Mitgliederversammlung am Donnerstag Weitere Kandidaten für Vorstand von Kickers Emden bekannt
Der Oberligist stellt sich für die Zukunft neu auf. Ein erster Schritt erfolgt mit einer kompletten Neubesetzung. Drei wichtige Personalien wurden schon öffentlich. Nun sickerten auch weitere Namen durch.
Emden - Aufregende Wochen stehen Fußball-Oberligist BSV Kickers Emden bevor. Sportlich gelang der Start ins Jahr 2024 am Samstag mit einem 5:0-Sieg gegen den FSV Schöningen. Der nächste kleine Schritt auf dem Weg zum erhofften Regionalliga-Aufstieg. Neben dem Platz stehen auch wichtige Entscheidungen an. Los geht es damit am Donnerstagabend, 29. Februar, wenn auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Hotel „Faldernpoort“ ab 19 Uhr ein komplett neuer Vorstand gewählt werden soll.
Auf der Ende September 2023 nachgeholten ordentlichen Mitgliederversammlung für 2022 hatte der bisherige Vorstand angekündigt, auf der nächsten Versammlung nicht wieder kandidieren zu wollen. Auf dieser Sitzung wurden öffentlich auch brisante Schuldenzahlen benannt, die auch die Existenz des Vereins bedrohte. In den vergangenen Monaten hat der Verein mit Hilfe eines Steuerbüros, des Wirtschaftsbeirates, dem Team vom neuen Kickers-Macher Henning Rießelmann, der bisher keinen offiziellen Posten inne hat, und einer Retteraktion Lösungen für die Finanzprobleme finden können.
Es geht um Personalien
Die sind der Grundstein dafür, dass die Oberliga-Mannschaft in eine GmbH ausgegliedert werden kann. „Diesen Weg in die Zukunft soll dann auch ein neuer Vorstand begleiten“, sagt der 2. Vorsitzende Albert Ammermann, der seit rund zehn Jahren im Kickers-Vorstand und davon Großteils an der Seite von Klubchef Dr. Jörg Winter aktiv war. Die beiden werden ebenso wie die anderen Vorstandsmitglieder Matthias Nittmann (Finanzen), Hermann Fokken (Infrastruktur) Bernd Potthast (Justiziar), Jens Swyter (Digitales) und Talea Meinen (Schriftführerin) nicht wieder kandidieren. Laut Ammermann würden alle sieben Personen am Abend auch anwesend sein.
Das designierte Nachfolge-Team steht schon fest. Öffentlich bekannt ist bereits, dass Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Hendrik Poppinga aus Pewsum als 1. Vorsitzender kandidieren wird. Sein Steuerbüro (Poppinga, Stomberg und Kollegen) hatte in den vergangenen Monaten die desolate Finanzlage des Vereins aufgearbeitet und den Abbau der Schulden eingeleitet. Er wird allerdings nur bis zur nächsten regulären Mitgliederversammlung im Herbst den Vorsitz übernehmen. Er sehe seine Vorstandsarbeit „projektbezogen“, so der 2. Vorsitzende des TuS Pewsum. Das Projekt ist in diesem Fall die Ausgliederung des Oberliga-Teams, über die die Mitglieder aber noch nicht abstimmen werden. „Es geht diesmal im Grunde nur um Personalien“, sagt Albert Ammermann. Diese Versammlung könnte im April oder Mai folgen.
Auch Reiner Bruns ein Kandidat
Sein designierter Nachfolger als stellvertretender Vorsitzender soll Eckhard Sanders werden, der bisher im Hintergrund wirkte und auch im Wirtschaftsbeirat tätig war. Dritte schon öffentlich bestätigte Personalie ist Ute Specht. Die Steuerberaterin arbeitet in der Kanzlei von Hendrik Poppinga. Ihr Sohn spielt in der D-Jugend des Vereins Fußball – sie selbst soll künftig als Kassenwartin die Finanzlage im Auge haben.
Zu weiteren Namens-Spekulationen wollte sich Eckhard Sanders dieser Tage nicht äußern. Es seien aber alles Personen, die einen Bezug zu Kickers Emden haben. So viel bestätigte er.
In dieses Profil passen die Vorstands-Kandidaten, die sich nach Informationen unserer Zeitung Donnerstagabend ebenfalls zur Wahl stellen werden. Heiß gehandelt werden die Namen Reiner Bruns (ehemaliger Sportlicher Leiter bei Kickers), Nils Andersson (Ex-Kickers-Spieler und Betriebsleiter beim Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden), Philipp Hardtke (Fan-Beauftragter) sowie Markus Tebben (1. Vorsitzender TuS Rot-Weiß Emden und Jugendtrainer).
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