Nachlese zum Hallenfußballturnier  11.500 Zuschauer an neun Tagen – so lief der 30. Aurich-Cup

| | 08.01.2024 17:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Der Aurich-Cup ist ein Zuschauermagnet. Gerade die Abendspiele sind meist gut besucht. Das Foto zeigt den Anhang des Frauensiegers SV TiMoNo. Foto: Doden/Emden
Der Aurich-Cup ist ein Zuschauermagnet. Gerade die Abendspiele sind meist gut besucht. Das Foto zeigt den Anhang des Frauensiegers SV TiMoNo. Foto: Doden/Emden
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Gastgeber SpVg Aurich zog ein positives Fazit der intensiven Zeit in der Sparkassen-Arena. Beim Fan-Pokal gab es ein Duell zwischen zwei Lagern. Wird es nächstes Jahr wieder Derby-Gruppen geben?

Aurich - Um 0.30 Uhr in der Nacht zu Montag schloss die SpVg Aurich die Sparkassen-Arena ab – damit war der 30. Aurich-Cup nach dem Abbau des Fußballfeldes samt Banden, Toren und Kunstrasen beendet. „Da waren wir mit dem Abbau dieses Jahr ziemlich flott“, sagte SpVg-Geschäftsführer Stefan Wilts. Rund zwei Stunden zuvor endete erst das letzte Spiel des 30. Aurich-Cups mit dem Finalsieg der Bezirksliga-Männer des TuS Middels gegen den SV Großefehn. Stefan Wilts und einige Mitstreiter erledigen nun noch Nach- und Restarbeiten, die bei einem Turnier solch einer Größenordnung anfallen. Unsere Zeitung warf mit ihm einen Blick zurück und voraus. Und schaute sich auch nochmal die Hallenkönige des TuS Middels an.

Im Männer-Endspiel besiegte der TuS Middels (links) den SV Großefehn 4:3. Foto: Doden/Emden
Im Männer-Endspiel besiegte der TuS Middels (links) den SV Großefehn 4:3. Foto: Doden/Emden

„Wir sind rundumzufrieden mit dem Ablauf“, freute sich Stefan Wilts. Das lag auch an den Zuschauerzahlen, die er nach den neun Turniertagen präsentierte. „Insgesamt waren 11.500 Zuschauer dabei. Das waren rund 1500 mehr als im Jahr zuvor.“ Der erste Abend am 28. Dezember mit einigen Derbys und dem Auftritt von SuS Steenfelde samt ihrer bekannten Klubgesichter Wilke Zierden und Udo Tesch sorgte gleich für eine rappelvolle Arena und allerbeste Stimmung. Das lag besonders auch am Steenfelder Fanlager, das aus fast 200 Personen bestand.

Steenfelde gewinnt Fanpokal

Am Finaltag kürte die SpVg Aurich den Klub aus der B-Klasse, der sportlich in der Vorrunde ausschied, auch zum Sieger des Fanpokals. SuS erhält ein 50-Liter-Fass Bier. „Dahinter sorgte der TuS Westerende an mehreren Abend für die beste Stimmung“, meinte Wilts. Die Abende mit vielen lokalen Teams und natürlich der Finaltag waren die Zuschauermagneten.

Der „Gabentisch“ am Finaltag war reichlich bestückt. Foto: Doden/Emden
Der „Gabentisch“ am Finaltag war reichlich bestückt. Foto: Doden/Emden

324 Teams hatten dieses Jahr an dem Ereignis in der Sparkassen-Arena teilgenommen. Der Rekord liegt laut bei Wilts bei 364. Die Teilnehmerzahl variiert jedes Jahr. „Vergangenes Jahr hatten wir auch einen Turniertag mehr“, sagt Stefan Wilts. Für den Finaltag hatte die SpVg 1200 Medaillen, 400 kleine Siegerpokale und 56 Aurich-Cup-Sieger-Trophäen geordert.

Wilts sieht friedliches Turnier

Großen Ärger habe es nicht gegeben, berichtet Stefan Wilts. Der Sicherheitsdienst habe einmal einen B-Jugendfußballer des BSV Kickers Emden der Halle verweisen müssen, weil der seine Emotionen nicht in den Griff bekam. Auf dem Feld gab es natürlich auch die eine oder andere Zeitstrafe. „Mir sagten die Schiedsrichter, dass aber alles im Rahmen war. Insgesamt gab es an den neun Tagen auch nur zwei Rote Karten“, so Wilts.

Der genaue Termin für den 31. Aurich-Cup wird in einigen Tagen feststehen, wenn die SpVg mit dem Hallenbetreiber Marema über die Termine gesprochen hat. Es dürfte wieder kurz nach Weihnachten losgehen – und am ersten Sonntag im Jahr 2025 enden. Das wäre der 6. Januar. „Ob wir das diesjährige Konzept der Spielplangestaltung wieder anwenden, werden wir im Organisationsteam noch besprechen“, erklärte Stefan Wilts. Das habe aber noch Zeit. Diesmal hatte die SpVg die Gruppen nicht ausgelost, sondern selbst die Einteilungen vorgenommen. Dabei achtete sie darauf, dass es in einer Vorrundengruppe möglichst viele Derbys gab. So sollten unter anderem Stimmung und Fan-Aufkommen gesteigert werden.

Hallenkönige aus Middels

Während in der männlichen und weiblichen Jugend sieben von elf Titeln an ostfriesische Teams gingen, blieben bei den Senioren beide großen Siegerpokale in der Region. Die Frauen des SV TiMoNo – unterstützt von vielen Fans – verteidigten ihren Titel im Oberliga-Final-Duell gegen Gastgeber SpVg Aurich.

Der TuS Middels ist einer von vielen Aurich-Cup-Siegern. Foto: Doden/Emden
Der TuS Middels ist einer von vielen Aurich-Cup-Siegern. Foto: Doden/Emden

Bei den Männern gab es mit dem TuS Middels einen neuen Sieger, der in dieser Hallensaison mächtig auftrumpft. Im Dezember wurde schon der Sparkassen-Cup in Großefehn gewonnen. Beim Energy-Cup in Wilhelmshaven zeigte man ein formidabeles Qualifikationsturnier. Am Samstag musste sich das Team nun teilen. Die eine Hälfte reiste zum Finalturnier nach Wilhelmshaven (Vorrunden-aus), die andere spielte die Achtelfinalrunde beim Aurich-Cup. Dort trat man dann Sonntag zum Finaltag wieder mit „voller Kapelle“ an.

Diesmal hütete nicht Feldspieler Henning Corell als „fliegender Torwart“, der in Ballbesitz für permanente Überzahl sorgte, das Tor. Corell konzentrierte sich aufs Toreschießen, Torwarttrainer Siegfried John aufs Toreverhindern. Um 22.30 Uhr krönte sich Middels nach einem starken Turnier und 4:3-Finalerfolg zum 30. Aurich-Cup-Sieger der Männer.

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