Avacon-Cup-Finale in Barsinghausen  Ostfriesische Fußball-Talente ärgern auch Hannover 96

| | 21.02.2024 16:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Stützpunkt-Spieler aus Timmel (orangefarbene Trikots) machten nach dem Turnier ein gemeinsames Foto mit dem Sieger Hannover 96. Foto: Privat
Die Stützpunkt-Spieler aus Timmel (orangefarbene Trikots) machten nach dem Turnier ein gemeinsames Foto mit dem Sieger Hannover 96. Foto: Privat
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Erstmals seit acht Jahren schaffte es der DFB-Stützpunkt Timmel zum Finale des Sichtungsturnieres. Die weite Reise lohnte sich für die D-Junioren. Gegen den Sieger Hannover 96 gelang etwas Besonderes.

Barsinghausen - Toll vertreten hat der DFB-Stützpunkt Timmel Ostfriesland beim Avacon-Cup-Finalturnier in Barsinghausen. Die talentiertesten Fußballer des Jahrgangs 2012 mit dem Wohnort im Landkreis Aurich landeten beim zweitägigen Turnier in der Karl-Laue-Halle auf dem vierten Platz. Schon die Qualifikation als Sieger des Vorrundenturnieres in Moorhusen wenige Tage zuvor war ein großer Erfolg.

Der Stützpunkt aus Timmel (dunkle Trikots) hatte das Vorrundenturnier in Moorhusen gewonnen, sich so für Barsinghausen qualifiziert. Foto: Doden/Emden
Der Stützpunkt aus Timmel (dunkle Trikots) hatte das Vorrundenturnier in Moorhusen gewonnen, sich so für Barsinghausen qualifiziert. Foto: Doden/Emden

„Wir sind sehr zufrieden mit den Jungs. Sie haben das toll gemacht“, sagte Thomas Kuhlmann, der den Timmeler Stützpunkt mit den Jahrgängen 2010 bis 2012 gemeinsam mit Ingo Jakobs und Carsten Schubert trainiert. In Barsinghausen unterstützte ihn Kreisauswahl-Trainer Tim Bohlen aus Moordorf.

Sohn von Ex-Profi fällt auf

In der Zentrale des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) in Barsinghausen, wo im Sommer auch die türkische Nationalmannschaft ihr EM-Quartier beziehen wird, trafen Montagabend und Dienstagvormittag nun die sechs Vorrundensieger aus ganz Niedersachsen aufeinander. Am Sichtungsturnier um den Avacon-Cup, bei dem der NFV Spieler für die Bildung einer Landesauswahl sichtet, nehmen die DFB-Stützpunkte und U12-Teams der Vereine mit Nachwuchsleistungszentren teil. Diese sind aufgrund ihrer Klasse und des erhöhten Trainingspensums auch meist favorisiert.

Dieser Rolle wurden Hannover 96 als Sieger und der VfL Osnabrück als Zweiter auch gerecht. Mit Emir Dinc (Hannover 96) und Kian Heider (VfL Osnabrück) stellte der Profi-Nachwuchs mit je fünf Treffern auch die Torjäger. Heider ist der Sohn vom langjährigen Osnabrück-Profi und ehemaligen Kapitän Marc Heider.

Nur Ostfriesen punkten gegen 96

Unterstützt von den Familien reisten die ostfriesischen Talente am Montag nach Barsinghausen. Für das Turnier bekamen die Elf- und Zwölfjährigen offiziell schulfrei. Am Montagabend wurde dann das erste 15-Minuten-Spiel gegen Hannover West unglücklich 1:2 verloren. Danach gab es beim 2:1 gegen den Stützpunkt Heide-Wendland schon den ersten Sieg. Für die Jungs folgte dann in Zweier- und Dreierzimmern eine Nacht in der NFV-Sportschule. „Das alles war natürlich auch total aufregend für die Jungs“, sagte Thomas Kuhlmann.

Kader von Timmel

Stützpunkt Timmel in Barsinghausen: Fynn Thaden (SG Egels/Popens), Gustav Stoppa (TuS Westerende), Conner Pötke (TuRa Marienhafe), Julian Uphoff (TuS Halbemond), Mikko Cassens, Jason Kurtaj (beide JSG Großefehn), Paul Willms (SpVg Aurich), Rezi Takidze (RW Emden).

Tags darauf stand um 10.30 Uhr das dritte von fünf Spielen an. „Da haben wir leider nicht gut gespielt, auch wenn die Niederlage etwas zu hoch ausfiel“, erklärte Kuhlmann nach dem 0:4 gegen den VfL Osnabrück. Und danach folgte schon die Begegnung gegen den dominanten Nachwuchs von Hannover 96. Doch die Talente aus Timmel verteidigten geschickt und setzten auch immer wieder offensive Akzente. Nach 15 Minuten hatten die Ostfriesen dem Turniersieger als einziges Team einen Punkt „abgejagt“. Beim 2:2 führte Timmel sogar zweimal und hatte zwischenzeitlich sogar die Chance zum 3:1.

Ein Sieg zum Abschluss

Im letzten Spiel vor der Heimfahrt gab es am Mittag noch einen 2:1-Sieg gegen den Stützpunkt Hannover-Ost. Damit waren die ostfriesischen Talente aus Halbemond, Westerende oder Aurich mit sieben Punkten nur wegen der minimal schlechteren Tordifferenz Vierter hinter dem Heide-Wendland-Kreis. „Das waren zwei tolle Tage für uns und sportlich absolut zufriedenstellend“, sagte Thomas Kuhlmann.

Letztmals hatte sich vor acht Jahren ein Timmeler Stützpunktteam für das Finalturnier qualifiziert. Wenn im Sommer dann erste Einladungen zur weiteren Landesauswahl-Sichtung eingehen, dürfte auch manch ostfriesisches Talent dabei sein.

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