Vereins wieder spielberechtigt zu sein, hätte der Akteur aber zwei aufeinanderfolgende Bezirksliga-Spiele aussetzen müssen.
Somit war er bei seinem Einsatz am 3. März für die SG Kickers Leer im Auswärtsspiel bei Teutonia Stapelmoor noch festgespielt. Ebenso sieben Tage später beim 2:0-Sieg gegen Frisia Loga, weil die Bezirksliga-Partie der ersten Mannschaft von Germania Leer in Norden zeitgleich stattfand. Erst nach dem Abpfiff in Norden war er offiziell „freigespielt“.
Frisia Loga hatte sich im Nachgang des Derbys am Sonntag mit der Thematik beschäftigt und dabei festgestellt, dass der SG-Spieler nicht hätte spielen dürfen. „Also haben wir Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Regeln sind nun einmal Regeln“, sagte Loga-Manager Marco Lindemann. Auch Stapelmoor hatte sich zwischenzeitlich beim Staffelleiter gemeldet und auf den möglichen Regelverstoß hingewiesen. Beide Mannschaften haben nun drei wichtige Punkte mehr im Kampf um den Klassenerhalt, die SG Kickers/Germania Leer II sechs weniger im Aufstiegsrennen zur Ostfrieslandliga.