Fußball kurios  TuS Hinte gewinnt das Finale im „Torflut-Cup“ mit 10:9

| | 27.02.2024 15:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Gastgeber TuS Hinte freute sich über Wanderpokal und Siegercheck. Foto: Privat
Gastgeber TuS Hinte freute sich über Wanderpokal und Siegercheck. Foto: Privat
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Das Endspiel gegen SF Larrelt gewann der Außenseiter nach Elfmeterschießen. Nach 90 Minuten hatte es 5:5 geheißen. Derartige Resultate waren bei dem Turnier an der Tagesordnung.

Hinte - Der Fußball-Wintercup in Hinte hat so manche kuriose Geschichte geschrieben. Unvergessen ist das Chaos 2022, als Corona eine Mannschaft nach der anderen aus dem Turnier kegelte. Nach dem „Corona-Cup“ 2022 und dem „Normalo-Cup“ 2023 erlebten Spieler und Zuschauer nun einen irren „Torflut-Cup“. Die Resultate lesen sich wie Eishockey-Ergebnisse. Von 13:0, über 8:1, 7:3 (gleich zweimal), 6:5 und 6:4 war fast jedes Ergebnis dabei, das in Herren-Punktspielen eine Rarität gewesen wäre. Das Finale am Samstag zwischen TuS Hinte und Titelverteidiger SF Larrelt endete für diese Verhältnisse standesgemäß – 5:5 hieß es nach 90 Minuten. Nach Elfmeterschießen triumphierte Außenseiter TuS Hinte mit 10:9. Auch im Spiel um Platz drei ließen sich die Stürmer nicht lumpen. Riepe bezwang Frisia Emden 5:3.

Siegertrainer Matthias Voss freute sich über den Torhunger der eigenen Akteure, die in den vier Turnierspielen (ohne Elfmeterschießen) weit mehr Tore erzielten (28) als in der gesamten Bezirksliga-Hinrunde (17). „Ich hoffe, das gibt uns Auftrieb für die Rückrunde“, sagte der Coach des Bezirksliga-Letzten. Gegen die favorisierten Larrelter musste er derart viele Verletzte und Erkrankte ersetzen, dass er keinen einzigen Wechsel vornahm.

Larrelt holte ein 3:5 auf

Sein Team führte nach einem Blitzstart durch Pasquale Gerjets und zweimal Arne Dirks schnell 3:0 (26.). Jonas Nessen verkürzte auf 3:1. Auch nach dem Wechsel ging es rasant und torreich weiter. Nach dem 3:2 von Nessen drückte Dominik de Beer den Ball nach einem Lattenschuss zum 4:2 über die Linie. Und auf das 4:3 von Nils Boekholder antwortete Gerjets mit dem 5:3 in der 73. Minute. „Aber mit Larrelt muss man immer 95 Minuten lang rechnen“, sagte Voss. Das bewahrheitete sich auch in Hinte. Per Foulelfmeter traf Rene Krzatala in der 87. Minute zum 5:4, ehe Torsten Mammen eine Minute später noch das 5:5 besorgte.

Das war zugleich Turniertreffer Nummer 118 (!) im Spiel Nummer 14. Das macht satte 8,4 Tore pro Partie. Im Elfmeterschießen vergaben beide Teams zunächst zwei der fünf Versuche. Beim Stand von 4:4 wehrte dann TuS-Keeper Daniel Dietrich einen Schuss ab. Das entscheidende Tor zum 10:9-Gesamtstand markierte dann Dominik de Beer.

Der Stürmer war im Sommer von der D-Klasse aus Wirdum nach Hinte gewechselt, hatte zuvor nie trainiert und kommt jetzt immer besser zurecht. „Er wird uns noch Freude bereiten“, sagt Trainer Voss. Der Coach hofft nach diesem Triumph, dass sich Hintes Torflut auch am Samstag zum Rückrundenstart gegen den FC Norden fortsetzt.

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