Julian Stöhr populär  Eine Million Abrufe – dieses Kickers-Video verzückt das Netz

| | 16.02.2024 14:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Julian Stöhr (Mitte) ist ein Defensivspieler, der aber auch immer wieder in der Offensive Akzente setzt, wie das Video vom Testspiel gegen Friesoythe bewies. Fotos: Doden
Julian Stöhr (Mitte) ist ein Defensivspieler, der aber auch immer wieder in der Offensive Akzente setzt, wie das Video vom Testspiel gegen Friesoythe bewies. Fotos: Doden
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Am Sonntag spielt Kickers bei Arminia Hannover. Für Furore sorgten die Emder bereits in den vergangenen Tagen. Ein Video, das einen Trick von Julian Stöhr im Testspiel zeigt, ist der Renner.

Emden - Trotz der Absagen beider bislang angesetzten Partien (in Bornreihe und gegen Meppen II) hat Fußball-Oberligist BSV Kickers Emden im neuen Jahr bereits bundesweit Furore gemacht. Dafür sorgten Defensivmann Julian Stöhr und die Social-Media-Abteilung der Emder. Denn eine kuriose Szene mit Stöhr in der Hauptrolle vom 5:1-Testspielsieg am Dienstag gegen Hansa Friesoythe verzeichnete mehr als eine Million Abrufe alleine bei den sozialen Netzwerken Instagram (750.000) und Tiktok (360.000). Am Sonntag ab 13 Uhr sind solche Zahlen uninteressant. Für Stöhr und seine Mitspieler geht es bei Arminia Hannover um Punkte für den Aufstiegskampf.

„Wir wollen unbedingt einen guten Start in die Rückrunde erwischen und das Spiel natürlich gewinnen“, sagt Trainer Stefan Emmerling. Wenn nicht noch massiver Regen auf Hannover niederprasselt, beginnt für den BSV damit das neue Jahr in der Oberliga genauso wie das alte endete: mit einem Spiel gegen den Tabellenvorletzten Arminia Hannover. Und wenn es nach den Emdern geht, dürfte sich auch ruhig das Resultat wiederholen. Beim sogenannten „Retterspiel“ zu Nikolaus sammelten die Ostfriesen nicht nur eine fünfstellige Summe für eine bessere Zukunft ein, sondern siegten auch mit 4:1. „Diesmal wird es schwieriger“, warnt der BSV-Trainer. „Arminia hat sich noch nicht aufgegeben und im Winter personell nachgelegt.“

Däne nun Arminen-Coach

Neben mehreren Neuzugängen im Kader gibt es auch eine Veränderung auf der Trainerbank. Nach der Trennung von Semir Zan verpflichtete der Klub den 58-jährigen Dänen Henrik Larsen, der einst in der 2. Liga (VfB Lübeck) gespielt hat und nun von Nordjylland in die Landeshauptstadt umgezogen ist. Nach dem 0:0 in Eilvese folgt am Sonntag Larsens Heimdebüt am altehrwürdigen Bischofsholer Damm – es sei denn, heftige Niederschläge setzen dem leicht aufgeweichten Spielfeld arg zu. „Zu 70 bis 80 Prozent kann gespielt werden“, sagt Arminias Teamverantwortlicher Frank Willig. „Die endgültige Entscheidung fällt Samstag.“

Die Emder hoffen natürlich auf grünes Licht aus Hannover. Ganz besonders motiviert sein wird der Emder André N’Diaye. Der 23-Jährige wechselte 2022 von Arminia zum BSV und trifft nun auf viele Freunde und seinen Ex-Klub.

Stöhr düpiert Friesoyther

Auch Julian Stöhr brennt auf seinen Einsatz. Nachdem er Ende der Hinrunde seinen Stammplatz als Außenverteidiger verloren hatte, kehrt er nun im defensiven Mittelfeld für den verletzten Janek Siderkiewicz aufs Feld zurück. Am Dienstag bewies der bei SF Larrelt groß gewordene Kicker im Testspiel, dass er nicht allein über Abwehrqualitäten verfügt. Nach einem Zuspiel ließ er mit dem ersten Ballkontakt und einer geschickten Körpertäuschung einen Friesoyther derart sehenswert ins Leere laufen, dass dem Gegenspieler mitten im Spiel ein lautes „Scheiße“ entfuhr. „Ich habe es direkt gehört“, sagt Stöhr schmunzelnd. Die Sequenz von dieser Szene ging viral und ist nach dem mehr als zwei Millionen mal geklickten 4:3-Siegtor im Schlammspiel gegen Bersenbrück das am meisten bewunderte Kickers-Video aller Zeiten. Der Stöhr-Trick war übrigens kein Zufall. „Wer schon länger mit mir zusammenspielt, weiß dass ich den beherrsche.“ Die Sequenz von dieser Szene ging viral und ist nach dem mehr als zwei Millionen mal geklickten 4:3-Siegtor im Schlammspiel gegen Bersenbrück das am meisten bewunderte Kickers-Video aller Zeiten.

Nach dieser filigranen Aktion für die Galerie auf Kunstrasen erwarten die Kickers-Akteure nun Schwerstarbeit auf einem vermutlich tückischen Rasenspielfeld – und das nach einer verkürzten Nacht. Die Emder müssen sich früh aus dem Bett quälen, denn die Abfahrt erfolgt um 7.30 Uhr. Anstoß ist auf Geheiß des Ministeriums für Inneres und Sport bereits um 13 Uhr.

Bei einem Spielbeginn um 15 Uhr bestünde laut Sebastian Plog, dem Technischen Direktor des BSV, das Risiko, dass Kickers Fans am Hauptbahnhof auf andere Fangruppen treffen würden. „Hannover gilt als Bündelungsbahnhof“, hat Plog erfahren. Es ist eine Art Umsteigekreuz für reisende Fans aus allen Richtungen. Für Spieler und Anhänger aus Ostfriesland bedeutet das eine Frühschicht, für die sie natürlich mit drei Zählern honoriert werden wollen.

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