Endspurt bei Retter-Aktion  Kickers-Konto bei 54.000 Euro – Kreta-Reise wird verlost

| | 18.12.2023 13:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nils Janzen (links) und Henning Rießelmann hoffen auf den Erfolg der Retteraktion. Foto: Doden
Nils Janzen (links) und Henning Rießelmann hoffen auf den Erfolg der Retteraktion. Foto: Doden
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Die Spender-Aktion ist mit einer Verlosung verbunden. Da geht es bis Heiligabend um den Hauptgewinn. Der Schriftzug des großzügigsten Spenders landet übrigens in der Rückrunde auf dem Trikot-Popo.

Emden - Zum Endspurt der Retter-Aktion des Fußball-Oberligisten BSV Kickers Emden will Hauptorganisator Nils Janzen Team offenbar noch einmal für richtig Schwung sorgen. Denn beim digitalen Adventskalender, dem Herzstück der Retteraktion, hat der BSV-Marketingchef ganz vorsichtig das Türchen für den 24. Dezember geöffnet. Wer ab Dienstag eine Spende über die Plattform „Gofundme“ (Motto: „Wir retten Kickers“) überweist, ist somit nicht nur bei der Verlosung des Tagespreises mit im Rennen, sondern auch bei dem für Heiligabend ausgelobten Hauptpreis: eine einwöchige Kreta-Reise für zwei Personen.

Allerdings landet nicht automatisch jeder Spender in der virtuellen Lostrommel für den Hauptgewinn. „Die Reise wird unter den Spendern mit den zehn höchsten Beträgen verlost, die von Dienstag bis Heiligabend auf dem Konto eingehen“, sagt Janzen. Am 24. Dezember können noch bis 18 Uhr Spenden überwiesen werden.

Heiligabend steht Gewinner fest

Danach tritt Janzen dann quasi als Kickers-Weihnachtsmann in Erscheinung und zieht den Gewinner des Hauptpreises. Das Ergebnis seiner Bescherung will er noch am Abend über die sozialen Medien bekanntgeben. Ein Kickers-Unterstützer erhält also zu Weihnachten noch ein großes Präsent, das er nicht zu Hause unter dem eigenen Weihnachtsbaum vorfindet. Für denjenigen geht es mit Begleitung für eine Woche ins Marinos Beach Hotel (Superior Doppelzimmer inkl. Frühstück) nach Kreta. Diesen Preis hat der Kickers-Hauptsponsor „Schauinslandreisen“ zu Verfügung gestellt.

Mit der Retter-Aktion wollen Janzen, Kickers-Manager Henning Rießelmann und Co. dazu beitragen, dass der verbliebene Schuldenberg von 150.000 Euro möglichst weit abgetragen wird. „Wir haben jetzt 54.000 Euro auf dem Konto“, sagt er. „Es war uns natürlich klar, dass wir wohl kaum die komplette Summe erreichen werden.“ Über „Gofundme“ sind es bislang 34.000 Euro. Insgesamt 20.000 Euro kommen aus klassischen Überweisungen auf ein Bankkonto und den Einnahmen aus dem „Retterspiel“ am Nikolaustag gegen Arminia Hannover hinzu.

Alte Herren in Führung

Unter dem Motto „Wir retten Kickers den Hintern“ wird der Spender der höchsten Einzelsumme bei den Oberliga-Rückrundenpartien mit einem Schriftzug auf den Popos der Kickers-Spieler vertreten sein. Erster Anwärter sind die Alten Herren von Kickers, die 2222,22 Euro überwiesen haben.

„Ich glaube, die Summe wird noch überboten“, sagt Janzen. Ihm ist eine tolle Aktion zu Ohren gekommen, die noch nicht abgeschlossen ist, aber auf jeden Fall Popo-Potenzial besitzt. Es sieht also danach aus, als wenn die Kampagne auf jeden Fall noch die 60.000-Euro-Summe knacken wird.

Ob dieser Betrag sowie die Verhandlungen des Steuerberater-Teams und des Wirtschaftsbeirats mit Gläubigern und Sponsoren ausreichen werden, um die Schulden zu begleichen und die Ausgliederung des Oberligateams in eine GmbH zu gewährleisten, ist immer noch offen. Ob Kickers also im neuen Jahr mit dem Rießelmann-Team die Regionalliga anpeilt oder die „Rießelmänner“ aussteigen und der Klub möglicherweise in der Versenkung verschwindet, bleibt also offen.

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