Trainerwechsel am Ellernfeld  Claudio Casto soll SpVg Aurich vor dem Abstieg bewahren

| | 18.12.2023 19:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Claudio Casto trainierte zuletzt die A-Jugend des BSV Kickers Emden. Foto: Doden/Emden
Claudio Casto trainierte zuletzt die A-Jugend des BSV Kickers Emden. Foto: Doden/Emden
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Nach einem turbulenten halben Jahr mit drei verschiedenen Trainern steht der Bezirksligist auf dem Relegationsplatz. Der neue Coach wollte eigentlich diese Saison pausieren. Doch nun kommt alles anders.

Aurich - Die SpVg Aurich ist ein Sorgenkind der Fußball-Bezirksliga. Zweimal gab es einen großen Kader-Umbruch im Sommer, zweimal wurde erst am letzten Spieltag der Klassenerhalt gefeiert. Auch in dieser Saison befindet sich der Klub in akuter Abstiegsgefahr. Drei verschiedene Trainer saßen in der Hinserie auf der Bank. Trainer Nummer vier steht kurz vor Weihnachten nun fest und soll die Auricher vor dem Abstieg retten: der 33-jährige Claudio Casto. Er steigt nach der Hallenrunde im Januar ein.

Zuletzt fungierte Stefan Wilts (rechts) als Interimstrainer. Foto: Doden/Emden
Zuletzt fungierte Stefan Wilts (rechts) als Interimstrainer. Foto: Doden/Emden

„Die Tabelle lügt nicht und wir haben auch schon mehr Spiele als die Konkurrenz absolviert. Für uns geht es darum, den Klassenerhalt zu schaffen – und das möglichst nicht wieder erst am letzten Spieltag“, sagt der neue Trainer, der am Montag von der SpVg in einer Pressemitteilung vorgestellt wurde. Aurich überwintert mit zehn Punkten aus 16 Spielen auf dem Relegationsplatz. „Claudio Casto soll neuen Schwung in unser Team bringen und auch in der sportlichen Ausrichtung künftig mithelfen, dass die 1. Herren wieder in ruhige Fahrwasser kommt“, erklärte die SpVg in einer Vereinsmitteilung.

Schon einmal Aurich-Trainer

Der frühere Jugend- und Herrenspieler der SpVg hatte die 1. Mannschaft schon einmal kurzzeitig in der Saison 2019/2020 trainiert. „Da hatte ich zwei Monate im Herbst geholfen, nachdem Yasin Turan zurückgetreten war.“ Danach übernahm im Januar 2020 Rudi Zedi am Ellernfeld. Seither gab es viele Trainer-Gesichter bei der SpVg. Es folgte im Sommer 2021 Wilfrid Böhling, dann die Interimstrainer Frank Korte und Stefan Wilts. Uwe Groothuis übernahm im Sommer 2022 – und dufte nur 13 Monate bleiben. Nach zwei Spieltagen in dieser Saison musste der 69-Jährige gehen. Es folgte mit Uwe Fischer ein Norder, der in Ostfriesland bisher im Herrenfußball als Trainer nicht in Erscheinung getreten war. Fischer war auch nur zwei Monate im Amt. Er sammelte mit der jungen Mannschaft zehn Punkte, musste nach einer Niederlagen-Serie und einem 0:9 beim TV Bunde Anfang November gehen.

Uwe Fischer war nur etwas mehr als zwei Monate im Amt. Foto: Doden/Emden
Uwe Fischer war nur etwas mehr als zwei Monate im Amt. Foto: Doden/Emden

Stefan Wilts, Erfolgstrainer der B-Juniorinnen, kam dann interimsweise. Unter seiner Regie gab es ein 3:4 gegen den SV Holtland und 1:3 gegen Germania Leer. Danach wurde die Runde unterbrochen, die Teams in die Winterpause geschickt. Es war auch von vornerein kommuniziert, dass Wilts die Doppeltrainer-Rolle nur bis zur Winterpause übernehmen würde. Nun folgt die Stabübergabe an Claudio Casto.

Das machte Casto zuletzt

„Für mich ist das eine absolute Herzensangelegenheit und ich hab richtig Lust, hier was zu bewegen“, sagt Claudio Casto. Der gebürtige Auricher spielte in der Jugend- und im Herrenbereich für die SpVg. Seine aktive Laufbahn beendete der Gastronom, der drei Restaurants betreibt, relativ früh. Vor fünf Jahren landete er bei Kickers Emden, half zunächst teilweise im Hintergrund in der Landesliga bei manchem ostfriesischen Transfer. „Dann habe ich dreieinhalb Jahre die A-Jugend trainiert. Im Sommer war es mal an der Zeit, eine Pause zu machen“, sagt der zweifache Familienvater zweier Kinder (2 Jahre und 8 Monate). Mit den A-Junioren wurde er zuletzt Landesliga-Vizemeister und Bezirkspokalsieger. Kurzzeitig gehörte er als Co-Trainer auch zum Trainerteam der 1. Herren von Stefan Emmerling.

„Eigentlich wollte ich ein Jahr lang Pause machen. Aber ich will der SpVg Aurich nun helfen und habe auch wieder Blut geleckt“, sagt der in Emden wohnende Trainer. „Acht bis neun Spieler aus der Mannschaft habe ich auch schon bei Emden in der A-Jugend trainiert.“ Erstmals auf dem Trainingsplatz begrüßen wird er sein Team am 22. Januar. Die Spieler werden schon vorher von ihm „hören“. „Wir müssen etwas tun. Die Spieler bekommen von mir Laufpläne – los geht es Anfang Januar.“

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