Trainer verlängert Vertrag  Wie Germania Leer mit Erhan Colak in die Landesliga will

| | 05.02.2024 14:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Erhan Colak trainiert die Germania-Fußballer seit vergangenen Sommer. Foto: Doden/Emden
Erhan Colak trainiert die Germania-Fußballer seit vergangenen Sommer. Foto: Doden/Emden
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Der Coach hat ebenso wie sein Trainerteam für eine weitere Saison zugesagt. Seit dem 23. Januar bereitet sich der Bezirksligist auf den zweiten Saisonteil vor. So bewertet der Trainer das Meisterrennen.

Leer - Es sind arbeitsreiche Wochen beim VfL Germania Leer. Fünfmal die Woche trifft sich die Bezirksliga-Mannschaft derzeit, um sich fit zu machen für den Start der zweiten Saisonhälfte Anfang März. Und zwischen Trainingsvorbereitung, Trainingseinheiten und Testspielen stehen auch noch Zukunftsgespräche an. Das von Coach Erhan Colak sollte eher als „Blitz-Gespräch“ bezeichnet werden. Der Trainer des Tabellenzweiten gab nun seine Zusage für eine weitere Spielzeit am Hoheellernweg. „Das dauerte keine fünf Minuten, da waren wir durch“, erzählt der 42-Jährige.

Trainer Erhan Colak (rechts) ist froh, dass auch Co-Trainer Jörg Romanowski (Mitte) und Torwarttrainer Xavier Rieger (links) an Bord bleiben. Foto: Doden
Trainer Erhan Colak (rechts) ist froh, dass auch Co-Trainer Jörg Romanowski (Mitte) und Torwarttrainer Xavier Rieger (links) an Bord bleiben. Foto: Doden

Schnell ging es auch bei Jörg Romanowski (Co-Trainer) und Xavier Rieger (Torwarttrainer), die wie Colak seit Sommer 2023 im Amt sind. „Es ist super, dass wir im Team weitermachen. Es macht großen Spaß, es passt bei uns dreien einfach zusammen“, sagt Colak.

So sieht Colak den Titelkampf

Dass das Trio sich schnell mit dem Verein auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigen konnte, ist keine Überraschung. Sportlich läuft es bei den Germanen diese Saison. Die Leeraner sind Tabellenzweiter, verloren noch kein Spiel und sammelten 35 von 39 möglichen Punkten. Die Germanen haben gegenüber Tabellenführer TV Bunde (36 Punkte) auch ein Spiel weniger absolviert. „Es wäre Spinnerei, wenn ich jetzt sagen würde, dass es für uns nicht um den Aufstieg geht. Wir haben gute Chancen und wollen diese auch nutzen. Wir wissen aber auch um die Konkurrenz, die im Spitzenfeld der Liga herrscht“, sagt Erhan Colak. Auch der noch ungeschlagene Dritte SF Larrelt (14 Spiele/34 Punkte), der Vierte SV Großefehn (15/33) und der Fünfte TuRa 07 Westrhauderfehn (14/32) besitzen neben Bunde und Leer Titel- und damit Aufstiegschancen. Der Meister steigt direkt in die Landesliga auf.

Der TV Bunde und Germania Leer sind zwei von fünf Titelkandidaten. Foto: Doden/Emden
Der TV Bunde und Germania Leer sind zwei von fünf Titelkandidaten. Foto: Doden/Emden

Die Gespräche führte Colak mit dem 2. Vorsitzenden Ferhat Özdemir und dem neuen Sportlichen Leiter Vitali Daniltschenko (1. und 2. Herren). Letzterer ist erst seit wenigen Wochen im Amt, hatte aufgrund der Vermittlung der moldawischen Spieler aber schon einen Bezug zum VfL. Die jungen Akteure haben qualitativ und quantitativ großen Anteil am Team-Erfolg der Germanen. Im Winter wuchs die Zahl der Kicker, die zunächst aus beruflichen Gründen in die Region kamen und nun auch für den VfL spielen, auf zehn an.

Niederlage gegen Bümmerstede

Erhan Colak weiß natürlich um die Stärke und Wucht seines Kaders. „Unser Anspruch ist es auch, jedes Spiel zu gewinnen. Wir wissen aber auch, wie schwer es in vielen Spielen werden wird. Darauf müssen wir uns einstellen. Und auch darauf, dass wir natürlich mal ein Spiel verlieren werden.“

Für diese „Widerstandsfähigkeit“ sei die Testpartie gegen den Oldenburger Bezirksligisten Blau-Weiß Bümmerstede am Sonntag auf dem Kunstrasen in Strücklingen ein guter Test gewesen. Die Partie ging 1:2 verloren, das Anschlusstor erzielte Nichita Murovanii. „Ergebnisse sind in der Vorbereitung zweitrangig. Wir hätten mehr Tore machen müssen. Wir wurden von Bümmerstede aber körperlich so gefordert, wie ich es erwartet hatte. Das kommt auch in der Liga öfters auf uns zu“, so Colak.

Vorbereitung läuft gut

18 Spieler konnte er am Sonntag aufbieten. Montagabend beim Training will er 20 begrüßen. Trainiert wird derzeit auf dem Rasenplatz am Pastorenkamp, drei- bis viermal die Woche. Je nachdem wie viele Testspiele anstehen. „Der Platz ist für die Jahreszeit überragend. Auch die Beteiligung ist super, das heizt den Konkurrenzkampf an“, sagt Colak, der mit seinem Team am Mittwoch, 7. Februar, bei Bezirksligist SpVg Aurich (20.30 Uhr) schon den nächsten Test absolviert.

Danach folgen noch vier weitere Partien und Top-Gegner wie Landesligist VfL Oythe (10.2.) und die Bezirksliga-Spitzenteams Frisia Wilhelmshaven (18.2.) und Eintracht Nordhorn (25.2.), ehe es eine Woche später wieder um Punkte geht. „Am 1. März gegen den SV Holtland wollen wir auf den Punkt fit sein.“

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