Weitere Fördermittel beantragt Kickers Emden plant Platzsanierung im Sommer
Im Sommer sollen die Bagger im Ostfrieslandstadion endlich rollen. Der Sportausschuss entscheidet am Dienstag über weitere Fördermittel. Auch drei andere Emder Vereine haben Anträge eingereicht.
Emden - Das Projekt zieht sich hin wie ein Kaugummi. Schon der alte Vorstand von Kickers Emden um Dr. Jörg Winter hatte das ehrgeizige Ziel, die dringende Sanierung des Ostfrieslandstadions in Angriff zu nehmen. Ursprünglich hatten die Emder den Sommer 2021 ins Auge gefasst, dann stand als Termin die Sommerpause 2022 nach dem Aufstieg in die Regionalliga zur Diskussion. Daraus wurde bekanntlich nichts, der Verein hatte andere Sorgen und kämpfte ums Überleben.
Nach der Wahl des neuen BSV-Vorstandes gibt es nun einen erneuten Anlauf. „Im Sommer sollen die Bagger kommen“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Eckhard Sanders. Er wollte allerdings nicht weiter ins Detail gehen und sich zu der Sache äußern. Am kommenden Dienstag steht um 17 Uhr noch eine entscheidende Sitzung des Sportausschusses an. Dabei geht es um einen zusätzlichen städtischen Zuschuss für die Emder in Höhe von 108.000 Euro.
Erste Mittel im März 2021 genehmigt
Im Mai 2022 waren die Emder von Gesamtkosten in Höhe von 387.966 Euro ausgegangen. Schon am 15. März 2021 war dem BSV durch einen Ratsbeschluss eine Fördersumme in Höhe von 166.500 Euro zugesagt worden. 100.000 wurden durch die Stadt Emden genehmigt, weitere 66.500 hatte der Stadtsportbund zugesagt. Diese Summen stehen auch weiterhin zur Verfügung. Zudem kommt noch ein Zuschuss vom Landessportbund in Höhe von 82.955 Euro, der ebenfalls noch nicht abgerufen wurde.
Aufgrund der gestiegenen Baukosten stellte der Verein nun einen weiteren Antrag in Höhe von 108.000 Euro. In der neuen städtischen Beschlussvorlage steht, dass die Fördermittel bis zum 31. August 2024 abgerufen werden müssen. Vom Landessportbund wurde die Frist ebenfalls bis zum August hin verlängert.
Bedingungen für Kickers
Vertreter von Kickers werden am Dienstag das Projekt und den Finanzierungsplan vorstellen. In der Vorlage wird zudem festgehalten, dass der Verein gewährleisten muss, dass der sanierte Platz nach der geplanten Ausgliederung nicht nur von der ersten Mannschaft genutzt werden dürfte. Es müsse zu jeder Zeit gewährleistet werden, dass der A-Platz insbesondere auch von der A-Jugend genutzt werden könne. Eckhard Sanders erklärte, dass der Verein nach der Sitzung konkrete Zahlen und auch Termine nennen könne, sofern die Zuschüsse genehmigt würden.
Im Sportausschuss geht es allerdings auch noch um weitere geplante Sanierungsmaßnahmen von Emder Vereinen. Die Sportfreunde Larrelt erhoffen sich einen Zuschuss in Höhe von 280.000 Euro für die Sanierung des B-Platzes an der Wolfsburger Straße. BW Borssum beantragt ebenfalls Fördermittel in Höhe von 280.000 Euro für die Sanierung des A-Platzes im Ems-Stadion. Diese beiden Vorhaben müssten bis zum 31. August 2026 abgeschlossen werden.
Des Weiteren plant Frisia Emden die Sanierung der Sportanlage. Dieses Projekt verursacht laut Beschlussvorlage deutlich geringere Kosten und könne komplett durch die von der Stadt Emden an den Sportbund zur Verfügung gestellten Mittel durchgeführt werden.