Letztes Testspiel vor Oberliga-Start  Kickers glückt die Generalprobe beim Regionalligisten

| | 27.01.2024 18:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mit den drei Testspielen im Januar zeigte sich Trainer Stefan Emmerling zufrieden. Foto: Doden/Emden
Mit den drei Testspielen im Januar zeigte sich Trainer Stefan Emmerling zufrieden. Foto: Doden/Emden
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Erstmals konnte der Tabellenführer in diesem Jahr auf Rasen spielen. Im Stadion vom SV Drochtersen/Assel gaben die Ostfriesen eine gute Figur ab. Ein Spieler tat das auf ungewohnter Position.

Drochtersen - Nach einer kurzen Vorbereitung scheint Fußball-Oberligist Kickers Emden gewappnet zu sein für den Start der zweiten Saisonhälfte am Sonntag, 4. Februar, bei BW Bornreihe. Nach zwei klaren Testspielsiegen auf Kunstrasen gegen West-Regionalligist RW Ahlen (4:0) und Landesliga-Spitzenreiter SV Wilhelmshaven (6:1) gab es bei der Liga-Generalprobe am Samstag acht Tage vor dem Punktspielstart ein ordentliches 1:1 beim Nord-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel. Die Partie fand im Stadion des Tabellenelften auf Rasen statt.

Spieldaten

Kickers: Djokovic (46. Onken)– Engel, Herbst (67. Dassel), Eilerts, N’Diaye – Kaissis (73. Lameyer), Stöhr – Steinwender (81. Buß), Steffen (39. Schiller), Sobotta (73. Abbey) – Steffens.

Tore: 0:1 Eigentor Haut (55.), 1:1 Schmiederer (69.).

„Es war ein richtiger Härtetest für uns beim Regionalligisten. Wir wurden extrem gefordert und haben andersherum auch den Gegner gefordert“, sagte Emdens Trainer Stefan Emmerling. Er freute sich dabei besonders, dass die Begegnung auf Naturrasen stattfinden konnte. „Es war ein sehr intensives Spiel. Es ist einfach ein Unterschied, ob man auf Kunstrasen oder Rasen spielt. Das war wichtig mit Blick auf Bornreihe.“

Emder Führung durch Eigentor

Das Spiel war im Grunde über 90 Minuten verteilt und ziemlich ausgeglichen. So gab es auch nur wenige Torchancen. Die Emder Führung entstand in der 55. Minute nach einer Flanke von Pascal Steinwender. Sebastian Haut fälschte den Ball ins eigene Tor ab. Sieben Minuten später landete der Ball nach einer Emder Flanke noch auf der Torlatte.

Den Ausgleich markierte dann Felix Schmiederer, der im Weser-Ems-Gebiet auch noch als ehemaliger Torjäger vom Landesligisten TV Dinklage bekannt ist. Nach einer Flanke traf er sehenswert aus der Drehung in echter Torjäger-Manier (69.). Die beste Drochtersen-Chance bis dahin vereitelte Kickers-Torwart Moritz Onken kurz nach Wiederanpfiff. Onken war zur Pause für Isaak Djokovic gekommen. Der dritte Torwart, Winter-Neuzugang Marcel Bergmann, ist weiterhin verletzt und konnte nur zuschauen.

Julian Stöhr auf neuer Position

Kurz vor Schluss bot sich Kickers noch die Chance auf ein zweites Tor. Doch ein vielversprechender Konter über Keno Buß konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Sein Querpass zum nacheilenden Said Abbey wurde von einem Verteidiger abgefangen. „Letztendlich war es dann aber auch ein gerechtes Unentschieden“, befand Stefan Emmerling. „Die Fahrt hier hin hat sich gelohnt.“

Die Emder Startelf in Drochtersen könnte auch die am 4. Februar in Bornreihe sein. Dabei tauchte Außenverteidiger Julian Stöhr überraschend im defensiven Mittelfeld auf, bildete mit Kai Kaissis die Doppel-Sechs. In der Hinserie übte die Rolle Janek Siderkiewicz aus, der sich im Testspiel gegen Wilhelmshaven aber eine schwere Verletzung zuzog. Er wird mit einer Schultereckgelenksprengung längere Zeit ausfallen.

Julian Stöhr sammelte Pluspunkte beim Trainerteam. Foto: Doden/Emden
Julian Stöhr sammelte Pluspunkte beim Trainerteam. Foto: Doden/Emden

Am Ende der Hinserie hatte Stöhr seinen Stammplatz in der Viererkette verloren, wurde meist eingewechselt. Nun könnte er auf anderer Position wieder zu der ersten Elf gehören. Denn der Sommer-Zugang aus Delmenhorst, der über reichlich Regionalliga-Erfahrung verfügt, zeigte im Mittelfeld eine gute Leistung, ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Das sah auch Stefan Emmerling so: „Eine sehr gute Leistung auf einer ungewohnten Position. Wir haben den Kader durchleuchtet und geschaut, wer in die Rolle von Janek schlüpfen kann. Und wir finden, dass Julian Stöhr einer unserer besten Zweikämpfer ist und darüber hinaus sehr kopfballstark ist. Er hat es richtig gut gelöst, viele Zweikämpfe gewonnen und auch gute Bälle nach vorne gespielt.“

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