Oberligist testete gegen Wilhelmshaven  Kickers Emden siegt 6:1 und bangt um Janek Siderkiewicz

| | 24.01.2024 21:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Pascal Steinwender traf in Halbzeit eins fast spektakulär. Der Ball ging aber über das Tor. Foto: Doden/Emden
Pascal Steinwender traf in Halbzeit eins fast spektakulär. Der Ball ging aber über das Tor. Foto: Doden/Emden
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Bei der Partie auf dem Kunstrasen von Rot-Weiß erlebte Kickers Party-Minuten nach der Pause mit vier Toren in acht Minuten. Kurz darauf gab es einen Schreckmoment. Siderkiewicz musste ins Krankenhaus.

Emden - Die Kickers-Maschine läuft auch 2024: Nach dem 4:0 im Testspiel gegen Regionalligist RW Ahlen am 13. Januar gab es für Fußball-Oberligist Kickers Emden im zweiten Test elf Tage später am Mittwochabend einen 6:1-Sieg gegen den Landesliga-Tabellenführer SV Wilhelmshaven. „Es war gut, dass wir mal wieder testen konnten, nachdem das Jeddeloh-Spiel ausgefallen war. Und es war auch ein guter Test von uns“, sagte Trainer Stefan Emmerling nach der Partie auf dem Kunstrasen-Platz von Rot-Weiß Emden, die sich auch Manager Henning Rießelmann aus einem kleinen Holzhäuschen anschaute.

Henning Rießelmann verfolgte die Partie aus einer Art Sprechturm. Vom Holzhäuschen aus hatte er einen guten Blick. Foto: Doden/Emden
Henning Rießelmann verfolgte die Partie aus einer Art Sprechturm. Vom Holzhäuschen aus hatte er einen guten Blick. Foto: Doden/Emden

Beste Laune herrschte bei Kickers nach der Partie aber nicht. Denn es gibt große Sorgen um Janek Siderkiewicz. „Das ist ein großer Wermutstropfen an diesem Abend, weil Schlimmeres zu befürchten ist“, schnaufte Emmerling. Der technisch versierte und stets fleißige Mittelfeldspieler, der sich in der Hinserie einen Stammplatz erkämpft hatte, fiel nach einer Rettungsaktion im Emder Strafraum in der 67. Minute unglücklich auf die Schulter. Er musste mit großen Schmerzen ausgewechselt werden. Nach der Erstbehandlung durch die Physiotherapeuten vor Ort fuhren diese mit Janek Siderkiewicz noch zu Untersuchungen ins Emder Krankenhaus.

Torflut nach Wiederanpfiff

Auch wenn Emden nach ausgeglichenem Beginn auch schon in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel und ein Chancenplus hatte, lief das Emder Spiel in den ersten 45 Minuten noch nicht völlig rund. „Wir hatten da zwei, drei Ballverluste, die der SVW auch mit einem Tor hätte bestrafen können. Das war ein robuster Gegner mit Gardemaß, aber das wollten wir ja bewusst auch.“ Tido Steffens hatte Emden nach Pass von Pascal Steinwender nach 31 Minuten in Führung gebracht. Der Vorlagengeber, David Schiller (zweimal) und Zugang Marcell Sobotta besaßen weitere gute Chancen vor der Pause.

Winter-Neuzugang Marcell Sobotta zeigte in manchen Szenen, dass er eine Verstärkung werden kann. Foto: Doden/Emden
Winter-Neuzugang Marcell Sobotta zeigte in manchen Szenen, dass er eine Verstärkung werden kann. Foto: Doden/Emden

Direkt nach Wiederbeginn zeigte sich Kickers dann gnadenlos. „Wir haben da viel Druck gemacht“, so Emmerling. Innerhalb von acht Minuten erzielte der BSV zwischen der 46. und 53. Minute vier Treffer durch David Schiller (2), Said Abbey und Marvin Eilerts zum 5:0. Jan Roschlaub beendete mit dem 5:1 die Party-Minuten vor 50 Zuschauern (55.). Der SVW hatte zwischen dem 3:0 und 4:0 eine weitere Großchance. Danach gab es nicht mehr sehr viele besondere Szenen. Noch das 6:1 durch Sven Lameyer in der 90. Minute – und einige Minuten zuvor die möglicherweise schwere Verletzung von Janek Siderkiewicz.

Spieldaten

Kickers: Onken (46. Djokovic) – Engel (56. Ndiaye), Herbst, Dassel (32. Eilerts), Stöhr – Kaissis (46. Siderkiewicz/71. Schönfelder), Lameyer – Steinwender (46. Abbey), Sobotta (56. Visser) – Steffens (56. Buß), Schiller, (56. Steffen).

Tore: 1:0 Steffens (31.), 2:0, 3:0 Schiller (46./ 48.), 4:0 Abbey (50.), 5:0 Eilerts (53.), 5:1 Roschlaub (55.), 6:1 Lameyer (90.).

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