Erste Etappe am 30. April  43. Ossiloop startet mit zwei Premieren

| | 22.01.2024 16:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nach dem Regenloop 2023 hoffen die Veranstalter natürlich, dass in diesem Jahr wieder für alle Läufer die Sonne scheinen wird. Fotos: Ortgies
Nach dem Regenloop 2023 hoffen die Veranstalter natürlich, dass in diesem Jahr wieder für alle Läufer die Sonne scheinen wird. Fotos: Ortgies
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Erstmals kann der Lauf auch ohne Zeitnahme absolviert werden. Edzard Wirtjes begründet, warum sich für diese Möglichkeit vor allem Frauen interessieren.

Leer - Wenn am 30. April 2024 der Startschuss zum 43. Ossiloop ertönt, werden die Teilnehmer gleich zwei Premieren erleben. Dann werden bis zum 17. Mai erstmals Sportler im Feld unterwegs sein, deren Zeit nicht gemessen wird. Und die zweite Neuerung betrifft den Chefposten. Gleich zwei Organisatoren werden sich die Leitung des Sechs-Etappen-Laufs teilen. „Wir treten sozusagen mit einer Doppelspitze an“, sagt der langjährige alleinige Verantwortliche Edzard Wirtjes.

Ob Edzard Wirtjes vor dem Start der sechs Etappen die Läufer und das Publikum wieder per Mikrofon begrüßen wird, ist noch offen.
Ob Edzard Wirtjes vor dem Start der sechs Etappen die Läufer und das Publikum wieder per Mikrofon begrüßen wird, ist noch offen.

Vor einem Jahr musste Wirtjes aus gesundheitlichen Gründen passen. „Da hat mir mein Team gezeigt, dass ich gar nicht unbedingt gebraucht werde.“ Der 26-jährige Jasper Poppens regelte und plante laut Wirtjes alles so makellos, „dass es für mich ein richtig beruhigendes Gefühl war“.

Bislang 565 Anmeldungen

Deshalb gönnt es sich Edzard Wirtjes nun, nicht mehr die alleinige Last der Verantwortung zu tragen. „Wie nun genau mein Beitrag aussieht, haben wir noch nicht festgelegt.“ Es ist noch nicht einmal sicher, dass Wirtjes mit seinem Velomobil dem Läuferfeld wie gewohnt vorausfahren wird. „Das hat 2023 auch Enno Heidergott viel Spaß bereitet.“ Derzeit freut sich Wirtjes darüber, dass der Trend bei den Anmeldungen nach den heftigen Auswirkungen der Corona-Zwangspause wieder leicht nach oben zeigt. 565 Starter sind bislang gelistet. „Das ist zu diesem Zeitpunkt ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr.“

Jasper Poppens hatte als Organisator 2023 alles im Griff.
Jasper Poppens hatte als Organisator 2023 alles im Griff.

Beim Neustart nach Corona war die Läuferschar von einst 3000 Athleten auf 900 eingebrochen. Vor einem Jahr lagen den Organisatoren bereits wieder 1400 Anmeldungen vor. „Unsere Kosten sind gestiegen. Es wäre schon gut, wenn wir diesmal die 1500 übertreffen würden“, sagt Wirtjes.

Männer leistungsorientierter

Zu dieser Masse wird die neue Kategorie der Läufer ohne Zeitnahme vermutlich noch nicht viel beitragen. Bis Montagmittag hatten sich bei dieser Gruppe erst sieben Frauen und ein Mann angemeldet. „Das wird in Zukunft zunehmen“, prophezeit Wirtjes. „Der Trend geht weg vom Leistungsgedanken.“ Den Organisator überrascht die Zusammensetzung der bisherigen Achtergruppe ganz und gar nicht. „Männer sind tendenziell leistungsorientierter. Die wollen sich beweisen und wollen Zeiten. Frauen geht es beim Laufen mehr um die Gesundheit.“

Die Kluft zwischen Männern und Frauen sei umso größer, je extremer die Distanzen sind. „Beim Marathon haben wir den geringsten Frauenanteil – auch wenn der Unterschied langsam kleiner wird.“ Das Gegenstück bildet dazu offenbar ein Lauf ohne Zeitnahme. „Es wundert mich überhaupt nicht, dass sich dafür vor allem Frauen anmelden.“

Erinnerungen an Regenloop 2023

Vor einem Jahr waren schon drei Athleten ohne Zeitnahme beim Ossiloop unterwegs. „Diese Möglichkeit haben wir ganz kurzfristig eingeräumt. Diesmal ist es offiziell“, sagt Wirtjes. „Das werden wir beibehalten und die Gruppe wird in den nächsten Jahren größer werden.“

Neben langsam wieder steigenden Starterzahlen hat „Mr. Ossiloop“ noch einen weiteren Wunsch für die diesjährige Auflage, die am 17. Mai in der Leeraner Fußgängerzone enden wird: „Im vergangenen Jahr hatten wir das schlechteste Wetter der Ossiloop-Geschichte. Das sollte diesmal doch etwas besser sein.“

Gleich bei fünf von sechs Etappen waren 2023 die Läufershirts vom Regen durchnässt. Und mit gerade einmal 7 Grad bekamen die Frauen und Männer die kältesten Temperaturen zu spüren, die jemals beim Start der Kultveranstaltung gemessen wurden. Es kann also eigentlich nur schöner und wärmer werden.

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